LawCommunity.de - Alle Entscheidungen http://www.lawcommunity.de Entscheidungssammlung zum Telekommunikations- und Onlinerecht de-de 2006 Ralf Winter und Stefan Wendeling GbR http://www.lawcommunity.de/picture/lc180x23weiss.gif LawCommunity.de http://www.lawcommunity.de http://www.lawcommunity.de/volltext/558.html Sun, 06 May 2012 00:40:55 +0200 OLG Koblenz: Fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht bei Änderung eines bestehenden Vertrages (Urteil v. 28.03.2012 - 9 U 1166/11) Auch die &Auml;nderung eines bestehenden Vertrages&nbsp;ist, sofern die weiteren Voraussetzungen des &sect;&nbsp;312b BGB erf&uuml;llt sind, ein Fernabsatzvertrag. Der Verbraucher ist in Bezug auf den Ab&auml;nderungsvertrag in gleicher Weise schutzw&uuml;rdig wie bei einem Erstvertrag und deshalb entsprechend &uuml;ber sein Widerrufsrecht zu belehren. http://www.lawcommunity.de/volltext/558.html 9 U 1166/11 OLG Koblenz 28.03.2012 http://www.lawcommunity.de/volltext/553.html Fri, 15 Jul 2011 13:15:23 +0200 SG Duisburg: Zugangsnachweis durch Telefax-Sendebericht mit OK-Vermerk (Gerichtsbescheid v. 03.12.2010 - S 38 AS 676/10) Bei Vorlage eines Sendeberichts mit &quot;OK&quot;-Vermerk kann grunds&auml;tzlich darauf geschlossen werden, dass das entsprechende Telefax dem Empf&auml;nger zugegangen ist. Das gilt jedenfalls, sofern keine Hinweise auf eine&nbsp;Manipulation des Sendeberichts oder sonstige St&ouml;rungen vorliegen. http://www.lawcommunity.de/volltext/553.html S 38 AS 676/10 SG Duisburg 03.12.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/551.html Wed, 13 Jul 2011 21:13:40 +0200 OLG Köln: Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Mobilfunkanbieters (Urteil v. 22.01.2010 - 6 U 119/09) <p> In Vertr&auml;gen &uuml;ber die Erbringung von Mobilfunkleistungen sind folgende Klauseln unwirksam, weil sie den Kunden unangemessen benachteiligen:</p> <blockquote> <p> &quot;Der Kunde ger&auml;t in Verzug, wenn der dem Kunden mitgeteilte Rechnungsbetrag nicht sp&auml;testens am zehnten Tag nach Zugang der Rechnung auf dem Konto&nbsp;[des Mobilfunkanbieters]&nbsp;gutgeschrieben ist.&quot;</p> <p> &quot;Ist der Kunde mit Zahlungsverpflichtungen in H&ouml;he von mindestens 15,50&nbsp;&euro; in Verzug, kann&nbsp;[der Anbieter]&nbsp;den Mobilfunkanschluss auf Kosten des Kunden sperren. Der Kunde bleibt in diesem Fall verpflichtet, die monatlichen Preise zu zahlen.&quot;<br /> &nbsp;</p> </blockquote> http://www.lawcommunity.de/volltext/551.html 6 U 119/09 OLG Köln 22.01.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/546.html Fri, 03 Jun 2011 20:21:41 +0200 BGH: Vertragliche Haftung des Inhabers bei unbefugter Nutzung des eBay-Accounts (Urteil v. 11.05.2011 - VIII ZR 289/09) <p> 1.&nbsp;Werden unter Nutzung eines fremden eBay-Mitgliedskontos auf den Abschluss eines Vertrages gerichtete Erkl&auml;rungen abgegeben, liegt ein Handeln unter fremdem Namen vor, auf das die Regeln &uuml;ber die Stellvertretung sowie die Grunds&auml;tze der Anscheins- oder der Duldungsvollmacht entsprechend anzuwenden sind (im Anschluss an <em>BGH,</em> Urt. v. 03.03.1966 &ndash; II&nbsp;ZR&nbsp;18/64, BGHZ&nbsp;45, 193; Urt. v. 18.01.1988 &ndash; II&nbsp;ZR&nbsp;304/86, NJW-RR&nbsp;1988, 814; Urt. v. 08.12.2005 &ndash; III&nbsp;ZR&nbsp;99/05, NJW-RR&nbsp;2006, 701).</p> <p> 2.Ohne Vollmacht oder nachtr&auml;gliche Genehmigung des Inhabers eines eBay-Mitgliedskontos unter fremdem Namen abgegebene rechtsgesch&auml;ftliche Erkl&auml;rungen sind dem Kontoinhaber nur unter den Voraussetzungen der Duldungs- oder der Anscheinsvollmacht zuzurechnen. F&uuml;r eine Zurechnung reicht es nicht bereits aus, dass der Kontoinhaber die Zugangsdaten nicht hinreichend vor dem Zugriff des Handelnden gesch&uuml;tzt hat (Abgrenzung zu <em>BGH,</em> Urt. v. 11.03.2009 &ndash; I&nbsp;ZR&nbsp;114/06, BGHZ&nbsp;180, 134 &ndash; Halzband).</p> <p> 3.&nbsp;Eine von eBay gestellte und von jedem registrierten Nutzer akzeptierte Formularklausel, wonach Mitglieder grunds&auml;tzlich f&uuml;r s&auml;mtliche Aktivit&auml;ten haften, die unter Verwendung ihres Mitgliedskontos vorgenommen werden, begr&uuml;ndet keine Haftung des Kontoinhabers gegen&uuml;ber Auktionsteilnehmern.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/546.html VIII ZR 289/09 BGH 11.05.2011 http://www.lawcommunity.de/volltext/543.html Tue, 10 May 2011 19:19:21 +0200 OLG Düsseldorf: Kein Eilrechtsschutz gegen negative eBay-Bewertung (Beschluss v. 11.03.2011 - I-15 W 14/11) Der f&uuml;r den Erlass einer einstweiligen Verf&uuml;gung erforderliche Verf&uuml;gungsgrund kann fehlen, wenn der Antragsteller seine Rechte einstweilen selbst gewahr hat, indem er auf die angegriffene Negativbewertung, die ihm der Antragsgegner bei eBay erteilt hat, in dem Bewertungssystem erwidert hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/543.html I-15 W 14/11 OLG Düsseldorf 11.03.2011 http://www.lawcommunity.de/volltext/541.html Tue, 10 May 2011 12:01:38 +0200 OLG Hamm: Notwendigkeit einer vertraglichen Vereinbarung bzgl. der Rücksendekosten (Urteil v. 02.03.2010 - 4 U 180/09) Dem K&auml;ufer k&ouml;nnen im Fernabsatz die R&uuml;cksendekosten nur durch eine diese Rechtsfolge begr&uuml;ndende Vereinbarung &uuml;bertragen werden. Eine solche Vereinbarung liegt nicht schon dann vor, wenn es in einer &ndash; &uuml;berdies in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen enthaltenen &ndash; &quot;Widerrufsbelehrung&quot; hei&szlig;t, der K&auml;ufer habe unter bestimmten Voraussetzungen &quot;die Kosten der R&uuml;cksendung zu tragen&quot;; denn dieser einseitige Hinweis ist keine Vereinbarung. http://www.lawcommunity.de/volltext/541.html 4 U 180/09 OLG Hamm 02.03.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/539.html Fri, 25 Mar 2011 20:55:30 +0100 BGH: Allgemeine Geschäftsbedingungen eines Mobilfunkanbieters (Urteil v. 17.02.2011 - III ZR 35/10) <p> 1. Die in Mobilfunkvertr&auml;gen verwendeten Klauseln &quot;Der Kunde hat auch die Preise zu zahlen, die durch &hellip; unbefugte Nutzung der &uuml;berlassenen Leistungen durch Dritte entstanden sind, wenn und soweit er diese Nutzung zu vertreten hat.&quot; sowie &quot;Nach Verlust der&nbsp;<em>C</em>-Karte hat der Kunde nur die Verbindungspreise zu zahlen, die bis zum Eingang der Meldung &uuml;ber den Verlust der Karte bei <em>C</em> angefallen sind. Das gleiche gilt f&uuml;r Preise &uuml;ber Dienste, zu denen <em>C</em> den Zugang vermittelt.&quot; sind wirksam.</p> <p> 2. Die in Mobilfunkvertr&auml;gen verwendete Klausel &quot;Ist der Kunde mit Zahlungsverpflichtungen in H&ouml;he von mindestens 15,50&nbsp;&euro; in Verzug, kann <em>C</em> den Mobilfunkanschluss auf Kosten des Kunden sperren.&quot; ist unwirksam.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/539.html III ZR 35/10 BGH 17.02.2011 http://www.lawcommunity.de/volltext/535.html Wed, 02 Mar 2011 13:41:37 +0100 AG Kusel: Kein Anscheinsbeweis bei technischer Prüfung nach vier Jahren (Urteil v. 30.11.2010 - 2 C 27/10) Grunds&auml;tzlich ist zwar davon auszugehen, dass ein Kunde Telekommunikationsleistungen tats&auml;chlich in Anspruch genommen hat, wenn der Anbieter einen Einzelverbindungsnachweis und ein Protokoll &uuml;ber eine technische Pr&uuml;fung vorlegt, und sich daraus&nbsp;keine Fehler ergeben. F&uuml;hrt der Anbieter eine technische Pr&uuml;fung aber erst knapp vier Jahre nach der angeblichen Inanspruchnahme&nbsp;der Leistungen durch, spricht kein Anscheinsbeweis&nbsp;mehr zu seinen Gunsten. http://www.lawcommunity.de/volltext/535.html 2 C 27/10 AG Kusel 30.11.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/534.html Thu, 10 Feb 2011 13:24:52 +0100 BGH: Textform der Widerrufsbelehrung bei eBay-Angeboten – Holzhocker (Urteil v. 29.04.2010 - I ZR 66/08) Die dem Verbraucher bei Fernabsatzvertr&auml;gen gem. &sect;&sect;&nbsp;312c, 355 BGB zu erteilenden Informationen m&uuml;ssen nicht nur vom Unternehmer in einer zur dauerhaften Wiedergabe geeigneten Weise abgegeben werden, sondern auch dem Verbraucher in einer zur dauerhaften Wiedergabe geeigneten Weise zugehen. Dementsprechend reicht die Speicherung dieser Informationen auf der Website des Unternehmers ebenso wenig f&uuml;r das Anlaufen der Widerrufsfrist von zwei Wochen gem. &sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB aus wie die M&ouml;glichkeit, diese Informationen nach Vertragsschluss bei eBay abzurufen. http://www.lawcommunity.de/volltext/534.html I ZR 66/08 BGH 29.04.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/531.html Tue, 08 Feb 2011 14:51:07 +0100 BGH: Vorzeitige Kündigung eines DSL-Vertrags (Urteil v. 11.11.2010 - III ZR 57/10) Der Inhaber eines DSL-Anschlusses hat kein Recht zur K&uuml;ndigung des mit dem Telekommunikationsunternehmen geschlossenen Vertrags vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit, wenn er an einen Ort umzieht, an dem keine Leitungen verlegt sind, die die Nutzung der DSL-Technik zulassen. http://www.lawcommunity.de/volltext/531.html III ZR 57/10 BGH 11.11.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/530.html Wed, 26 Jan 2011 02:12:47 +0100 AG München: Kein Beseitigungsanspruch bei wahrer eBay-Bewertung (Urteil v. 16.12.2010 - 142 C 18225/09) Einem&nbsp;Nutzer der Auktionsplattform eBay ist es grunds&auml;tzlich zuzumuten, auch negative Bewertungen hinzunehmen,&nbsp;solange sie keine unwahren Tatsachen, blo&szlig;e Schm&auml;hkritik oder gar Formalbeleidigungen beinhalten. http://www.lawcommunity.de/volltext/530.html 142 C 18225/09 AG München 16.12.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/521.html Wed, 03 Nov 2010 16:14:33 +0100 BGH: Wettbewerbsrechtliche Abmahnung ohne Vollmachtsurkunde (Urteil v. 19.05.2010 - I ZR 140/08) <p> 1.&nbsp;Die Vorschrift des &sect;&nbsp;174 Satz&nbsp;1 BGB ist auf die wettbewerbsrechtliche Abmahnung nicht anwendbar, wenn die Abmahnung mit einem Angebot zum Abschluss eines Unterwerfungsvertrages verbunden ist.</p> <p> 2.&nbsp;Enth&auml;lt eine Werbeanzeige die Ank&uuml;ndigung der Vereinbarung eines Gew&auml;hrleistungsausschlusses, der mit &sect;&nbsp;475 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB nicht in Einklang steht, begr&uuml;ndet dies die f&uuml;r einen Unterlassungsanspruch nach &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UWG erforderliche Erstbegehungsgefahr f&uuml;r einen Versto&szlig; nach &sect;&sect;&nbsp;3, 4 Nr.&nbsp;11 UWG i.&thinsp;V. mit &sect;&sect;&nbsp;437, 475 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB.</p> <p> 3.&nbsp;Der Rechtsanwalt erh&auml;lt in einem durchschnittlichen Fall f&uuml;r eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung eine Gesch&auml;ftsgeb&uuml;hr nach Nr.&nbsp;2300 VV RVG nicht unterhalb einer 1,3-fachen Geb&uuml;hr.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/521.html I ZR 140/08 BGH 19.05.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/520.html Tue, 02 Nov 2010 18:55:08 +0100 AG Frankfurt a. M.: Keine Haftung des Anschlussinhabers für Urheberrechsverletzung bei Belehrung des Nutzers (Urteil v. 25.03.2010 - 30 C 2598/08-25) Ein Anschlussinhaber hat nicht schon deshalb Anlass, ihm nahestehende Personen&nbsp;der Benutzung seines Internetanschlusses zu &uuml;berwachen, weil Urheberrechtsverletzungen im Internet h&auml;ufig vorkommen und die Medien umfangreich dar&uuml;ber berichtet haben. Eine Pflicht zur Instruierung und &Uuml;berwachung des Nutzers trifft den Anschlussinhaber bei der &Uuml;berlassung des Internetanschlusses an Dritte erst und nur dann, wenn konkrete Anhaltspunkte daf&uuml;r bestehen, dass der Nutzer den Anschluss zu einer Rechtsverletzung missbrauchen werde.&nbsp;Das ist grunds&auml;tzlich erst dann der Fall, wenn&nbsp;wenn dem Anschlussinhaber fr&uuml;here Verletzungen gleicher Art durch den Nutzer oder andere Hinweise auf eine Verletzungsabsicht bekannt sind oder bekannt sein m&uuml;ssten. http://www.lawcommunity.de/volltext/520.html 30 C 2598/08-25 AG Frankfurt a. M. 25.03.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/517.html Wed, 06 Oct 2010 18:12:23 +0200 OLG Celle: Abgabe einer vorformulierten Unterlassungserklärung trotz fehlender Vollmacht (Urteil v. 02.09.2010 - 13 U 34/10) Enth&auml;lt die von einem anwaltlichen Vertreter verfasste Abmahnung&nbsp;nicht nur die Aufforderung, innerhalb einer bestimmten Frist eine Unterwerfungserkl&auml;rung abzugeben,&nbsp;sondern auch&nbsp;das Angebot zum Abschluss eines bestimmten Unterlassungsvertrages mit Vertragsstrafenversprechen, so handelt der Abgemahnte treuwidrig, wenn er dieses Angebot annimmt, zugleich aber die Abmahnung unter Hinweis auf das Fehlen einer Originalvollmacht unverz&uuml;glich zur&uuml;ckweist. Eine entsprechende Anwendung von &sect;&nbsp;174 Satz&nbsp;1 BGB kommt dann nicht in Betracht. http://www.lawcommunity.de/volltext/517.html 13 U 34/10 OLG Celle 02.09.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/514.html Wed, 22 Sep 2010 12:19:24 +0200 AG Köpenick: Widerlegbare Vermutung der Verbrauchereigenschaft (Urteil v. 25.08.2010 - 6 C 369/09) Aufgrund der negativen Formulierung des &sect; 13 BGB spricht eine Vermutung daf&uuml;r, dass eine nat&uuml;rliche Person rechtsgesch&auml;ftlich als Verbraucher handelt. Deshalb muss der Unternehmer konkrete Umst&auml;nde darlegen, die diese Vermutung widerlegen. Ein pauschales Bestreiten der Verbrauchereigenschaft gen&uuml;gt nicht. http://www.lawcommunity.de/volltext/514.html 6 C 369/09 AG Köpenick 25.08.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/512.html Wed, 25 Aug 2010 22:18:50 +0200 LG Bonn: Hinweispflicht eines TK-Anbieters bei auffallend hohen Rechnungen (Urteil v. 01.06.2010 - 7 O 470/09) In&nbsp;einem Dauerschuldverh&auml;ltnis trifft jede&nbsp;Vertragspartei die F&uuml;rsorgepflicht, m&ouml;glichst Schaden von der anderen Seite abzuwenden und deshalb kurzfristig auf ein schadenstr&auml;chtiges Verhalten der anderen Seite zu reagieren. Ein Telekommunikationsunternehmen kann deshalb verpflichtet sein, den Internetzugang eines Kunden bei einem&nbsp;sehr ungew&ouml;hnlichen Nutzungsverhalten, bei dem sich der Eindruck einer ungewollten Selbstsch&auml;digung geradezu aufdr&auml;ngt, kurzfristig zu sperren, um so&nbsp;weiterem Schaden vorzubeugen. http://www.lawcommunity.de/volltext/512.html 7 O 470/09 LG Bonn 01.06.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/505.html Wed, 14 Apr 2010 03:44:17 +0200 LG Bremen: Kein Wettbewerbsverstoß bei Hinweis auf Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer (Urteil v. 27.08.2009 - 12 O 59/09) Der Hinweis eines gewerblichen eBay-H&auml;ndlers im Rahmen eines Angebots, dass der K&auml;ufer eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer erhalte, ist nicht wettbewerbswidrig. Insbesondere handelt es sich nicht um Werbung mit Selbstverst&auml;ndlichkeiten, weil ein Ausweis der Mehrwertsteuer nach &sect;&nbsp;33 Nr.&nbsp;4 UStDV entbehrlich sein oder der H&auml;ndler als Kleinunternehmer von der Erhebung der Umstatzsteuer befreit sein kann (&sect;&nbsp;19 Abs.&nbsp;1 UStG). http://www.lawcommunity.de/volltext/505.html 12 O 59/09 LG Bremen 27.08.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/502.html Thu, 25 Mar 2010 15:06:05 +0100 OLG Franfurt a. M.: Zugang eines Telefaxschreibens - Sekundäre Darlegungslast (Urteil v. 05.03.2010 - 19 U 213/09) Wenn der Absender den Versand eines Telefaxschreibens und &ndash; durch den &quot;OK-Vermerk&quot; im Sendeprotokoll &ndash; auch das Zustandekommen&nbsp;einer Verbindung mit dem&nbsp;Empfangsger&auml;t nachweist, kann sich der (vermeintliche) Empf&auml;nger nicht mit einem blo&szlig;en Bestreiten des Zuganges begn&uuml;gen. Ihn trifft vielmehr eine sekund&auml;re Darlegungslast dahingehend, welches Ger&auml;t er betreibt, ob die Verbindung im Speicher enthalten ist, ob und auf welche Weise er ein Empfangsjournal f&uuml;hrt etc. http://www.lawcommunity.de/volltext/502.html 19 U 213/09 OLG Franfurt a. M. 05.03.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/500.html Thu, 04 Mar 2010 19:14:49 +0100 BGH: Fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht bei nichtigem Vertrag - Radarwarner (Urteil v. 25.11.2009 - VIII ZR 318/08) <p> 1.&nbsp;Dem Verbraucher steht, sofern nicht Treu und Glauben (&sect;&nbsp;242 BGB) etwas anderes gebieten, ein Widerrufsrecht nach &sect;&nbsp;312d BGB auch dann zu, wenn der Fernabsatzvertrag nichtig ist.</p> <p> 2.&nbsp;Das Widerrufsrecht besteht auch bei einem wegen beiderseitiger Sittenwidrigkeit nichtigen Fernabsatzvertrag, der den Kauf eines Radarwarnger&auml;ts zum Gegens-tand hat (Fortf&uuml;hrung des Senatsurteils vom 23.02.2005 &ndash; VIII&nbsp;ZR&nbsp;129/04, NJW 2005, 1490).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/500.html VIII ZR 318/08 BGH 25.11.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/499.html Mon, 01 Mar 2010 13:00:02 +0100 LG Bonn: Vorwurf der Markenpiraterie in eBay-Bewertung ist keine Meinungsäußerung (Urteil v. 22.11.2009 - 1 O 360/09) Bei der &Auml;u&szlig;erung &quot;Gef&auml;lscht!&quot; im Rahmen einer eBay-Bewertung, die nach dem Kauf eines Bekleidungsgegenstands abgegeben wird, handelt es sich nicht um eine Meinungs&auml;u&szlig;erung, sondern um eine Tatsachenbehauptung, deren Wahrheitsgehalt positiv oder negativ festgestellt werden kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/499.html 1 O 360/09 LG Bonn 22.11.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/495.html Thu, 18 Feb 2010 12:44:11 +0100 OLG Hamburg: Kein Kostenersatz für zweite Abmahnung (Urteil v. 11.03.2009 - 5 U 35/08) L&auml;sst ein Wettbewerbsverband den Unterlassungsschuldner nach einer selbst ausgesprochenen, ohne Reaktion gebliebenen Abmahnung ein&nbsp;zweites Mal&nbsp;anwaltlich abmahnen, so hat er keinen Anspruch auf Ersatz der durch diese zweite Abmahnung verursachten Kosten. http://www.lawcommunity.de/volltext/495.html 5 U 35/08 OLG Hamburg 11.03.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/494.html Thu, 18 Feb 2010 12:19:17 +0100 BGH: Kein Kostenersatz für zweite Abmahnung – Kräutertee (Urteil v. 21.01.2010 - I ZR 47/09) Ein Wettbewerbsverband, der den Schuldner nach einer selbst ausgesprochenen, ohne Reaktion gebliebenen ersten Abmahnung ein zweites Mal von einem Rechtsanwalt abmahnen l&auml;sst, kann die Kosten dieser zweiten Abmahnung nicht erstattet verlangen (Abgrenzung von BGHZ 52, 393 [400] &ndash; Fotowettbewerb). http://www.lawcommunity.de/volltext/494.html I ZR 47/09 BGH 21.01.2010 http://www.lawcommunity.de/volltext/493.html Thu, 11 Feb 2010 13:06:48 +0100 LG Dortmund: Rücksendekosten bei fernabsatzrechtlichem Widerruf (Urteil v. 26.03.2009 - 16 O 46/09) <p> 1.&nbsp;Nach&nbsp;&sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 BGB d&uuml;rfen zwar dem Verbraucher, wenn zu seinen Gunsten ein Widerrufsrecht nach &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB besteht,&nbsp;die regelm&auml;&szlig;igen Kosten der R&uuml;cksendung auferlegt werden. Erforderlich f&uuml;r die Abw&auml;lzung der R&uuml;cksendekosten auf den Verbraucher ist&nbsp;jedoch eine entsprechende vertragliche Vereinbarung zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher. Fehlt sie, verbleibt es bei der gesetzlich angeordneten Kostentragungspflicht des Unternehmers.</p> <p> 2.&nbsp;Bei dem&nbsp;Hinweis in einer Widerrufsbelehrung, dass&nbsp;er&nbsp; &ndash; unter bestimmten Voraussetzungen &ndash; die R&uuml;cksendekosten zu tragen habe, ist f&uuml;r&nbsp;f&uuml;r den Verbraucher jedenfalls dann nicht erkennbar, dass es sich um eine vertragliche Vereinbarung handeln soll, wenn dieser Hinweis mit &quot;Kosten des Widerrufs&quot; &uuml;berschrieben ist.&nbsp; Der Verbraucher&nbsp;geht&nbsp;bei einer solchen&nbsp;Belehrung vielmehr&nbsp;von einer gesetzlichen Verpflichtung aus und wird somit in irref&uuml;hrender Weise nicht vor die Wahl gestellt, ob er mit dieser Regelung als Vertragsbestimmung i.&nbsp;S. von &sect;&nbsp;305a Abs.&nbsp;2 BGB einverstanden ist oder nicht.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/493.html 16 O 46/09 LG Dortmund 26.03.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/487.html Thu, 26 Nov 2009 02:32:20 +0100 BGH: Zum Verbraucherbegriff bei Freiberuflern (Urteil v. 30.09.2009 - VIII ZR 7/09) Schlie&szlig;t eine nat&uuml;rliche Person ein Rechtsgesch&auml;ft objektiv zu einem Zweck ab, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbst&auml;ndigen beruflichen T&auml;tigkeit zugerechnet werden kann, so kommt eine Zurechnung entgegen dem mit dem rechtsgesch&auml;ftlichen Handeln objektiv verfolgten Zweck nur dann in Betracht, wenn die dem Vertragspartner erkennbaren Umst&auml;nde eindeutig und zweifelsfrei darauf hinweisen, dass die nat&uuml;rliche Person in Verfolgung ihrer gewerblichen oder selbst&auml;ndigen beruflichen T&auml;tigkeit handelt. http://www.lawcommunity.de/volltext/487.html VIII ZR 7/09 BGH 30.09.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/486.html Tue, 17 Nov 2009 21:21:45 +0100 AG Waiblingen: Keine Vertragsstrafe für Spaßbieter (Urteil v. 12.11.2008 - 9 C 1000/08) Eine Klausel im Rahmen einer eBay-Auktion, nach der&nbsp;jeder Bietende verpflichtet wird, bei R&uuml;cknahme seines Gebots 25&nbsp;% des letztlich erzielten Kaufpreises als Vertragsstrafe zu zahlen, verst&ouml;&szlig;t gegen &sect;&nbsp;309 Nr.&nbsp;6 BGB und ist deshalb unwirksam. http://www.lawcommunity.de/volltext/486.html 9 C 1000/08 AG Waiblingen 12.11.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/483.html Tue, 10 Nov 2009 20:04:53 +0100 KG: Belehrung über Erstattungsfrist und Gefahrtragung des Unternehmers nach Widerruf (Beschluss v. 08.09.2009 - 5 W 105/09) <p> 1.&nbsp;&Uuml;ber die auch f&uuml;r den Unternehmer geltende 30-Tage-Frist (zur Erstattung von Zahlungen des Verbrauchers nach Aus&uuml;bung des Widerrufsrechts) ist der Verbraucher &ndash; entsprechend der Neufassung der Musterbelehrung in Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und 3 BGB-InfoV &ndash; gem. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 BGB-InfoV zu informieren. Dies gilt jedenfalls nach Ablauf der Umstellungsfrist des &sect;&nbsp;16 BGB-InfoV zum 30.09.2008.</p> <p> 2.&nbsp;&Uuml;ber die Gefahrtragung des Unternehmers bei R&uuml;cksendung der Ware nach Aus&uuml;bung des Widerrufsrechts ist der Verbraucher &ndash; entsprechend der Neufassung der Musterbelehrung in Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 und&nbsp;3 BGB-InfoV &ndash; gem. &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 BGB-InfoV zu informieren. Dies gilt jedenfalls nach Ablauf der Umstellungsfrist des &sect;&nbsp;16 BGB-InfoV zum 30.09.2008. Insoweit kann nunmehr auch nicht mehr von einem Bagatellversto&szlig; i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;3 Abs.&nbsp;1 UWG ausgegangen werden (&uuml;berholt insoweit die Entscheidung des Senats vom 16.11.2007 &ndash;&nbsp;5&nbsp;W&nbsp;341/07).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/483.html 5 W 105/09 KG 08.09.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/478.html Wed, 30 Sep 2009 17:29:03 +0200 BGH: Online-Rechnung eines Mobilfunkproviders (Urteil v. 16.07.2009 - III ZR 299/08) Zur Frage, ob die in vorformulierten Vertragsbedingungen eines Mobilfunk-Service-Providers enthaltene Klausel, wonach der Kunde bei Auswahl eines sogenannten &quot;Online-Tarifs&quot; lediglich eine Online-Rechnung erh&auml;lt, die im Internet-Portal des Anbieters bereit gestellt und vom Kunden abgerufen, aber auch heruntergeladen und ausgedruckt werden kann, eine unangemessene Benachteiligung darstellt. http://www.lawcommunity.de/volltext/478.html III ZR 299/08 BGH 16.07.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/477.html Wed, 30 Sep 2009 12:43:12 +0200 AG München: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 09.07.2009 - 161 C 6412/09) <p> 1. Die unerbetene Zusendung von E-Mails zu Werbezwecken stellt&nbsp;nach gefestigter Rechtsprechung einen Eingriff in das allgemeine Pers&ouml;nlichkeitsrecht&nbsp;bzw. den eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb dar.</p> <p> 2. Eine unzumutbare Bel&auml;stigung i. S. des &sect; 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG ist selbst dann noch zu bejahen, wenn die&nbsp;Werbemail im &quot;Betreff&quot; von vorneherein klar und unzweideutig als Werbung gekennzeichnet ist und der Empf&auml;nger sie deshalb ohne Weiteres l&ouml;schen kann, ohne sie erst lesen zu m&uuml;ssen. Denn auch Aufbau und Anzeige der E-Mail sowie das Lesen des Betreffs kosten Zeit und Geld.</p> <p> 3.&nbsp;Ein einmaliger E-Mail-Kontakt reicht nicht aus, um eine Einwilligung mit der Zusendung von Werbemails anzunehmen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/477.html 161 C 6412/09 AG München 09.07.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/474.html Tue, 08 Sep 2009 11:11:20 +0200 LAG München: Fristlose Kündigung eines Systemadministrators wegen Einsicht in E-Mails (Urteil v. 08.07.2009 - 11 Sa 54/09) Die unerlaubte Einsichtnahme in fremde E-Mails durch einen Systemadministrator stellt eine schwerwiegende&nbsp;Pflichtverletzung dar und rechtfertigt die fristlose K&uuml;ndigung des Administrators ohne vorhergehende Abmahnung. http://www.lawcommunity.de/volltext/474.html 11 Sa 54/09 LAG München 08.07.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/470.html Wed, 15 Jul 2009 12:31:33 +0200 OLG Franfurt a. M.: Widerrufsfrist bei Verwendung der unberichtigten Musterwiderrufsbelehrung (Beschluss v. 22.06.2009 - 9 U 111/08 ) Die &ndash; unberichtigte &ndash; Musterwiderrufsbelehrung nach dem Muster zu &sect;&nbsp;14&nbsp;Abs.&nbsp;1 BGB-InfoV vermag die Widerrufsfrist des &sect;&nbsp;355&nbsp;Abs.&nbsp;2 BGB nur dann nicht in Gang zu setzen, wenn sich der Mangel der Musterwiderrufsbelehrung im konkreten Fall ausgewirkt hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/470.html 9 U 111/08 OLG Franfurt a. M. 22.06.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/468.html Thu, 09 Jul 2009 13:44:35 +0200 OLG Hamm: Unverlangte Telefaxwerbung (Urteil v. 13.11.2008 - 4 U 150/08) <p>1.&nbsp;Der Inhaber eines Telefaxanschlusses willigt nicht allein dadurch (konkludent) in die &Uuml;bermittlung von Telefaxwerbung ein, dass er die Telefaxnummer auf seiner Internetseite bekannt gibt.</p> <p>2.&nbsp;Die Zusendung eines Werbefaxes ohne Einwilligung des Empf&auml;ngersist einer der Regeltatbest&auml;nde unlauteren Wettbewerbsverhaltens, der auch schon durch die einmalige Zuwiderhandlung erf&uuml;llt ist. Eine weitere Abw&auml;gung innerhalb des Regelfalls ist nicht vorgesehen, sodass ein &quot;Bagatellfall&quot; nicht gegeben sein kann.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/468.html 4 U 150/08 OLG Hamm 13.11.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/466.html Sun, 05 Jul 2009 17:11:39 +0200 OLG Hamm: Fehlen der Umsatzsteueridentifikationsnummer im Impressum (Urteil v. 02.04.2009 - 4 U 213/08) Fehlt im Impressum einer Internetseite entgegen &sect;&nbsp;312c BGB i.&nbsp;V. mit &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;6 TMG die Angabe der Umsatzsteueridentifikationsnummer (bzw. der Wirtschafts-Identifikationsnummer), so liegt darin ein Wettbewerbsversto&szlig;, der geeignet ist, die Interessen der Verbraucher sp&uuml;rbar zu beeintr&auml;chtigen. http://www.lawcommunity.de/volltext/466.html 4 U 213/08 OLG Hamm 02.04.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/460.html Thu, 28 May 2009 22:22:39 +0200 OLG Hamm: Rechtsmissbräuchlichkeit einer Abmahnung (Urteil v. 24.03.2009 - 4 U 211/08) Eine Abmahnung kann i.&nbsp;S. des &sect; 8 Abs.&nbsp;4 UWG rechtsmissbr&auml;uchlich sein, wenn sich der Abmahnende&nbsp;auf die Verfolgung eines bestimmten Wettbewerbsversto&szlig;es gewisserma&szlig;en spezialisiert hat, aber er Wettbewerbsverst&ouml;&szlig;e nicht konsequent verfolgt, sondern sich eher wie ein Wettbewerbspolizist geriert, der im Einzelfall Gnade vor Recht ergehen l&auml;sst. http://www.lawcommunity.de/volltext/460.html 4 U 211/08 OLG Hamm 24.03.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/459.html Sun, 17 May 2009 13:45:43 +0200 LG Hamburg: Verbrauchereigenschaft beim fernabsatzrechtlichen Widerrufsrecht (Urteil v. 16.12.2008 - 309 S 96/08) Ob &ndash; z.&nbsp;B. bezogen auf das fernabsatzrechtliche Widerrufsrecht &ndash; ein Handeln als Verbraucher i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;13 BGB vorliegt, ist danach zu beurteilen, wie sich das Verhalten des Kunden aus der Sicht eines objektiven Erkl&auml;rungsempf&auml;ngers in der Position des Verk&auml;ufers darstellt. Auf den objektiv von dem&nbsp;Kunden verfolgten Zweck ist nicht abzustellen. http://www.lawcommunity.de/volltext/459.html 309 S 96/08 LG Hamburg 16.12.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/458.html Wed, 13 May 2009 11:28:06 +0200 OLG Brandenburg: Erlöschen des Widerrufsrechts bei Mobilfunkverträgen (Urteil v. 11.02.2009 - 7 U 116/08) <p>1.&nbsp;Es besteht kein Bed&uuml;rfnis daf&uuml;r, die Vorschrift des &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 BGB dahin teleologisch zu reduzieren, dass der Ausschluss des fernabsatzrechtlichen Widerrufsrechts nur bei unteilbaren Dienstleistungen zu gelten habe.</p> <p>2.&nbsp;Beim Abschluss eines&nbsp;l&auml;ngerfristigen&nbsp;Mobilfunkvertrages im Wege des Fernabsatzes besteht kein gesteigertes Schutzbed&uuml;rfnis des Verbrauchers. Denn auch dann, wenn der Verbraucher den Vertrag im Ladengesch&auml;ft abschlie&szlig;t,&nbsp;hat er&nbsp;in der Regel nicht die M&ouml;glichkeit, die Qualit&auml;t der Leistung zu &uuml;berpr&uuml;fen.&nbsp;Davon abgesehen besteht bei einem Mobilfunkvertrag auch nicht das Bed&uuml;rfnis des Verbrauchers, ein besonders Vertrauen zu dem Anbieter der Mobilfunkleistung in Anspruch zu nehmen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/458.html 7 U 116/08 OLG Brandenburg 11.02.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/456.html Mon, 11 May 2009 18:27:45 +0200 OLG Brandenburg: Kein Anscheinsbeweis für den Zugang eines Faxschreibens durch OK-Vermerk (Urteil v. 05.03.2008 - 4 U 132/07) <p>1.&nbsp;Ein besteht kein Anscheinsbeweis daf&uuml;r, dass&nbsp;ein abgesandtes Faxschreiben den Empf&auml;nger jedenfalls dann erreicht hat, wenn der Sendebericht des Absenders dies &ndash; etwa durch einen &quot;OK-Vermerk&quot; &ndash; best&auml;tigt.&nbsp;Ein &quot;OK-Vermerk&quot; ist lediglich ein Indiz f&uuml;r den Zugang des Schreibens.</p> <p>2.&nbsp;Auch&nbsp;die Sendeberichte moderner Telefaxger&auml;te belegen allein, dass es eine Verbindung mit dem Empfangsger&auml;t gegeben hat. Sie belegen aber, dass die &Uuml;bertragung des fraglichen Schriftst&uuml;cks fehlerfrei gelungen und insbesondere nicht an Leitungsst&ouml;rungen gescheitert ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/456.html 4 U 132/07 OLG Brandenburg 05.03.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/454.html Mon, 11 May 2009 14:36:52 +0200 OLG Karlsruhe: Beweiswert eines OK-Vermerks im Telefax-Sendebericht (Urteil v. 30.09.2008 - 12 U 65/08) <p>1.&nbsp;Zumindest bei Kaufleuten i.&nbsp;S. der &sect;&sect;&nbsp;1&nbsp;ff. HGB ist davon auszugehen, dass ihnen ein per Telefax &uuml;bermitteltes Dokument zugegangen ist, sobald das Empfangsger&auml;t die gesendeten technischen Signale vollst&auml;ndig empfangen (gespeichert) hat. Dies gilt nur dann nicht, wenn konkrete Anhaltspunkte daf&uuml;r bestehen,&nbsp;dass ein (ordnungsgem&auml;&szlig;er) Ausdruck des Schreibens aus&nbsp; Gr&uuml;nden gescheitert sein k&ouml;nnte, die der Absender zu vertreten hat.</p> <p>2.&nbsp;Ein &quot;OK&quot;-Vermerk im Sendebericht eines Telefaxger&auml;tes belegt (nur), dass eine Verbindung zustande gekommen ist.&nbsp;Je nach Ablauf des Kommunikationsvorgangs und den verwendeten Ger&auml;ten kann es aber ausgeschlossen sein, dass im Sendebericht &quot;OK&quot; vermerkt ist, und trotzdem die &Uuml;bermittlung der Nachricht an Leitungsst&ouml;rungen, die zum Abbruch der Verbindung gef&uuml;hrt haben k&ouml;nnten,&nbsp;gescheitert sein kann.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/454.html 12 U 65/08 OLG Karlsruhe 30.09.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/450.html Tue, 07 Apr 2009 08:45:07 +0200 LG Koblenz: Kein Schadensersatz wegen Rechtsmissbrauchs - Porsche Carrera (Urteil v. 18.03.2009 - 10 O 250/08) <p>1.&nbsp;Die in &sect;&nbsp;10 Nr.&nbsp;1 der eBay-AGB in Bezug genommene M&ouml;glichkeit, ein Angebot vorzeitig zu beenden und bereits erhaltene Gebote zu streichen, ist lediglich als Hinweis auf die in &sect;&sect;&nbsp;119 ff. BGB vorgesehenen Anfechtungsm&ouml;glichkeiten zu werten. Deshalb kommt ein Kaufvertrag zwischen dem Anbieter und dem H&ouml;chstbietenden auch bei vorzeitiger Beendigung des Angebots durch den Anbieter zustande, sofern der&nbsp;Anbieter nicht gesetzlich zur R&uuml;cknahme des Angebots berechtigt war.</p> <p>2.&nbsp;Der Durchsetzbarkeit eines vertraglichen Anspruchs oder eines Schadensersatzanspruchs&nbsp;des K&auml;ufers kann im Falle eines vorzeitig beendeten Angebots jedoch der Einwand der unzul&auml;ssigen Rechtsaus&uuml;bung entgegenstehen. Davon kann auszugehen sein, wenn bei ordnungsgem&auml;&szlig;em Ablauf der Auktion&nbsp;voraussichtlich&nbsp;weder das&nbsp;H&ouml;chstgebot (hier: 5,50&nbsp;&euro;)&nbsp;noch das Maximalgebot (hier: 1.100&nbsp;&euro;) des K&auml;ufers zu einem Vertragsschluss gef&uuml;hrt h&auml;tte.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/450.html 10 O 250/08 LG Koblenz 18.03.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/447.html Tue, 17 Mar 2009 16:53:13 +0100 OLG Brandenburg: Erteilung einer Online-Rechnung (Urteil v. 05.11.2008 - 7 U 29/08) Eine Klausel in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen eines Mobilfunkanbieters, wonach der Anbieter dem Kunden&nbsp;bei &quot;Online-Tarifen&quot; eine Rechnung nicht &uuml;bermittelt, sondern sie lediglich in einem Onlineportal zum Abruf durch den Kunden bereith&auml;lt, ist wirksam. Sie benachteiligt den Kunden insbesondere deshalb nicht unangemessen i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;307 Abs.&nbsp;1 BGB, weil der Anbieter gerade nicht davon absieht, &uuml;berhaupt eine Rechnung zu erteilen. http://www.lawcommunity.de/volltext/447.html 7 U 29/08 OLG Brandenburg 05.11.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/445.html Mon, 16 Feb 2009 16:51:56 +0100 LG Bochum: Beeinträchtigung des Wettbewerbs durch unwirksame AGB-Klauseln (Urteil v. 22.03.2006 - 13 O 128/05) <p>1.&nbsp;Die Verwendung von (unwirksamen) Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen, die einen Verbraucher in unzul&auml;ssiger Weise benachteiligen, ist geeignet, den Wettbewerb zum Nachteil der Mitbewerber und der Verbraucher nicht nur unerheblich zu beeintr&auml;chtigen.</p> <p>2. Die Geltendmachung der in &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;1&nbsp;UWG genannten Anspr&uuml;che&nbsp;ist nicht schon&nbsp;deshalb missbr&auml;uchlich, weil der&nbsp;Anspruchssteller noch keine Zahlungen an seinen Prozessbevollm&auml;chtigten geleistet&nbsp; und dieser die Gerichtskosten selbst eingezahlt hat. Ebenso wenig ist die Verwendung einer zum Teil vorgedruckten und zum Teil weitergefassten Vollmacht&nbsp;ein Indiz daf&uuml;r, dass Anspr&uuml;che nur geltend gemacht&nbsp;werden,&nbsp;um gegen den&nbsp;Verletzer einen Kostenerstattungsanspruch entstehen zu lassen.</p> <p>3.&nbsp;Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung der Kammern f&uuml;r Handelssachen des LG Bochum ist bei einer durchschnittlichen wettbewerbsrechtlichen Streitigkeit von einem Gegenstandswert von 10.000 &euro; f&uuml;r das einstweilige Verf&uuml;gungsverfahren und von 15.000 &euro; f&uuml;r das Hauptsacheverfahren auszugehen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/445.html 13 O 128/05 LG Bochum 22.03.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/441.html Sun, 15 Feb 2009 07:18:55 +0100 OLG Brandenburg: Rechtswidrige Nutzung von Fotos innerhalb einer Internetauktion (Urteil v. 03.02.2009 - 6 U 58/08) <p>1.&nbsp;Als &quot;angemesse Verg&uuml;tung&quot; i.&nbsp;S. der &sect;&nbsp;97 Abs. 2, 32 UrhG gilt eine Lizenzgeb&uuml;hr, die ein vern&uuml;nftiger Lizenzgeber f&uuml;r die vertragliche Einr&auml;umung von Nutzungsrechten gefordert und die ein vern&uuml;nftiger Lizenznehmer&nbsp;entrichtet h&auml;tte.</p> <p>2.&nbsp;Beansprucht der Verletzte als Schadensersatz f&uuml;r die unberechtigte Nutzung von Lichtbildern eine angemessene Verg&uuml;tung i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;97 Abs. 2 UrhG, so k&ouml;nnen regelm&auml;&szlig;ig die Honorarempfehlungen der Mittelstandsgemeinschaft Fotomarketing (MFM) als Ausgangspunkt f&uuml;r die richterliche Schadenssch&auml;tzung gem. &sect;&nbsp;287 ZPO herangezogen werden. Die MFM-Tarife k&ouml;nnen jedoch nicht schematisch angewandt werden. Vielmehr sind bei der Bestimmung der H&ouml;he des Schadensersatzes stets s&auml;mtliche Umst&auml;nde des Einzelfalles zu ber&uuml;cksichtigen.</p> <p>3.&nbsp;Ein einfach gelagerter Fall und eine unerhebliche Rechtsverletzung i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;97a Abs.&nbsp;2 UrhG sind gegeben,&nbsp;wenn die Rechtsverletzung &ndash; auch f&uuml;r einen geschulten Nichtjuristen&nbsp;&ndash;&nbsp;auf der Hand liegt, und sie sich nach Art und Ausma&szlig; auf einen eher geringf&uuml;gigen Eingriff in die Rechte des&nbsp;Verletzten beschr&auml;nkt.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/441.html 6 U 58/08 OLG Brandenburg 03.02.2009 http://www.lawcommunity.de/volltext/439.html Sun, 25 Jan 2009 06:00:58 +0100 BGH: Kein Nutzungsersatz bei Ersatzlieferung (Urteil v. 26.11.2008 - VIII ZR 200/05) <p>1.&nbsp;Der von der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften gepr&auml;gte Grundsatz der richtlinienkonformen Auslegung verlangt von den nationalen Gerichten &uuml;ber eine Gesetzesauslegung im engeren Sinne hinaus auch, das nationale Recht, wo dies n&ouml;tig und m&ouml;glich ist, richtlinienkonform fortzubilden.</p> <p>2.&nbsp;Eine richtlinienkonforme Rechtsfortbildung im Wege der teleologischen Reduktion setzt eine verdeckte Regelungsl&uuml;cke i.&nbsp;S. einer planwidrigen Unvollst&auml;ndigkeit des Gesetzes voraus; eine solche planwidrige Unvollst&auml;ndigkeit kann sich daraus ergeben, dass der Gesetzgeber in der Gesetzesbegr&uuml;ndung ausdr&uuml;cklich seine Absicht bekundet hat, eine richtlinienkonforme Regelung zu schaffen, die Annahme des Gesetzgebers, die Regelung sei richtlinienkonform, aber fehlerhaft ist.</p> <p>3.&nbsp;&sect;&nbsp;439 Abs.&nbsp;4 BGB ist unter Beachtung des Urteils des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften vom 17.04.2008 (Rs.&nbsp;C-404/06, NJW 2008, 1433 &ndash; Quelle AG/Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverb&auml;nde) im Wege der richtlinienkonformen Rechtsfortbildung in F&auml;llen des Verbrauchsg&uuml;terkaufs (&sect;&nbsp;474 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB) einschr&auml;nkend anzuwenden: Die in &sect;&nbsp;439 Abs.&nbsp;4 BGB in Bezug genommenen Vorschriften &uuml;ber den R&uuml;cktritt (&sect;&sect;&nbsp;346 bis 348 BGB) gelten in diesen F&auml;llen nur f&uuml;r die R&uuml;ckgew&auml;hr der mangelhaften Sache selbst, f&uuml;hren hingegen nicht zu einem Anspruch des Verk&auml;ufers gegen den K&auml;ufer auf Herausgabe der gezogenen Nutzungen oder auf Wertersatz f&uuml;r die Nutzung der mangelhaften Sache.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/439.html VIII ZR 200/05 BGH 26.11.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/438.html Sat, 17 Jan 2009 23:16:06 +0100 LG Düsseldorf: Unberechtigte Schutzrechtsverwarnung (Urteil v. 19.03.2008 - 2a O 314/07) <p>1.&nbsp;Eine objektiv unberechtigte Schutzrechtsverwarnung ist als Eingriff in den durch &sect;&nbsp;823 Abs.&nbsp;1 BGB gesch&uuml;tzten eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb zu qualifizieren.</p> <p>2.&nbsp;Der Umstand, dass ein Diensteanbieter im Rahmen des Hosting eine Plattform er&ouml;ffnet, auf der Anbieter Waren im Internet versteigern k&ouml;nnen, reicht nicht aus, um ihn als T&auml;ter einer Markenverletzung anzusehen, falls ein Anbieter gef&auml;lschte Markenware zur Versteigerung stellt. Eine Haftung des Dienstanbieters als Teilnehmer an der Markenverletzung&nbsp;setzt&nbsp;vielmehr&nbsp;zumindest bedingten Vorsatz voraus (vgl. BGH, Urt. v. 11.03.2004 &ndash; I&nbsp;ZR&nbsp;304/01).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/438.html 2a O 314/07 LG Düsseldorf 19.03.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/436.html Sat, 17 Jan 2009 04:12:38 +0100 BGH: Keine Wahrung der Schriftform durch E-Mail (Beschluss v. 04.12.2008 - IX ZB 41/08) Ein elektronisches Dokument (E-Mail) wahrt nicht die f&uuml;r bestimmende Schrifts&auml;tze vorgeschriebene Schriftform. http://www.lawcommunity.de/volltext/436.html IX ZB 41/08 BGH 04.12.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/434.html Sat, 10 Jan 2009 05:05:33 +0100 OLG Saarbrücken: Auslegung eines Angebots zum Sofortkauf mit klarstellendem Zusatz (Beschluss v. 18.04.2008 - 4 W 93/08 - 17) Wird einem Interessenten nach Abschluss einer Internetauktion als unterlegenem Bieter ein Fahrzeug zum Kauf angeboten, kommt es bzgl. des Kaufpreises auch dann auf einen idividuellen, vom Standardtext abweichenden Zusatz des Verk&auml;ufers an, wenn der Verk&auml;ufer durch den Zusatz gegen die Bedingungen des Betreibers der Auktionsplattform versto&szlig;en hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/434.html 4 W 93/08 - 17 OLG Saarbrücken 18.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/432.html Thu, 25 Dec 2008 05:58:54 +0100 AG Mannheim: Kein fliegender Gerichtsstand bei negativer Feststellungsklage (Beschluss v. 21.05.2008 - 9 C 142/08) 1. F&uuml;r eine von ihm erhobene negative Feststellungsklage kann ein (m&ouml;glicher) Verletzer von Urheberrechten nicht den Gerichtsstand der unerlaubten Handlung (&sect;&nbsp;32 ZPO) in Anspruch nehmen. Diese Vorschrift hat neben der Sachn&auml;he die Privilegierung des Gesch&auml;digten im Sinn. Diesem soll neben dem allgemeinen Gerichtsstand auch der &ndash; meist n&auml;heren &ndash; Gerichtsstand am Ort der Begehung&nbsp;der&nbsp;unerlaubten Handlung zur Verf&uuml;gung stehen.&nbsp;Dass dieses Wahlrecht auch der Sch&auml;diger bei einer negativen Feststellungsklage in Anspruch nehmen k&ouml;nnen soll, widerspricht jedoch dem Sinn und Zweck des &sect;&nbsp;32 ZPO. http://www.lawcommunity.de/volltext/432.html 9 C 142/08 AG Mannheim 21.05.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/431.html Wed, 24 Dec 2008 00:54:14 +0100 LG Düsseldorf: Zurückweisung einer Abmahnung wegen fehlender Vollmachtsurkunde (Urteil v. 03.12.2008 - 12 O 393/07) <p>1. Eine (wettbewerbsrechtliche) Abmahnung ist ebenso wie eine Mahnung eine einseitige rechtsgesch&auml;fts&auml;hnliche Handlung, auf die &sect;&nbsp;174&nbsp;BGB entsprechend Anwendung. Die von einem Rechtsanwalt als Vertreter ausgesprochene Abmahnung wird deshalb wirkungslos, wenn der Abgemahnte die Erkl&auml;rung des Vertreters wegen der Nichtvorlage&nbsp;einer Vollmachtsurkunde unverz&uuml;glich zur&uuml;ckweist.</p> <p>2. Die Kosten einer begr&uuml;ndeten anwaltlichen Abmahnung sind grunds&auml;tzlich&nbsp;zu ersetzen, soweit sie als Kosten einer zweckentsprechenden Rechtsverfolgung anzusehen sind (&sect; 97 Abs. 1 Satz 1 UrhG), oder es sich gem. &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 UWG bzw. nach den Grunds&auml;tzen der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ohne Auftrag um erforderliche Aufwendungen handelt. Voraussetzung f&uuml;r einen Erstattungsanspruch ist indes stets, dass die Abmahnung nach Form und Inhalt berechtigt war. Deshalb besteht kein Anspruch auf Erstattung der Kosten f&uuml;r&nbsp;eine&nbsp;nach &sect;&nbsp;174&nbsp;BGB (analog) zur&uuml;ckgewiesene und somit unwirksame Abmahnung.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/431.html 12 O 393/07 LG Düsseldorf 03.12.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/429.html Mon, 15 Dec 2008 15:03:30 +0100 AG Montabaur: Mangelnde Bandbreite eines DSL-Anschlusses (Urteil v. 04.08.2008 - 15 C 268/08) Kann der Anbieter eines DSL-Anschlusses dem Kunden die vertraglich geschuldete Geschwindigkeit nicht zur Verf&uuml;gung stellen, so hat der Kunde das Recht, den Vertrag zu k&uuml;ndigen. Er kann dar&uuml;ber hinaus die Kosten als Schaden ersetzt verlangen, die ihm durch den Abschluss eines Vertrages bei einem anderen DSL-Anbieter entstehen. http://www.lawcommunity.de/volltext/429.html 15 C 268/08 AG Montabaur 04.08.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/427.html Wed, 10 Dec 2008 15:08:52 +0100 LG Koblenz: Freigabe eines DSL-Ports (Urteil v. 17.09.2008 - 12 S 79/08) <p>1.&nbsp;Ein Anspruch eines Kunden auf Freigabe&nbsp;eines DSL-Ports durch den Telekommunikationsanbieter besteht erst, wenn das zu Grunde liegende Vertragsverh&auml;ltnis beendet ist.</p> <p>2.&nbsp;Der Kunde hat an dem DSL-Port keine eigent&uuml;mer&auml;hnliche Stellung. Er hat weder die tats&auml;chliche Sachherrschaft &uuml;ber den DSL-Port, noch kann er Einfluss darauf nehmen, welche transceiver unit mit seiner Telefonnummer verbunden ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/427.html 12 S 79/08 LG Koblenz 17.09.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/425.html Tue, 09 Dec 2008 21:46:10 +0100 BGH: Faxanfrage im Autohandel (Urteil v. 17.07.2008 - I ZR 75/06) <p>1.&nbsp;&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 UWG erfasst als Werbung grunds&auml;tzlich auch Nachfragehandlungen. Dies gilt auch dann, wenn sie sich an Gewerbetreibende oder Freiberufler richten.</p> <p>2.&nbsp;Ver&ouml;ffentlicht ein Unternehmen die Nummer seines Telefaxanschlusses in allgemein zug&auml;nglichen Verzeichnissen, so erkl&auml;rt es damit sein konkludentes Einverst&auml;ndnis, dass potenzielle Kunden den Anschluss bestimmungsgem&auml;&szlig; insbesondere f&uuml;r Kaufanfragen nutzen, die sich auf die &uuml;bliche Verkaufst&auml;tigkeit des Unternehmens beziehen. Sofern nicht im Einzelfall besondere Umst&auml;nde dagegen sprechen, steht der dem allgemeinen Verkehr f&uuml;r Anfragen bereitgestellte Telefaxanschluss eines Unternehmens im Rahmen seiner unmittelbaren gesch&auml;ftlichen Bestimmung auch gewerblichen Wiederverk&auml;ufern f&uuml;r Kaufanfragen zur Verf&uuml;gung.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/425.html I ZR 75/06 BGH 17.07.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/423.html Tue, 09 Dec 2008 09:45:22 +0100 BGH: Grenzen gewerblicher Nachfrage per E-Mail - FC Troschenreuth (Urteil v. 17.07.2008 - I ZR 197/05) Gibt ein Sportverein in der Rechtsform des eingetragenen Vereins auf seiner Website eine E-Mail-Adresse an, so liegt darin keine konkludente Einwilligung, gewerbliche Anfragen nach Dienstleistungen des Vereins (hier: Platzierung von Bannerwerbung auf der Website des Vereins) mittels E-Mail zu empfangen. http://www.lawcommunity.de/volltext/423.html I ZR 197/05 BGH 17.07.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/419.html Tue, 09 Dec 2008 06:33:34 +0100 OLG München: Handeln unter fremder Kennung bei Internetauktion (Urteil v. 05.02.2004 - 19 U 5114/03) <p>1.&nbsp;Wer bei einer Internetauktion den Mitgliedsnamen eines anderen benutzt, handelt &quot;unter&quot;, nicht &quot;in&quot; fremdem Namen.</p> <p>2.&nbsp;Auf das Handeln unter fremdem Namen finden die Regeln &uuml;ber die Stellvertretung (&sect;&sect;&nbsp;164&nbsp;ff. BGB) entsprechende Anwendung. Wurde der Mitgliedsname mit Einwilligung seines wahren Inhabers benutzt, kommt deshalb ein Kaufvertrag nicht mit dem tats&auml;chlich Handelnden, sondern mit dem Inhaber zustande. Dagegen haftet der Handelnde selbst nach &sect; 179 Abs. 1 BGB auf Erf&uuml;llung oder auf Schadensersatz, wenn er ohne Zustimmung des Accountinhabers gehandelt hat.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/419.html 19 U 5114/03 OLG München 05.02.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/418.html Wed, 03 Dec 2008 10:09:48 +0100 OLG Düsseldorf: Abmahnung wegen Verstoßes gegen Impressumspflicht (Urteil v. 04.11.2008 - I-20 U 125/08) <p>1.&nbsp;Fehlt in einem Impressum der vollst&auml;ndige Namen eines Vertretungsberechtigten, so&nbsp;handelt es sich stets&nbsp;um einen&nbsp;erheblichen Versto&szlig; gegen die&nbsp;&nbsp;&ndash;&nbsp;gesetzlich ausdr&uuml;cklich zum Zwecke des Verbraucherschutzes bestehende&nbsp;&ndash;&nbsp;Informationspflicht nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;1 TMG. Das gilt auch, wenn die Vornamen&nbsp;eines Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers nicht ausgeschrieben angegeben werden.</p> <p>2.&nbsp;Ein Versto&szlig; gegen die Verpflichtung, die in &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 TMG geforderten Informationen st&auml;ndig verf&uuml;gbar zu halten, liegt nicht vor, wenn das Impressum technisch bedingt nicht erreichbar ist, weil und solange die entsprechende Seite bearbeitet wird. Zumindest w&auml;re ein derartiger nur wenige Minuten dauernder Versto&szlig; gegen die Impressumspflicht&nbsp;&nbsp;nicht geeignet, die Interessen der &uuml;brigen Marktteilnehmer&nbsp;i.&nbsp;S. des&nbsp;&sect;&nbsp;3 UWG zu beeintr&auml;chtigen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/418.html I-20 U 125/08 OLG Düsseldorf 04.11.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/417.html Tue, 02 Dec 2008 12:51:49 +0100 AG Brühl: Widerruf von eBay-Bewertungen (Urteil v. 07.04.2008 - 28 C 447/07) Aus der vertraglichen Beziehung zwischen Verk&auml;ufer und K&auml;ufer folgt jedenfalls dann kein Anspruch auf den Widerruf von Werturteilen, die&nbsp;innerhalb&nbsp;des Bewertungsforums eines Internetauktionshauses&nbsp;ge&auml;u&szlig;ert wurden, wenn die Werturteile insgesamt gesehen nicht unsachlich und damit unzul&auml;ssig sind. Die Grenze zur Unsachlichkeit ist erst &uuml;berschritten, wenn bewusste Fehlurteile oder Verzerrungen vorgenommen werden, oder eine abschlie&szlig;ende Bewertung als sachlich nicht mehr vertretbar, d. h. indiskutabel erscheint. http://www.lawcommunity.de/volltext/417.html 28 C 447/07 AG Brühl 07.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/415.html Sat, 29 Nov 2008 20:40:56 +0100 BGH: Hinsendekosten - Vorlagebeschluss (Beschluss v. 01.10.2008 - VIII ZR 268/07) <p>Dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften wird folgende Frage zur Auslegung des Gemeinschaftsrechts gem. Art.&nbsp;234 EG zur Vorabentscheidung vorgelegt:</p> <p>Sind die Bestimmungen des Art.&nbsp;6 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 und Abs.&nbsp;2 der Richtlinie 97/7/EG des Europ&auml;ischen Parlaments und des Rates vom 20.05.1997 &uuml;ber den Verbraucherschutz bei Vertragsabschl&uuml;ssen im Fernabsatz dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung entgegenstehen, nach der die Kosten der Zusendung der Waren auch dann dem Verbraucher auferlegt werden k&ouml;nnen, wenn er den Vertrag widerrufen hat?</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/415.html VIII ZR 268/07 BGH 01.10.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/413.html Thu, 27 Nov 2008 01:07:11 +0100 OLG Brandenburg: Freigabe eines eBay-Accounts (Beschluss v. 12.11.2008 - 6 W 183/08) <p>1.&nbsp;Ein Anspruch auf Freischaltung&nbsp;eines eBay-Accounts kann bestehen, wenn die Voraussetzungen f&uuml;r eine zul&auml;ssige Sperre nicht vorliegen, und der Gesch&auml;ftsbetrieb des gesperrten eBay-Mitglieds &ndash; hier: mit einem Umsatz von 8.000&nbsp;&euro; pro Tag &ndash; durch die Sperre erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird.</p> <p>2. Dem Erlass einer einstweiligen Verf&uuml;gung, die dem Plattformbetreiber die Freischaltung des eBay-Accounts aufgibt, steht nicht entgegen, dass mit dem Vollzug dieser Verf&uuml;gung die Hauptsache ganz oder teilweise vorweggenommen wird. Denn l&auml;sst sich ein einstweiliger Schutz&nbsp; nur durch eine der Hauptsacheentscheidung entsprechende einstweilige Verf&uuml;gung realisieren, so sind im Rahmen der gebotenen Ermessensentscheidung die berechtigten Interessen der Parteien gegeneinander abzuw&auml;gen. Diese Abw&auml;gung kann zu Gunsten eines gesperrten eBay-Mitglieds ausfallen, wenn dessen wirtschaftliche Existenz durch die Zugangssperre bedroht, und ein berechtigtes Interesse des Plattformbetreibers an der Sperrung nicht erkennbar ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/413.html 6 W 183/08 OLG Brandenburg 12.11.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/409.html Thu, 20 Nov 2008 12:16:04 +0100 OLG Hamm: Virtuelles Hausrecht - Aussperren eines Wettbewerbers (Urteil v. 10.06.2008 - 4 U 37/08) Es kann zul&auml;ssig sein, den Zugriff eines Wettbewerbers auf die eigene Website mittels einer Sperrung seiner IP-Adresse(n) zu verhindern, wenn der Wettbewerber sich &ndash; auch bei der Durchf&uuml;hrung von Testma&szlig;nahmen &ndash; nicht wie ein normaler Nutzer verh&auml;lt (hier: 652&nbsp;Seitenaufrufe innerhalb von ca. zwei Stunden). http://www.lawcommunity.de/volltext/409.html 4 U 37/08 OLG Hamm 10.06.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/406.html Sat, 15 Nov 2008 14:48:11 +0100 AG Bielefeld: Kein Recht auf Rückabwicklung trotz Widerruf (Urteil v. 20.08.2008 - 15 C 297/08) Das einem Verbraucher zustehende Recht, einen Kaufvertrag nach Aus&uuml;bung des fernabsatzrechtlichen Widerrufsrechts r&uuml;ckabzuwickeln,&nbsp;ist verwirkt, wenn der Verbraucher die ihm &uuml;berlassene Kaufsache&nbsp;nicht zeitnah&nbsp;an den Unternehmer herausgibt, nachdem er von seinem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/406.html 15 C 297/08 AG Bielefeld 20.08.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/405.html Sun, 09 Nov 2008 16:13:38 +0100 OLG Celle: Beweiswert eines OK-Vermerks im Faxjournal (Urteil v. 19.06.2008 - 8 U 80/07) <p>1. Ein Telefax ist dem Empf&auml;nger zugegangen, sobald die gesendeten Signale vollst&auml;ndig vom Telefaxger&auml;t des Empf&auml;ngers empfangen bzw. gespeichert wurden. Auf den Ausdruck kommt es wegen der bei neueren Faxger&auml;ten gegebenen M&ouml;glichkeit, Daten zun&auml;chst zu speichern und erst sp&auml;ter auszudrucken, nicht an.</p> <p>2. Der Beweis f&uuml;r den Zugang eines per Telefax &uuml;bersandten Schreibens kann im Einzelfall durch Vorlage eines Journals gef&uuml;hrt werden, in dem die fragliche &Uuml;bermittlung mit einem &quot;OK-Vermerk&quot; versehen ist. Dem steht nicht entgegen, dass ein &quot;OK-Vermerk&quot; unter Umst&auml;nden vorhanden ist, obwohl das Telefaxschreiben tats&auml;chlich nicht einwandfrei &uuml;bermittelt wurde.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/405.html 8 U 80/07 OLG Celle 19.06.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/402.html Sat, 01 Nov 2008 19:13:42 +0100 BGH: Keine Berücksichtigung von Abmahnkosten im Kostenfestsetzungsverfahren (Beschluss v. 02.10.2008 - I ZB 30/08) <p>1.&nbsp;Die im Vorfeld eines gerichtlichen Verfahrens entstandene Gesch&auml;ftsgeb&uuml;hr kann im Kostenfestsetzungsverfahren nicht ber&uuml;cksichtigt werden.&nbsp;&nbsp;Dementsprechend k&ouml;nnen weder die Kosten f&uuml;r eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung noch die f&uuml;r die vorprozessuale Abwehr von Anspr&uuml;chen entstandene Geb&uuml;hr Gegenstand einer Kostenfestsetzung nach &sect;&sect; 103, 104 ZPO sein.</p> <p>2. Auch wenn eine Gesch&auml;ftsgeb&uuml;hr&nbsp;nicht im Kostenfestsetzungsverfahren ber&uuml;cksichtigt werden kann,&nbsp;&nbsp;ist sie nach der Vorbemerkung&nbsp;3 Abs.&nbsp;4 VV RVG auf die sp&auml;tere Verfahrensgeb&uuml;hr des gerichtlichen Verfahrens anzurechnen, sofern sie denselben Gegenstand betrifft.&nbsp;F&uuml;r die Anrechnung ist ohne Bedeutung, ob die Gesch&auml;ftsgeb&uuml;hr auf materiell-rechtlicher Grundlage vom Prozessgegner zu erstatten und ob sie unstreitig, geltend gemacht, tituliert oder bereits beglichen ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/402.html I ZB 30/08 BGH 02.10.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/400.html Fri, 24 Oct 2008 15:41:51 +0200 AG Montabaur: Fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht bei DSL-Anschluss (Urteil v. 15.01.2008 - 15 C 195/07) Im Rahmen des &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;3 Nr.&nbsp;2 BGB ist&nbsp;zwischen teilbaren und unteilbaren Dienstleistungen zu unterscheiden: Der Ausschluss des Widerrufsrechts gilt nur bei unteilbaren Dienstleistungen. Bei teilbaren Dienstleistungen &ndash; insbesondere bei Dauerschuldverh&auml;ltnissen (z.&nbsp;B. bei einem Miet-, Provider- oder Mobilfunkvertrag)&nbsp;&ndash; ist es&nbsp;dem Unternehmer dagegen zuzumuten, den Vertrag bei Widerruf des Verbrauchers <em>ex nunc</em> zu beenden, sodass lediglich f&uuml;r die Vergangenheit eine R&uuml;ckabwicklung nicht stattfindet. http://www.lawcommunity.de/volltext/400.html 15 C 195/07 AG Montabaur 15.01.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/398.html Wed, 15 Oct 2008 05:44:36 +0200 OLG Zweibrücken: Keine Grundrechtsverletzung durch Providerauskunft (Beschluss v. 26.09.2008 - 4 W 62/08) <p>1.&nbsp;Das Bereitstellen von Multimediawerken wie Computerspielen zum Download in einer Tauschb&ouml;rse wird von &sect;&nbsp;19a UrhG erfasst und&nbsp;&nbsp;begr&uuml;ndet Anspr&uuml;che des Rechteinhabers auf Unterlassung und Schadensersatz.</p> <p>2.&nbsp;Es ist zweifelhaft, ob die Identit&auml;t desjenigen, der zu einem bestimmten Zeitpunkt Nutzer einer dynamischen IP-Adresse war, als &quot;Verkehrsdatum&quot; i.&nbsp;S. von &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;30 TKG einzuordnen ist. Denn allein die Mitteilung, wer sich zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt hinter&nbsp;einer bestimmten&nbsp;IP-Adresse verbarg, weist keinen wesentlichen Unterschied zu der Mitteilung auf, wem zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Telefonnummer zugeteilt war. Eine solche Mitteilung stellt indes nach allgemeiner Meinung lediglich die Mitteilung eines &quot;Bestandsdatums&quot; i.&nbsp;S. von &sect;&nbsp;3 Nr.&nbsp;3, &sect;&nbsp;111 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 TKG dar, weil ihr der Bezug zu einem konkreten Telekommunikationsvorgang fehlt.</p> <p>3.&nbsp;Die Mitteilung, wer zu einem bestimmten Zeitpunkt der Nutzer einer dynamischen IP-Adresse war, verletzt weder das Grundrecht des entsprechenden Anschlussinhabers auf Wahrung des Post- und Fernmeldegeheimnisses (Art.&nbsp;10 GG) noch sein Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung (Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 i.&nbsp;V. mit Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 GG), sofern dabei nicht auf Daten zugegriffen wird, die der Provider allein nach den neuen gesetzlichen Vorschriften zur &quot;Vorratsdatenspeicherung&quot; gespeichert&nbsp;hat.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/398.html 4 W 62/08 OLG Zweibrücken 26.09.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/396.html Fri, 26 Sep 2008 06:31:20 +0200 OLG Saarbrücken: Einstweilige Verfügung ohne vorherige Abmahnung (Beschluss v. 14.07.2008 - 1 W 99/08-19) <p>1.&nbsp;Eine hinreichende Veranlassung zur gerichtlichen Rechtsverfolgung ist regelm&auml;&szlig;ig zu verneinen, wenn ein Unterlassungsgl&auml;ubiger entgegen der grunds&auml;tzlichen Forderung des &sect;&nbsp;12 Abs.&nbsp;1 UWG sogleich den Erlass einer einstweiligen Verf&uuml;gung beantragt, ohne&nbsp;dass er dem Unterlassungsschuldner zuvor eine Abmahnung &uuml;bermittelt hat.</p> <p>2.&nbsp;Etwas anderes muss aber gelten, wenn es dem Unterlassungsgl&auml;ubiger nach den konkreten Umst&auml;nden des Falles aufgrund einer besonderen Dringlichkeit unzumutbar war, den Verletzer vor der Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe erst noch abzumahnen. Eine solche besondere Eilbed&uuml;rftigkeit kann etwa dann angenommen werden, wenn ein (drohender) Wettbewerbsversto&szlig; in dem Zeitpunkt, in dem er f&uuml;r den Unterlassungsgl&auml;ubiger erkennbar wird, aus dessen Sicht objektiv ohne die sofortige Inanspruchnahme gerichtlicher Hilfe mehr zu verhindern ist.</p> <p>3.&nbsp;Wer in seiner Werbung ein wettbewerbswidriges Verhalten angek&uuml;ndigt hat, kann sich regelm&auml;&szlig;ig nicht mit Erfolg drauf berufen, dass seine Ank&uuml;ndigung solange nicht h&auml;tte ernst genommen werden d&uuml;rfen, wie sie nicht auf besondere Nachfrage hin eigens best&auml;tigt worden sei.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/396.html 1 W 99/08-19 OLG Saarbrücken 14.07.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/391.html Tue, 09 Sep 2008 13:22:26 +0200 OLG Oldenburg: Keine Berufungseinlegung durch nicht signierte E-Mail (Beschluss v. 14.08.2008 - 1 Ws 465/08) <p>1.&nbsp;Durch eine unsignierte E-Mail kann eine Berufung nicht formwirksam eingelegt werden. Das gilt auch vor Inkrafttreten einer Verordnung, die es erlaubt, elektronische Dokumente bei den Gerichten und Staatsanwaltschaften einzureichen (vgl. &sect;&nbsp;41a Abs.&nbsp;2 StPO). Die Rechtsprechung zum Computerfax ist insoweit nicht entsprechend anwendbar.</p> <p>2.&nbsp;Ein Telefaxschreiben, das &uuml;ber einen Internetdienst an das Gericht gesendet wird, ist wie ein vom Absender selbst versandtes Computerfax zu behandeln. Grunds&auml;tzlich kann auf diese Weise deshalb auch ohne &uuml;bermittelten Namenszug ein Rechtsmittel formwirksam eingelegt werden. Die inhaltlichen Anforderungen an eine strafprozessuale Berufungsschrift sind jedoch nicht erf&uuml;llt, wenn in dem Faxschreiben nicht auf das angefochtene Urteil Bezug genommen wird, sondern sein Inhalt lediglich das Wort &quot;Berufung&quot; ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/391.html 1 Ws 465/08 OLG Oldenburg 14.08.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/389.html Tue, 26 Aug 2008 15:08:28 +0200 AG Hagen: Beweiswirkung einer Telefax-Sendebestätigung (Urteil v. 02.07.2008 - 16 C 68/08) Eine&nbsp;Telefax-Sendebest&auml;tigung, die keinen &Uuml;bertragungsfehler ausweist,&nbsp;erbringt den Beweis daf&uuml;r, dass eine Verbindung zwischen dem Sendeger&auml;t und dem Empfangsger&auml;t hergestellt wurde, und dass die &uuml;bermittelten Daten beim Empfangsger&auml;t angekommen sind (entgegen <em>BGH,</em> NJW 1995, 665&nbsp;ff.). http://www.lawcommunity.de/volltext/389.html 16 C 68/08 AG Hagen 02.07.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/388.html Sat, 16 Aug 2008 15:09:20 +0200 OLG Franfurt a. M.: Ersatz von Abmahnkosten (Urteil v. 09.02.2006 - 6 U 94/05) Auch&nbsp;ein gro&szlig;es Unternehmen mit eigener Rechtsabteilung kann unter bestimmten Umst&auml;nden die Kosten, die ihm durch die Einschaltung eines Rechtsanwalts f&uuml;r eine Vielzahl wettbewerbsrechtlicher Abmahnungen gegen einen Mitbewerber &nbsp;entstehen, ersetzt verlangen. http://www.lawcommunity.de/volltext/388.html 6 U 94/05 OLG Franfurt a. M. 09.02.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/387.html Fri, 15 Aug 2008 23:22:51 +0200 BGH: Ersatz von Abmahnkosten (Urteil v. 08.05.2008 - I ZR 83/06) M&ouml;chte ein Unternehmen einen wettbewerbsrechtlichen Unterlassungsanspruch geltend machen und beauftragt es deswegen einen Rechtsanwalt mit der Abmahnung, kann es grunds&auml;tzlich die dadurch entstehenden Kosten auch dann vom Verletzer ersetzt verlangen, wenn es &uuml;ber eine eigene Rechtsabteilung verf&uuml;gt. http://www.lawcommunity.de/volltext/387.html I ZR 83/06 BGH 08.05.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/384.html Sun, 10 Aug 2008 00:47:04 +0200 OLG Schleswig: Streitwert im einstweiligen Verfügungsverfahren in Wettbewerbssachen (Beschluss v. 27.05.2008 - 6 W 9/08) <p>1.&nbsp;Im Verfahren der einstweiligen Verf&uuml;gung, das ein Wettbewerber mit dem Ziel der Unterlassung betreibt, betr&auml;gt der Regelstreitwert 10.000&nbsp;&euro;. Die Verh&auml;ltnisse der beteiligten Unternehmen, die H&auml;ufigkeit und Intensit&auml;t der ger&uuml;gten Wettbewerbsverst&ouml;&szlig;e und die Auswirkungen m&ouml;glicher k&uuml;nftiger Verletzungshandlungen k&ouml;nnenllerdings k&ouml;nnen allerdings zu einer vom Regelstreitwert abweichenden Streitwertfestsetzung f&uuml;hren.</p> <p>2.&nbsp;Im einstweiligen Verf&uuml;gungsverfahren in Wettbewerbssachen liegt der Streitwert im Allgemeinen unter dem des Hauptsacheverfahrens. Eine Abweichung von diesem Grundsatz ist&nbsp;allenfalls denkbar, wenn das Eilverfahren erkennbar zugleich das Verfahren in der Hauptsache entbehrlich macht.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/384.html 6 W 9/08 OLG Schleswig 27.05.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/383.html Fri, 08 Aug 2008 22:37:41 +0200 OLG Stuttgart: Widerrufsbelehrung bei eBay (Beschluss v. 04.02.2008 - 2 U 71/07) <p>1.&nbsp;Eine Widerrufsbelehrung im Internet, in der nicht darauf hingewiesen wird, dass die Widerrufsfrist nach &sect;&sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, 355 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BGB nicht vor dem Zugang einer Widerrufsbelehrung in Textform beginnt, verst&ouml;&szlig;t gegen die Pflicht, zutreffend &uuml;ber die Bedingungen und Einzelheiten der Aus&uuml;bung des Widerrufs zu belehren &nbsp;(&sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 BGB i.&nbsp;V. mit &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 BGB-InfoV).</p> <p>2.&nbsp;Bei den Vorschriften, die die Belehrung des Verbrauchers &uuml;ber Widerrufsrechte regeln, handelt es sich um Marktverhaltensregelungen zum Schutze der Verbraucher, sodass eine unterbliebene, falsche oder unzureichende Belehrung nach &sect;&nbsp;4 Nr.&nbsp;11 UWG unlauter ist.</p> <p>3.&nbsp;Das blo&szlig;e Bereithalten einer im Internet einsehbaren Widerrufsbelehrung, die der Verbraucher herunterladen und/oder&nbsp;ausdrucken kann, gen&uuml;gt nicht den Anforderungen an eine Belehrung in Textform i.&nbsp;S. von &sect;&nbsp;355&nbsp;Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 i.&nbsp;V. mit &sect;&nbsp;126b BGB. Erforderlich ist vielmehr auch der Zugang der Belehrung in Textform. Das verlangt, dass der Verbraucher die Widerrufsbelehrung tats&auml;chlich auch herunterl&auml;dt und/oder ausdruckt,&nbsp;w&auml;hrend&nbsp;die blo&szlig; tempor&auml;re Zwischenspeicherung w&auml;hrend des Aufrufs der Seite nicht gen&uuml;gt.</p> <p>4.&nbsp;Eine Widerrufsbelehrung, die den irrigen Eindruck erweckt, eine Wertersatzpflicht des Verbrauchers k&ouml;nne allein durch die Ingebrauchnahme der Kaufsache eintreten, obwohl dies mangels rechtzeitiger Belehrung in Textform gerade nicht der Fall ist, verst&ouml;&szlig;t gegen die Pflicht zur klaren und verst&auml;ndlichen Belehrung &uuml;ber die Rechtsfolgen des Widerrufs (&sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1&nbsp;i.&nbsp;V. mit&nbsp;&sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 BGB-InfoV). Zumindest verst&ouml;&szlig;t diese Belehrung gegen das sich aus &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB ergebende Transparenzgebot.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/383.html 2 U 71/07 OLG Stuttgart 04.02.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/381.html Thu, 07 Aug 2008 22:45:41 +0200 BGH: Berufungsbegründung per E-Mail (Beschluss v. 15.07.2008 - X ZB 8/08) Eine Berufungsbegr&uuml;ndung ist in schriftlicher Form eingereicht, sobald dem Berufungsgericht ein Ausdruck der als Anhang einer elektronischen Nachricht &uuml;bermittelten, die vollst&auml;ndige Berufungsbegr&uuml;ndung enthaltenden Bilddatei (hier: PDF-Datei) vorliegt. Ist die Datei durch Einscannen eines vom Prozessbevollm&auml;chtigten unterzeichneten Schriftsatzes hergestellt, ist auch dem Unterschriftserfordernis des &sect;&nbsp;130 Nr.&nbsp;6 ZPO gen&uuml;gt. http://www.lawcommunity.de/volltext/381.html X ZB 8/08 BGH 15.07.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/379.html Thu, 07 Aug 2008 21:47:35 +0200 OLG Hamm: Beginn der Widerrufsfrist beim fernabsatzrechtlichen Widerrufsrecht (Beschluss v. 15.03.2007 - 4 W 1/07) Aus &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;2 BGB ergibt sich zwingend, dass die fernabsatzrechtliche Widerrufsfrist nicht vor Erhalt der Ware beginnen kann.&nbsp; Eine Widerrufsbelehrung im Internet, in der es lediglich hei&szlig;t, die Widerrufsfrist beginne &quot;fr&uuml;hestens mit Erhalt dieser Belehrung&quot;, ist deshalb unzutreffend und wettbewerbswidrig. Erhebliche Teile des angesprochenen Verkehrs werden n&auml;mlich davon ausgehen, dass bereits&nbsp;mit dem&nbsp;Lesen&nbsp;der im Internet vorhandenen Widerrufsbelehrung die Widerrufsfrist beginnt. Damit ist die Belehrung so ungen&uuml;gend, dass nicht von einem blo&szlig;en Bagatellversto&szlig; i.&nbsp;S. des &sect; 3 UWG ausgegangen werden kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/379.html 4 W 1/07 OLG Hamm 15.03.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/377.html Mon, 04 Aug 2008 16:37:57 +0200 KG: Bagatellverstoß in Impressum und Widerrufsbelehrung (Beschluss v. 11.04.2008 - 5 W 41/08) <p>1.&nbsp;Wird&nbsp;im Impressum einer GmbH&nbsp;&amp;&nbsp;Co.&nbsp;KG neben dem Nachnamen lediglich der abgek&uuml;rzte Vorname des Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Komplement&auml;rin angegeben, gen&uuml;gt dies zwar nicht den Anforderungen des &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 BGB-InfoV. Die unvollst&auml;ndige Angabe der von Rechts wegen erforderlichen Anbieterdaten ist jedoch nicht geeignet, den Wettbewerb zum Nachteil der Mitbewerber und Verbraucher mehr als nur unerheblich zu beeintr&auml;chtigen. Denn die vorschriftswidrige Abk&uuml;rzung des Vornamens verhindert im Normalfall nicht, dass die Gesellschaft unter Angabe der Firma &ndash; &quot;vertreten durch den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer&nbsp;&hellip;&quot; &ndash; verklagt werden kann.</p> <p>2.&nbsp;Ist ein Verbraucher &ndash; wie dies bei einem &uuml;ber die Internethandelsplattform eBay im Rahmen einer sog. Auktion abgeschlossenen Fernabsatzvertrag regelm&auml;&szlig;ig der Fall ist &ndash; nicht sp&auml;testens bei Vertragsschluss in Textform auf die Verpflichtung, Wertersatz im Fall der bestimmungsgem&auml;&szlig;en Ingebrauchnahme zu leisten, und eine M&ouml;glichkeit, dies zu vermeiden, hingewiesen worden, so kann er die Kaufsache nach &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB i.&nbsp;V. mit &sect;&nbsp;346 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 BGB bestimmungsgem&auml;&szlig; in Gebrauch nehmen, ohne dass er nach einem Widerruf f&uuml;r eine dadurch eingetretene Verschlechterung der Kaufsache Wertersatz schuldet.</p> <p>3.&nbsp;Eine in alle Einzelheiten gehende Darstellung der Rechtsfolgen des Widerrufs verfehlt ihren Informationszweck , weil sie der Verst&auml;ndnism&ouml;glichkeit und Auffassungsbereitschaft des durchschnittlichen, juristisch nicht vorgebildeten Verbrauchers nicht mehr gerecht wird, sondern eine &Uuml;berforderung&nbsp;sowohl des Verbrauchers als auch des Unternehmers&nbsp;darstellt, die der Gesetzgeber&nbsp;vermeiden wollte.&nbsp;Dem Informationsbed&uuml;rfnis des durchschnittlichen Verbrauchers wird eine zusammenfassende, sich auf die wesentlichen Rechte und Pflichten der Vertragsparteien konzentrierende Darstellung der Rechtsfolgen des Widerrufs weitaus gerechter.</p> <p>4.&nbsp;Derzeit kann lediglich ein Bagatellversto&szlig; i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;3 UWG vorliegen, wenn eine Widerrufsbelehrung zwar weitgehend der Musterwiderrufsbelehrung in der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;14 BGB-InfoV entspricht, verglichen mit der k&uuml;nftigen, ab dem 01.10.2008 g&uuml;ltigen Musterbelehrung aber L&uuml;cken aufweist. Denn dass der Verordnungsgeber in Kenntnis der erst k&uuml;nftig behobenen Informationsl&uuml;cke die Weiterverwendung des alten, l&uuml;ckenhaften Musters f&uuml;r einen &Uuml;bergangszeitraum zul&auml;sst, l&auml;sst darauf schlie&szlig;en, dass der Verordnungsgeber vor&uuml;bergehend das Vertrauen der Verwender, mit der Verwendungder bisher g&uuml;ltigen Musterwiderrufsbelehrung den gesetzlichen Anforderungen gen&uuml;gt zu haben, h&ouml;her bewertet als die Informationsinteressen der Verbraucher.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/377.html 5 W 41/08 KG 11.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/375.html Fri, 01 Aug 2008 21:00:15 +0200 LG Frankfurt a. M.: Verzögerte Umschaltung eines Telefonanschlusses (Urteil v. 11.06.2008 - 3-13 O 61/06) Eine Telefongesellschaft, die die Umschaltung des Festnetzanschlusses eines Kunden schuldhaft nur mit einer erheblichen Verz&ouml;gerung (hier: nahezu sieben Wochen) vornimmt, haftet f&uuml;r den Schaden, der dem Kunden dadurch entstanden ist, dass er &uuml;ber seinen Anschluss nicht verf&uuml;gen konnte. http://www.lawcommunity.de/volltext/375.html 3-13 O 61/06 LG Frankfurt a. M. 11.06.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/373.html Fri, 25 Jul 2008 12:19:23 +0200 LG Erfurt: Haftung für Links (Urteil v. 28.11.2002 - 2 HK O 373/02) Allein die Tatsache, dass auf einer Internetseite durch &quot;Links&quot; bestimmte Verkn&uuml;pfungen zu anderen Verb&auml;nden oder Unternehmen vorgenommen werden, erweckt bei den Verbrauchern generell den Eindruck, das der Hersteller der Internetseite zu den &quot;verlinkten&quot; Verb&auml;nden oder Unternehmen irgendeine gesch&auml;ftliche Beziehung hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/373.html 2 HK O 373/02 LG Erfurt 28.11.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/370.html Thu, 24 Jul 2008 11:39:13 +0200 OLG Koblenz: Asymmetrische Kündigungsfristen in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Urteil v. 30.10.2003 - 2 U 504/03) Eine Klausel in Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen, nach der ein Internetprovider Vertr&auml;ge mit einer Frist von vier Wochen k&uuml;ndigen kann, bei denen f&uuml;r den Kunden eine Mindestlaufzeit und eine K&uuml;ndigungsfrist von vier Wochen zum Ende dieser Laufzeit gelten, verst&ouml;&szlig;t gegen Treu und Glauben und ist unwirksam. http://www.lawcommunity.de/volltext/370.html 2 U 504/03 OLG Koblenz 30.10.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/368.html Tue, 22 Jul 2008 18:46:41 +0200 BGH: Fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht bei Kauf auf Probe (Versäumnisurteil v. 17.03.2004 - VIII ZR 265/03) Bei einem Kauf auf Probe beginnt die Widerrufsfrist des Verbrauchers nach &sect;&nbsp;312d BGB nicht vor dem Zeitpunkt, in dem der Kaufvertrag durch Billigung f&uuml;r diesen bindend geworden ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/368.html VIII ZR 265/03 BGH 17.03.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/366.html Sun, 20 Jul 2008 22:43:51 +0200 BGH: Fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht des Verbrauchers bei Internet-Auktion (Urteil v. 03.11.2004 - VIII ZR 375/03) Bei Kaufvertr&auml;gen zwischen einem gewerblichen Anbieter und einem Verbraucher, die im Rahmen einer sog. Internet-Auktion durch Angebot und Annahme gem. &sect;&sect;&nbsp;145 ff. BGB und nicht durch einen Zuschlag nach &sect;&nbsp;156 BGB zustande kommen, ist das Widerrufsrecht des Verbrauchers nicht nach &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;4 Nr.&nbsp;5 BGB ausgeschlossen. http://www.lawcommunity.de/volltext/366.html VIII ZR 375/03 BGH 03.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/364.html Sun, 20 Jul 2008 14:34:49 +0200 BGH: Deaktivierungsgebühr bei Mobilfunkverträgen (Urteil v. 18.04.2002 - III ZR 199/01) Klauseln in Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen eines Telekommunikationsdienstleistungsunternehmens, in denen f&uuml;r das Stillegen des Telefonanschlusses ein Entgelt gefordert wird (Deaktivierungsgeb&uuml;hr), versto&szlig;en gegen &sect;&nbsp;9 AGBG (&sect;&nbsp;307 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;1 BGB n.&nbsp;F.). http://www.lawcommunity.de/volltext/364.html III ZR 199/01 BGH 18.04.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/362.html Sun, 20 Jul 2008 12:42:37 +0200 LAG Niedersachsen [Hannover]: Rückzahlung von Fortbildungskosten (Urteil v. 06.08.2002 - 13 Sa 374/02) Eine Verpflichtung zur R&uuml;ckzahlung von Fortbildungskosten &ndash; hier bzgl. eines Seminars, das Kenntnisse &uuml;ber die Installation eines Betriebssystems vermittelt &ndash; besteht auch im Falle einer Eigenk&uuml;ndigung des Arbeitnehmers nicht, wenn die Kursteilnahme zur Erf&uuml;llung der innerbetrieblichen Aufgaben des Arbeitnehmers sinnvoll ist, sie aber nicht zur Erlangung einer besondere Qualifikation f&uuml;hrt, die am Arbeitsmarkt f&uuml;r eine h&ouml;her qualifizierte und besser bezahlte Position ohne Weiteres genutzt werden kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/362.html 13 Sa 374/02 LAG Niedersachsen [Hannover] 06.08.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/360.html Wed, 16 Jul 2008 11:58:09 +0200 KG: Rechtsmissbräuchliche Geltendmachung wettbewerbsrechtlicher Ansprüche (Beschluss v. 08.07.2008 - 5 W 34/08) <p>1.&nbsp;Von einem Missbrauch i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;4 UWG ist auszugehen, wenn das beherrschende Motiv des Gl&auml;ubigers bei der Geltendmachung eines Unterlassungsanspruchs sachfremde Ziele sind. Dabei setzt die Annahme eines Missbrauchs nicht voraus, dass die Rechtsverfolgung ohne jedwede wettbewerbsrechtlichen Interessen betrieben wird; denn&nbsp;&nbsp;ein Fehlen oder vollst&auml;ndiges Zur&uuml;cktreten legitimer wettbewerbsrechtlicher Absichten hinter den vom Gesetzgeber missbilligten Zielen ist nicht erforderlich. Ausreichend ist vielmehr, dass die sachfremden Ziele &uuml;berwiegen.</p> <p>2.&nbsp;Eine erhebliche Zahl von Verfahren,&nbsp;in denen&nbsp;wettbewerbsrechtliche Unterlassungsanspr&uuml;che verfolgt werden, reicht&nbsp; f&uuml;r sich genommen nicht aus, um auf einen Rechtsmissbrauch i.&nbsp;S. &sect;&nbsp;8 &nbsp;Abs.&nbsp;4 UWG zu schlie&szlig;en. Rechtsmissbrauch i. S. von &sect; 8 Abs. 4 UWG ist aber anzunehmen, wenn ein Rechtsanwalt den Auftraggeber ganz oder teilweise vom Kostenrisiko freistellt. Gleiches muss gelten, wenn im Zusammenwirken von Rechtsanwalt und Prozessfinanzierer dem Mandanten eine kostenfreie Verfolgung von Unterlassungsanspr&uuml;chen nebst einer Profitm&ouml;glichkeit (hier: aus anfallenden Vertragsstrafen) angeboten wird. Bei einem solchen Modell der Rechtsverfolgung steht zu vermuten, dass die Anspr&uuml;che weniger aus Gr&uuml;nden des Wettbewerbs geltend gemacht werden als zur Erzielung von Einnahmen des Gl&auml;ubigers und seines Anwalts.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/360.html 5 W 34/08 KG 08.07.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/358.html Sat, 12 Jul 2008 09:22:44 +0200 OLG Franfurt a. M.: Störerhaftung durch Betrieb eines ungesicherten WLAN-Netzes (Urteil v. 01.07.2008 - 11 U 52/07) Der Betreiber eines privaten WLAN-Anschlusses haftet nicht generell als St&ouml;rer wegen der abstrakten Gefahr, dass ihm unbekannte Dritte diesen Anschluss &quot;von au&szlig;en&quot; missbrauchen.&nbsp;Eine St&ouml;rerhaftung kommt vielmehr erst in Betracht, wenn der Anschlussinhaber unt&auml;tig bleibt, obwohl er konkrete Anhaltspunkte f&uuml;r einen Missbrauch seines Anschlusses hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/358.html 11 U 52/07 OLG Franfurt a. M. 01.07.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/357.html Wed, 09 Jul 2008 11:15:58 +0200 LG Koblenz: Schuldnerverzeichnis im Internet (Urteil v. 17.04.2008 - 1 O 484/07 ) <p>1.&nbsp;Die Ver&ouml;ffentlichung pers&ouml;nlichen Daten (Name, Geburtstag, Anschrift und E-Mail-Adresse) innerhalb eines &quot;Schuldnerverzeichnisses&quot; im Internet stellt eine Verletzung des allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrechts in Gestalt des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung dar.</p> <p>2.&nbsp;Dies gilt umso mehr, wenn die angeblichen Schuldner durch die Anprangerung im Internet unter Druck gesetzt werden sollen, indem ihnen suggeriert wird, das Verzeichnis s&auml;umiger Schuldner stehe&nbsp;Dritten (z.&nbsp;B. Telekommunikationsunternehmen) zur Verf&uuml;gung. Hierdurch wird der Eindruck erweckt, die eingetragenen angeblichen Schuldner m&uuml;ssten k&uuml;nftig mit Nachteilen im elektronischen Gesch&auml;ftsverkehr rechnen, wenn sie nicht umgehend ihre angeblichen Schulden begleichen. Eine solche negative Darstellung des einzelnen Schuldners im Internet w&auml;re selbst dann nicht gerechtfertigt, wenn die Schulden tats&auml;chlich bestehen w&uuml;rden.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/357.html 1 O 484/07 LG Koblenz 17.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/356.html Sun, 29 Jun 2008 15:45:34 +0200 AG Burgwedel: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 07.02.2008 - 70 C 161/06) <p>1.&nbsp;Die Zusendung einer unverlangten E-Mail zu Werbezwecken an eine Gewerbetreibenden stellt aufgrund der damit verbundenen Bel&auml;stigung f&uuml;r den Empf&auml;nger einen Eingriff in seinen Gewerbebetrieb dar, den er nicht hinnehmen muss, sofern nicht ausnahmsweise aufgrund konkreter tats&auml;chlicher Umst&auml;nde ein sachliches Interesse des Empf&auml;ngers an dem Erhalt der Werbemail vermutet werden kann. Dem Empf&auml;nger derartiger Werbemails steht deshalb gegen den Versender ein Unterlassungsanspruch gem. &sect;&sect;&nbsp;823, 1004 BGB zu.</p> <p>2.&nbsp;Der Streitwert &ndash; hier: in H&ouml;he von 500&nbsp;&euro; &ndash; dieses Unterlassungsanspruchs orientiert sich nicht an einem einem etwaigen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden, der durch&nbsp;unerlaubte E-Mail-Werbung m&ouml;glicherweise verursacht wird, sondern lediglich an dem Interesse des&nbsp;Empf&auml;ngers im Einzelfall, durch entsprechende Werbung nicht bel&auml;stigt zu werden. Diese Bel&auml;stigung&nbsp;kann&nbsp;im Einzelfall als verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig geringf&uuml;gig anzusehen sein, so z. B. wenn der Empf&auml;nger die M&ouml;glichkeit hatte, &uuml;ber einen entsprechenden Link in einer Werbemail&nbsp;eine Zusendung&nbsp;weiterer Werbemails auf einfache Art und Weise zu unterbinden.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/356.html 70 C 161/06 AG Burgwedel 07.02.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/355.html Sun, 29 Jun 2008 11:33:22 +0200 AG Berlin - Mitte: Unverlangte E-Mail Werbung -- Double-Opt-In-Verfahren (Urteil v. 11.06.2008 - 21 C 43/08) <p>Das so genannte Double-Opt-In-Verfahren ist geeignet und ausreichend, um einen Missbrauch von E-Mail-Adressen Dritter zu verhindern. Zwar erh&auml;lt der Empf&auml;nger auch bei diesem Verfahren jedenfalls eine ungewollte E-Mail. Diese&nbsp;ist aber jedenfalls dann, wenn sie inhaltlich so neutral gestaltet ist, dass ein werbender Charakter entf&auml;llt, keine unzumutbare Bel&auml;stigung i.&nbsp;S. von &sect;&sect; 823, 1004 BGB (vgl. {doklink id=223 text=&quot;<em>AG M&uuml;nchen,</em> Urt. v. 30.11.2006 &ndash; 161 C 29330/06&quot;}).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/355.html 21 C 43/08 AG Berlin - Mitte 11.06.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/354.html Wed, 25 Jun 2008 10:57:18 +0200 LG Düsseldorf: Rechtswidrige Verwendung eines Fotos innerhalb einer eBay-Auktion (Urteil v. 19.03.2008 - 12 O 416/06) <p>1.&nbsp;Derjenige, der eine Fotografie (hier: im Rahmen eines eBay-Angebots) rechtswidrig verwendet, hat dem Inhaber des ausschlie&szlig;lichen Nutzungsrechts gem. &sect;&nbsp;97 Abs.&nbsp;1 UrhG als Schadenersatz eine angemessene Lizenzgeb&uuml;hr zu zahlen, deren H&ouml;he kann nach den Grunds&auml;tzen der Lizenzanalogie ermittelt werden kann. Als &quot;angemessen&quot; gilt danach die Lizenzgeb&uuml;hr, die verst&auml;ndige Vertragspartner zum Zeitpunkt des rechtswidrigen Eingriffs vereinbart h&auml;tten. Unerheblich ist, ob der Verletzte tats&auml;chlich eine entsprechende Nutzungseinbu&szlig;e erlitten hat; ein konkreter Schaden ist nicht erforderlich.</p> <p>2.&nbsp;Im Rahmen der Schadensbemessung k&ouml;nnen gem. &sect;&nbsp;287 ZPO zur Ermittlung der &uuml;blichen Verg&uuml;tung die Honorarempfehlungen der <em>Mittelstandsgemeinschaft Foto-Marketing</em> (MFM) herangezogen werden. Dabei ist zu ber&uuml;cksichtigen, dass Bilder bei eBay zwar 90&nbsp;Tage lang abgerufen werden k&ouml;nnen, eine &quot;gew&ouml;hnliche&quot; eBay-Auktion aber nur ein bis zwei Wochen dauert. Insofern beschr&auml;nkt sich der wirtschaftliche Vorteil, den der Lizenznehmer durch die Pr&auml;sentation seines Produktes mithilfe&nbsp;eines Fotos erlangt, auf die Laufzeit des Angebots. Er erstreckt sich dagegen nicht auf die 90&nbsp;Tage, in denen das Foto theoretisch weiter abrufbar ist.</p> <p>3.&nbsp;Eine unterlassene Urheberbezeichnung (&sect;&nbsp;13 Satz&nbsp;1 UrhG) rechtfertigt einen Zuschlag von 100&nbsp;% auf die &uuml;bliche Lizenzgeb&uuml;hr. Dieser ist rechtlich als Vertragsstrafe einzuordnen, sodass die Erh&ouml;hung neben die fiktive Lizenzgeb&uuml;hr tritt, ohne dass eine Verquickung von Schadensberechnungen gegeben w&auml;re.</p> <p>4.&nbsp;Das Recht aus &sect;&nbsp;13 Satz&nbsp;1 UrhG&nbsp;ist unaufl&ouml;slich mit dem Rechtstr&auml;ger verbunden, kann also nicht &uuml;bertragen werden. Auch eine vertragliche Vorausabtretung etwaiger Anspr&uuml;che w&auml;re unwirksam. Die Einr&auml;umung eines ausschlie&szlig;lichen Nutzungsrechts berechtigt den Nutzungsberechtigten folglich nicht ohne Weiteres, auch den Zuschlag wegen der unterbliebenen Urheberbenennung geltend zu machen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/354.html 12 O 416/06 LG Düsseldorf 19.03.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/352.html Fri, 20 Jun 2008 14:46:16 +0200 OLG Koblenz: Bagatellverstoß durch fehlende Angabe der Aufsichtsbehörde im Impressum (Urteil v. 25.04.2006 - 4 U 1587/05) <p>1.&nbsp;&sect;&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 TDG&nbsp;(= &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 TMG), wonach Diensteanbieter f&uuml;r gesch&auml;ftsm&auml;&szlig;ige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien Angaben zur zust&auml;ndigen Aufsichtsbeh&ouml;rde verf&uuml;gbar zu halten haben, soweit der Dienst im Rahmen einer T&auml;tigkeit angeboten oder erbracht wird, die der beh&ouml;rdlichen Zulassung bedarf, ist auch dazu bestimmt, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln.</p> <p>2.&nbsp;Die f&uuml;r die Erteilung&nbsp;einer Gewerbeerlaubnis nach &sect;&nbsp;34c Abs. 1 Nr.&nbsp;1 GewO zust&auml;ndige Beh&ouml;rde ist als Aufsichtsbeh&ouml;rde i. S. von &sect; 6 Satz 1 Nr. 3 TDG (= &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 TMG) anzusehen, weil sich ihre T&auml;tigkeit nicht&nbsp;auf die einmalige Erlaubniserteilung beschr&auml;nkt, sondern sie auch nachtr&auml;glich pr&uuml;fen muss, ob ein Widerruf der Gewerbeerlaubnis wegen Wegfalls der f&uuml;r die Erteilung erforderlichen Voraussetzungen oder eine Gewerbeuntersagung wegen Unzuverl&auml;ssigkeit geboten ist.</p> <p>3.&nbsp;Fehlt die nach &sect;&nbsp;6 Satz&nbsp;1 Nr. 3 TDG (= &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr. 3 TMG) vorgeschriebene Angabe der zust&auml;ndigen Aufsichtsbeh&ouml;rde, kann nicht ohne Weiteres eine erhebliche Wettbewerbsbeeintr&auml;chtigung zum Nachteil der Verbraucher angenommen werden, zumal diese auch ohne Schwierigkeiten auf anderem Weg&nbsp;erfahren k&ouml;nnen, welche Aufsichtsbeh&ouml;rde zust&auml;ndig ist.&nbsp;Der klagende Mitbewerber hat deshalb die Tatsachen darzulegen und ggf. zu beweisen, aus denen sich ergibt, dass die beanstandete Wettbewerbshandlung geeignet ist, den Wettbewerb zum Nachteil der Mitbewerber, der Verbraucher oder der sonstigen Marktteilnehmer nicht nur unerheblich zu beeintr&auml;chtigen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/352.html 4 U 1587/05 OLG Koblenz 25.04.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/351.html Wed, 18 Jun 2008 14:08:06 +0200 LG Frankenthal (Pfalz): Verwertungsverbot für IP-Adresse im Zivilverfahren (Beschluss v. 21.05.2008 - 6 O 156/08) <p>1.&nbsp;Bei einer dynamischen IP-Adresse handelt es sich nicht um ein Bestands-, sondern um ein Verkehrsdatum, f&uuml;r das ein strenger Schutz besteht und das insbesondere dem Fernmeldegeheimnis (Art. 10 Abs.&nbsp;1 GG)&nbsp;unterliegt.</p> <p>2.&nbsp;Eine &Uuml;bermittlung von Verkehrsdaten an staatliche Beh&ouml;rden kommt u.&nbsp;a. nur dann in Betracht, wenn Gegenstand des Ermittlungsverfahrens eine schwere Straftat i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;100a Abs.&nbsp;2 StPO ist. Fehlt es daran &ndash; wie z.&nbsp;B. beim Verdacht einer Urheberrechtsverletzung &ndash;, d&uuml;rfen Verkehrsdaten grunds&auml;tzlich nicht abgerufen und &uuml;bermittelt werden, weil bereits in dem Abruf der Daten ein schwer wiegender und irreparabler Eingriff in das Grundrecht aus Art. 10 Abs.&nbsp;1 GG liegt. F&uuml;r eine Rechtfertigung eines solchen Eingriffs reicht es nicht aus, dass Beweismittel zur Durchsetzung zivilrechtlicher Anspr&uuml;che&nbsp;gesichert werden sollen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/351.html 6 O 156/08 LG Frankenthal (Pfalz) 21.05.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/349.html Sun, 15 Jun 2008 11:23:47 +0200 KG: Telefonnummer in Widerrufsbelehrung (Beschluss v. 07.09.2007 - 5 W 266/07) <p>1.&nbsp;Die Angabe einer Telefonnummer in einer Widerrufsbelehrung kann die Gefahr bergen, dass der Verbraucher den Inhalt der Widerrufsbelehrung irrt&uuml;mlich dahin versteht, er k&ouml;nne sein Widerrufsrecht auch telefonisch aus&uuml;ben. Die Angabe der Telefonnummer ist dann geeignet, den Leser von dem zutreffenden Inhalt der Widerrufsbelehrung abzulenken, und sie verletzt deshalb das Deutlichkeitsgebot des &sect; 355 Abs. 2 Satz 1 BGB (<em>OLG Frankfurt/M., </em>Urt. v. 17.06.2004 &ndash; 6 U 158/03).</p> <p>2.&nbsp;Wendet sich ein Unternehmer mit seinem deutschsprachigen Internetauftritt unter der Top-Level-Domain &quot;de&quot; f&uuml;r den Verkauf von Waren in aller erster Linie an Inl&auml;nder, werden diese &uuml;ber die im Inland geltenden Versandkosten ausreichend informiert, und ist der Versand ins Ausland ein seltener Ausnahmefall, so liegt lediglich ein Bagatellversto&szlig; i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;3 UWG vor, wenn der Unternehmer nicht &uuml;ber die f&uuml;r das Ausland geltenden Versandkosten informiert.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/349.html 5 W 266/07 KG 07.09.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/347.html Sat, 14 Jun 2008 21:18:55 +0200 BGH: Einbeziehung Allgemeiner Geschäftsbedingungen im Internet (Urteil v. 14.06.2006 - I ZR 75/03) F&uuml;r die M&ouml;glichkeit der Kenntnisverschaffung kann es gen&uuml;gen, wenn bei einer Bestellung &uuml;ber das Internet die Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen des Anbieters &uuml;ber einen auf der Bestellseite gut sichtbaren Link aufgerufen und ausgedruckt werden k&ouml;nnen. http://www.lawcommunity.de/volltext/347.html I ZR 75/03 BGH 14.06.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/346.html Thu, 12 Jun 2008 18:27:28 +0200 LG Lübeck: Telefonnummer in Widerrufsbelehrung (Urteil v. 22.04.2008 - 11 O 9/08) <p>1.&nbsp;Die Angabe einer Telefonnummer in einer Widerrufserkl&auml;rung kann die Gefahr bergen, dass der Verbraucher den Inhalt der Widerrufserkl&auml;rung irrt&uuml;mlich dahin versteht, er k&ouml;nne sein Widerrufsrecht auch telefonisch aus&uuml;ben. Diese Gefahr besteht allerdings nicht, wenn&nbsp;in der&nbsp;Widerrufsbelehrung klargestellt wird, dass der Widerruf in Textform zu erfolgen hat. Unter diesen Umst&auml;nden ist jedem Verbraucher klar, dass die Angabe der Telefonnummer nicht zur Aus&uuml;bung des&nbsp;Widerrufrechts selbst verhelfen, sondern nur diesbez&uuml;gliche R&uuml;ckfragen erleichtern soll.</p> <p>2.&nbsp;Ein unerheblicher Wettbewerbsversto&szlig; i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;3 UWG ist dann anzunehmen, wenn die unlautere Wettbewerbshandlung lediglich geeignet ist, irgendeinen geringf&uuml;gigen Wettbewerbsvorsprung zu begr&uuml;nden.</p> <p>3.&nbsp;Indiz f&uuml;r die Rechtsmissbr&auml;uchlichkeit einer Abmahnung i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;4 UWG&nbsp;kann eine umfangreiche Abmahnt&auml;tigkeit sein, die sich verselbst&auml;ndigt hat&nbsp;und in keinem vern&uuml;nftigen Verh&auml;ltnis zur eigentlichen Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit steht. Auch eine gro&szlig;er zeitlicher Abstand zwischen zwischen einer Abmahnung und dem ihr folgenden Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verf&uuml;gung kann auf eine rechtsmissbr&auml;uchliche Abmahnung hindeuten.&nbsp;</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/346.html 11 O 9/08 LG Lübeck 22.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/344.html Tue, 10 Jun 2008 02:31:14 +0200 LG Mönchengladbach: Pfändung von Internet-Domains (Beschluss v. 22.09.2004 - 5 T 445/04) Die Unpf&auml;ndbarkeit einer Internet-Domain kann sich in analoger Anwendung des &sect;&nbsp;811 Nr.&nbsp;5 ZPO daraus ergeben, dass eine Domain zur Fortsetzung der Erwerbst&auml;tigkeit des Schuldners erforderlich ist. Das ist allerdings nur dann der Fall, wenn sich die Domain im Rechtsverkehr durchgesetzt hat, sodass sie nicht mehr ohne Weiteres gegen eine andere ausgetauscht werden kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/344.html 5 T 445/04 LG Mönchengladbach 22.09.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/343.html Thu, 05 Jun 2008 22:32:03 +0200 AG Bonn: Anspruch auf Kostenerstattung bei unberechtigter Abmahnung (Urteil v. 29.04.2008 - 2 C 525/07) <p>1.&nbsp;Im Falle einer unberechtigten Abmahung ist der Abmahnende dem Abgemahnten gem. &sect;&nbsp;678 BGB zum Schadensersatz verpflichtet, wenn ihm ein sog. &Uuml;bernahmeverschulden zur Last f&auml;llt. Dies ist insbesondere gegeben, wenn der Abmahnende eine nicht zumindest vertretbare Rechtsauffassung vertritt.</p> <p>2. Wird im Impressum einer Internetseite zwar die zust&auml;ndige Aufsichtsbeh&ouml;rde (vgl. &sect; 5 Abs.&nbsp;1 Nr. 3 TMG), nicht aber deren Anschrift genannt, so liegt allenfalls eine i.&nbsp;S. des &sect; 3 UWG unerhebliche Wettbewerbsbeeintr&auml;chtigung vor.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/343.html 2 C 525/07 AG Bonn 29.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/342.html Thu, 05 Jun 2008 18:29:39 +0200 LG Hamburg: Beweislast bei File-Sharing (Urteil v. 14.03.2008 - 308 O 76/07) <p>1.&nbsp;Ein&nbsp;Tontr&auml;gerhersteller, der nach eigenen Angaben die ausschlie&szlig;lichen Verwertungsrechte an bestimmten Musikaufnahmen innehat, hat im Rahmen einer Unterlassungsklage die Darlegungs- und Beweislast daf&uuml;r, dass der Beklagte die Aufnahmen &uuml;ber ein Filesharing-System der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht und so die Rechte des Herstellers widerrechtlich verletzt hat.</p> <p>2. Die blo&szlig;e Vorlage von Ausdrucken, die ein privater Ermittler angefertigt hat, reicht hierzu auch dann nicht aus, wenn die ermittelte IP-Adresse nach Auskunft der Staatsanwaltschaft zum streitgegenst&auml;ndlichen Zeitpunkt dem Beklagten zugeordnet war.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/342.html 308 O 76/07 LG Hamburg 14.03.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/340.html Thu, 05 Jun 2008 17:06:16 +0200 OLG Hamburg: Annahme unfreier Pakete im Fernabsatz (Beschluss v. 24.01.2008 - 3 W 7/08) <p>1.&nbsp;Bei Fernabsatzvertr&auml;gen ist der Unternehmer verpflichtet, den Verbraucher klar und verst&auml;ndlich u.&nbsp;a. &uuml;ber die Rechtsfolgen des Widerrufs- und R&uuml;ckgaberechts zu informieren. Dazu geh&ouml;rt eine zutreffende Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Kosten der R&uuml;cksendung der Ware. </p> <p>2.&nbsp;Eine Belehrung, wonach im Falle eines fernabsatzrechtlichen Widerrufs unfreie R&uuml;cksendungen grunds&auml;tzlich nicht angenommen werden, verst&ouml;&szlig;t gegen &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BGB.</p> <p>3.&nbsp;Die Verwendung einer gesetzwidrigen Widerrufsbelehrung ber&uuml;hrt wesentliche Belange der Verbraucher und begr&uuml;ndet regelm&auml;&szlig;ig die Gefahr, dass der die Rechtslage nicht &uuml;berblickende Verbraucher von der Aus&uuml;bung seines Widerrufsrechts abgehalten wird. Eine solche Belehrung ist deshalb geeignet, den Wettbewerb zum Nachteil der Mitbewerber, der Verbraucher oder der sonstigen Marktteilnehmer nicht nur unerheblich zu beeinflussen (&sect;&nbsp;3 UWG).</p> <p>4.&nbsp;Die Bitte eines Onlineh&auml;ndlers, R&uuml;cksendung zur Vermeidung unn&ouml;tigen Strafportos ordnungsgem&auml;&szlig; zu frankieren, ist allenfalls zul&auml;ssig, wenn der Verbraucher gleichzeitig dar&uuml;ber aufgekl&auml;rt wird, dass von Gesetzes wegen der Unternehmer zur Kostentragung verpflichtet ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/340.html 3 W 7/08 OLG Hamburg 24.01.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/338.html Thu, 05 Jun 2008 09:48:57 +0200 OLG Hamburg: Urteilsveröffentlichung im Internet (Beschluss v. 09.07.2007 - 7 W 56/07) Die Ver&ouml;ffentlichung eines Urteils im Internet unter voller Namensnennung einer Partei ist&nbsp;unzul&auml;ssig, wenn kein &ouml;ffentliches Informationsinteresse besteht, sondern die Herabsetzung der namentlich genannten Partei im Vordergrund der Ver&ouml;ffentlichung steht. http://www.lawcommunity.de/volltext/338.html 7 W 56/07 OLG Hamburg 09.07.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/333.html Tue, 03 Jun 2008 16:12:22 +0200 BGH: Individualisierung eines Computerprogramms im Klageantrag (Urteil v. 22.11.2007 - I ZR 12/05 ) Steht nicht eindeutig fest, welches Computerprogramm mit einer bestimmten Bezeichnung gemeint ist, sind die sich auf ein solches Computerprogramm beziehenden Klageantr&auml;ge auf Auskunftserteilung und Rechnungslegung sowie auf Feststellung der Schadensersatzpflicht&nbsp;&ndash; ebenso wie entsprechende Unterlassungsantr&auml;ge &ndash; grunds&auml;tzlich nur dann hinreichend bestimmt, wenn sie den Inhalt dieses Computerprogramms auf andere Weise so beschreiben, dass Verwechslungen mit anderen Computerprogrammen soweit wie m&ouml;glich ausgeschlossen sind. Dabei kann die gebotene Individualisierung des Computerprogramms durch Bezugnahme auf Programmausdrucke oder Programmtr&auml;ger erfolgen. http://www.lawcommunity.de/volltext/333.html I ZR 12/05 BGH 22.11.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/330.html Fri, 30 May 2008 19:35:02 +0200 OLG Hamburg: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 29.11.2006 - 5 U 79/06) An das Vorliegen der nach &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UWG erforderlichen Einwilligung des Empf&auml;ngers in den Erhalt von E-Mail-Werbung sind strenge Anforderungen zu stellen. Die Darlegungs- und Beweislast f&uuml;r den Rechtfertigungsgrund der Einwilligung tr&auml;gt der Werbende. Er hat geeignete Vorkehrungen zu treffen, jederzeit das Vorliegen einer Einwilligung darlegen und beweisen zu k&ouml;nnen. http://www.lawcommunity.de/volltext/330.html 5 U 79/06 OLG Hamburg 29.11.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/328.html Fri, 30 May 2008 05:25:52 +0200 OLG Hamm: Bestimmtheit des Klageantrages bei unverlangter E-Mail-Werbung (Urteil v. 16.10.2007 - 4 U 91/07) <p>1.&nbsp;Zur Bestimmtheit des Klageantrags bei&nbsp;unverlangter E-Mail-Werbung</p> <p>2.&nbsp;Das Verbot des &sect; 7 Abs.&nbsp;2 Nr. 3 UWG kn&uuml;pft unabh&auml;ngig von der inhaltlichen Komponente allein an an die fehlende Einwilligung hinsichtlich der auf elektronischem Wege geschickten Werbung.&nbsp;Nicht das Produkt als solches ist ma&szlig;geblich f&uuml;r die Beurteilung des f&uuml;r die Verletzung Charakteristischen, sondern die bel&auml;stigende Art der &Uuml;bermittlung. Deshalb spielt z.&nbsp;B. keine Rolle,&nbsp;eine E-Mail dem Empf&auml;nger die Werbung unmittelbar zur Kenntnis bringt, oder ob dies indirekt durch eine vorgeschaltete Werbung f&uuml;r ein Gewinnspiel geschieht.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/328.html 4 U 91/07 OLG Hamm 16.10.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/325.html Tue, 27 May 2008 16:49:23 +0200 OLG Hamburg: Streitwert bei E-Mail-Werbung (Beschluss v. 11.10.2007 - 14 W 66/07) <p>1.&nbsp;Die Streitwertfestsetzung f&uuml;r einen gegen unverlangte E-Mail-Werbung gerichteten Unterlassungsanspruch orientiert sich an dem Interesse des Gl&auml;ubigers&nbsp; durch die E-Mail-Werbung&nbsp; des Schuldners nicht bel&auml;stigt zu werden (vgl. {doklink id=43 text=&quot;<em>BGH,</em> Beschl. v. 30.11.2004 &ndash; VI ZR 65/04&quot;}). Ein wichtiges Indiz f&uuml;r die konkrete Bezifferung des verfolgten Interesses sind grunds&auml;tzlich die eigenen Angaben des Verletzten bei Verfahrenseinleitung.</p> <p>2.&nbsp;F&uuml;r das Interesse des Verletzten kann hingegen nicht darauf abgestellt werden, mit welchen Kosten die Auswirkungen eines potenziellen fortgesetzten rechtswidrigen Handelns der Werbenden minimiert oder sogar g&auml;nzlich vermieden werden k&ouml;nnen.Entscheidend f&uuml;r die Streitwertbemessung muss vielmehr sein, welche Interessen des Unterlassungsgl&auml;ubigers bei Fortsetzung der unerlaubten Handlungsweise durch den Antragsgegner beeintr&auml;chtigt w&auml;ren. Dieses Interesse ersch&ouml;pft sich nicht darin, keine Arbeitszeit mehr f&uuml;r das Aussortieren unerw&uuml;nschter E-Mails aufwenden zu m&uuml;ssen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/325.html 14 W 66/07 OLG Hamburg 11.10.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/324.html Mon, 26 May 2008 16:58:08 +0200 AG Altötting: Abmahnung bei unverlangter E-Mail-Werbung – Kostenersatz (Urteil v. 20.05.2008 - 2 C 108/08) <p>1.&nbsp;Schon die einmalige &Uuml;bersendung einer unerw&uuml;nschten E-Mail werbenden Inhalts l&ouml;st regelm&auml;&szlig;ig einen Unterlassungsanspruch&nbsp;des Empf&auml;ngers aus&nbsp;(&sect;&nbsp;823 Abs.&nbsp;1 BGB i.&nbsp;V. mit &sect;&nbsp;1004 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB analog).</p> <p>2.&nbsp;F&uuml;r diesen Anspruch kann ein Streitwert von 3.000&nbsp;&euro; bereits dann angenommen werden, wenn die aus der E-Mail resultierende Bel&auml;stigung nur verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig geringf&uuml;gig ist (vgl. {doklink id=43 text=&quot;<em>BGH,</em> Beschl. v. 30.11.2004 &ndash; VI ZR 65/04&quot;}).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/324.html 2 C 108/08 AG Altötting 20.05.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/322.html Sun, 25 May 2008 02:53:20 +0200 KG: Fehlender Hinweis auf Pflicht zur Gefahrtragung in Widerrufsbelehrung (Beschluss v. 16.11.2007 - 5 W 341/07) <p>1.&nbsp;Nach &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BGB hat der Unternehmer die Gefahr der R&uuml;cksendung auch dann zu tragen, und&nbsp;wenn er von der in &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 BGB vorgesehenen M&ouml;glichkeit,&nbsp;&nbsp;die Kosten der R&uuml;cksendung unter den dort genannten Voraussetzungen dem Verbraucher aufzuerlegen, Gebrauch macht.</p> <p>2.&nbsp;Eine Belehrung &uuml;ber die Folgen eines fernabsatzrechtlichen Widerrufs, die keinen Hinweis darauf enth&auml;lt, dass im Falle eines Widerrufs der Verk&auml;ufer die Gefahr der R&uuml;cksendung tr&auml;gt, ist nicht unlauter, wenn auf der Grundlage des &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;3 BGB die &Uuml;bernahme der Versandkosten durch den Verbraucher vereinbart ist. Jedenfalls aber w&auml;re ein Versto&szlig; gegen &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1, Abs.&nbsp;2 BGB insoweit nicht geeignet, den Wettbewerb i.&nbsp;S. von &sect; 3 UWG mehr als nur unerheblich zu beeintr&auml;chtigen. </p> <p>3.&nbsp;Es d&uuml;rfte davon auszugehen sein, dass eine in alle Einzelheiten gehende Darstellung der Rechtsfolgen des Widerrufs ihren Informationszweck verfehlt, weil sie der Verst&auml;ndnism&ouml;glichkeit und Auffassungsbereitschaft des durchschnittlichen, juristisch nicht vorgebildeten Verbrauchers nicht mehr gerecht wird, sondern eine &Uuml;berforderung beider Seiten darstellt, die der Gesetzgeber vermeiden wollte.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/322.html 5 W 341/07 KG 16.11.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/320.html Sat, 24 May 2008 15:46:42 +0200 OLG Köln: Zuständigkeit deutscher Gerichte bei Urheberrechtsverletzung im Internet (Beschluss v. 30.10.2007 - 6 W 161/07) Werden auf einer Internetseite Fotos i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;19a UrhG unberechtigt &ouml;ffentlich zug&auml;nglich&nbsp;gemacht, so ist&nbsp;ein sch&auml;digendes Ereignis nur dann i.&nbsp;S. des Art. 5 Nr. 3 EuGVVO&nbsp;in Deutschland&nbsp; eingetreten, wenn sich der Internetauftritt bestimmungsgem&auml;&szlig; (auch) in Deutschland auswirken soll. Dies ist nicht der Fall, wenn die Internetseite mit der Top-Level Domain &quot;uk&quot; ausgestattet und in englischer Sprache gehalten ist, und sie&nbsp;in deutscher Sprache auch nicht wahlweise&nbsp; zu Verf&uuml;gung steht. http://www.lawcommunity.de/volltext/320.html 6 W 161/07 OLG Köln 30.10.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/319.html Sat, 24 May 2008 14:23:56 +0200 LG Frankfurt a. M.: Einwilligung in Werbeanrufe (Urteil v. 30.10.2007 - 2-18 O 26/07) <p>1.&nbsp;Unter der Voraussetzung, dass der Angerufene in einer Gesch&auml;ftsbeziehung zum Anrufer steht, kann zwar eine konkludente Einwilligung des&nbsp;Angerufenen&nbsp;in Telefonwerbung in Betracht kommen. Die Einwilligung kann sich mangels anderweitiger Anhaltspunkte im Zuge einer engen Auslegung aber nur auf solche Anrufe beziehen, die das konkrete Vertragsverh&auml;ltnis betreffen.</p> <p>2.&nbsp;Die Annahme, schon durch die blo&szlig;e Inanspruchnahme eines Call-by-Call-Angebotes werde eine konkludente Einwilligung f&uuml;r Werbeanrufe, die sonstige Dienstleistungen des Anbieters betreffen, erteilt, ist sehr fernliegend.&nbsp;Insoweit ist insbesondere zu ber&uuml;cksichtigen, dass es dem Call-by-Call-Kunden gerade darauf ankommt, eine einmalige Leistung ohne weitere Vertragsbindung in Anspruch zu nehmen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/319.html 2-18 O 26/07 LG Frankfurt a. M. 30.10.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/318.html Sat, 24 May 2008 13:07:23 +0200 LG Koblenz: Unverlangte Telefonwerbung (Urteil v. 01.04.2008 - 1 O 273/07) <p>1.&nbsp;Unerw&uuml;nschte Anrufe zu Werbezwecken stellen einen Eingriff in das durch &sect;&nbsp;823 Abs.&nbsp;1 gesch&uuml;tzte allgemeine Pers&ouml;nlichkeitsrecht des Betroffenen bzw. einen Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb oder das Unternehmenspers&ouml;nlichkeitsrecht dar. </p> <p>2.&nbsp;Die Beweislast f&uuml;r die Rechtfertigung dieses Eingriffs tr&auml;gt der Werbende. Er muss substanziiert darlegen und ggf. beweisen, dass der Adressat&nbsp;des jeweiligen Anrufs diesem vorher zugestimmt hat, oder sein Einverst&auml;ndnis vermutet werden kann. </p> http://www.lawcommunity.de/volltext/318.html 1 O 273/07 LG Koblenz 01.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/317.html Tue, 20 May 2008 16:53:11 +0200 LG Karlsruhe: Wertersatzklausel bei eBay-Verkauf (Urteil v. 08.08.2007 - 13 O 76/07 (KfH I)) <p>1.&nbsp;Die Belehrung &uuml;ber ein nach &sect;&nbsp;355 BGB bestehendes Widerrufsrecht ist auch dazu bestimmt, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln. Die Verletzung der Vorschriften, nach denen eine Belehrungspflicht besteht, l&ouml;st daher regelm&auml;&szlig;ig wettbewerbsrechtliche Unterlassungsanspr&uuml;che aus.<br /><br />2. Eine Widerrufsbelehrung, die&nbsp;nur auf einer Internetseite verf&uuml;gbar ist, ist keine Belehrung in Textform.</p> <p>3.&nbsp;Die Widerrufsfrist beginnt nur dann mit Erhalt der Ware, wenn dem Verbraucher bis dahin auch die Widerrufsbelehrung in Textform zugegangen ist.</p> <p>4.&nbsp;Die Regelungen des &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 und Abs.&nbsp;2 BGB sind keine Spezialregelungen, die in ihrem Anwendungsbereich &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB vorgehen. Deshalb muss der Verbraucher nur dann Wertersatz f&uuml;r eine durch die bestimmungsgem&auml;&szlig;e Ingebrauchnahme der Sache entstandene Verschlechterung leisten, wenn er sp&auml;testens bei Vertragsschluss in Textform auf diese Rechtsfolge und eine M&ouml;glichkeit hingewiesen worden ist, sie zu vermeiden.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/317.html 13 O 76/07 (KfH I) LG Karlsruhe 08.08.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/315.html Mon, 19 May 2008 18:45:29 +0200 LG Trier: Verpflichtung des Telekommunikationsanbieters zur Anschlusssperre (Urteil v. 05.03.2002 - 1 S 147/01) Die <em>Deutsche Telekom AG</em> ist verpflichtet, alles zu tun, um ihre Kunden vor Sch&auml;den durch die unbefugte Benutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu bewahren. Dies umfasst auch die vertragliche Nebenpflicht, einen Anschluss vor&uuml;bergehend f&uuml;r 0190-Verbindungen zu sperren, sofern insoweit ein ungew&ouml;hnlich hohes Verbindungsaufkommen festgestellt wird. http://www.lawcommunity.de/volltext/315.html 1 S 147/01 LG Trier 05.03.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/314.html Mon, 19 May 2008 13:37:38 +0200 AG Köpenick: Werbung für Telefonsex (Urteil v. 30.07.2003 - 6 C 190/03) Ein Vertrag, der die Ver&ouml;ffentlichung von Werbeanzeigen f&uuml;r Telefonsex zum Gegenstand hat, ist grunds&auml;tzlich weder nach &sect;&nbsp;134 BGB noch nach &sect;&nbsp;138 BGB nichtig. http://www.lawcommunity.de/volltext/314.html 6 C 190/03 AG Köpenick 30.07.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/313.html Mon, 19 May 2008 11:53:59 +0200 AG Frankfurt a. M.: Unverlangte Telefax-Werbung (Urteil v. 01.02.2002 - 32 C 2106/01-72) <p>1.&nbsp;Das ohne Einverst&auml;ndnis des Empf&auml;ngers erfolgte &Uuml;bersenden von Werbermaterial per Telefax stellt einen unzul&auml;ssigen Eingriff in das Recht am Gewerbebetrieb dar, weil die bestimmungsgem&auml;&szlig;e Funktion des Telefaxger&auml;tes beeintr&auml;chtigt ist. Auch liegt eine Eigentumsverletzung in Form der Benutzung desTelefaxpapiers und der Druckerpatrone vor.</p> <p>2.&nbsp;Als unerlaubte Handlung verpflichtet Telefaxwerbung &uuml;ber &sect;&nbsp;823 BGB nicht nur zum Ersatz des unmittelbaren Schadens. Zu ersetzen sind vielmehr auch die Kosten f&uuml;r die Ermittlung und Abmahnung des Faxabsenders und f&uuml;r den insoweit erforderlichen Zeitaufwand.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/313.html 32 C 2106/01-72 AG Frankfurt a. M. 01.02.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/312.html Mon, 19 May 2008 11:14:41 +0200 AG Nienburg: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 14.04.2004 - 6 C 735/03 (II)) <p>1.&nbsp;Das Zusenden unverlangter E-Mail-Werbung stellt grunds&auml;tzlich eine Verletzung des durch &sect;&nbsp;823 Abs.1 BGB gesch&uuml;tzten allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrechts dar.</p> <p>2.&nbsp;Die f&uuml;r einen Unterlassungsanspruch notwendige Wiederholungsgefahr fehlt, wenn der Versender von E-Mail-Werbung erst zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserkl&auml;rung aufgefordert wurde, nachdem die Zusendung von E-Mail-Werbung &uuml;ber einen Zeitraum von sechs Wochen unbeanstandet geblieben ist, und er daraufhin die Werbezusendungen unverz&uuml;glich eingestellt hat.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/312.html 6 C 735/03 (II) AG Nienburg 14.04.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/311.html Mon, 19 May 2008 01:36:01 +0200 LG Berlin: Unzulässigkeit von SMS-Werbung (Urteil v. 14.01.2003 - 15 O 420/02) Die Beurteilung von SMS-Werbung richtet sich nach den gleichen Grunds&auml;tzen wie die von E-Mail-Werbung, d.&nbsp;h. die Werbung ist rechtswidrig, wenn nicht der Empf&auml;nger sein Einverst&auml;ndnis ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rt hat, oder das Einverst&auml;ndnis im gesch&auml;ftlichen Verkehr ausnahmsweise zu vermuten ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/311.html 15 O 420/02 LG Berlin 14.01.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/310.html Mon, 19 May 2008 01:03:54 +0200 BGH: SMS-Werbung - Individueller Auskunftsanspruch (Urteil v. 19.07.2007 - I ZR 191/04) Der Auskunftsanspruch des individuell berechtigten Anspruchsinhabers nach &sect;&nbsp;13a Satz&nbsp;1 UKlaG gegen den Diensteerbringer scheidet nach &sect;&nbsp;13a Satz&nbsp;2 UKlaG nicht schon dann aus, wenn ein entsprechender Auskunftsanspruch von einem Verband nach &sect;&nbsp;13 UKlaG oder &sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1 UWG geltend gemacht werden k&ouml;nnte. http://www.lawcommunity.de/volltext/310.html I ZR 191/04 BGH 19.07.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/309.html Mon, 19 May 2008 00:19:03 +0200 AG Bonn: Auskunftsanspruch nach SMS-Werbung (Urteil v. 25.03.2004 - 14 C 591/03) &sect;&nbsp;13a Satz&nbsp;2 UKlaG ist einschr&auml;nkend dahin auszulegen, dass ein Auskunftsanspruch sonstiger Betroffener nur dann ausscheidet, wenn&nbsp;eine anspruchberechtigte Stelle&nbsp;einen nach &sect;&nbsp;13 UKlaG oder&nbsp;&sect;&nbsp;8 Abs.&nbsp;5 Satz&nbsp;1&nbsp;UWG (=&nbsp;&sect;&nbsp;13 Abs.&nbsp;7 UWG a.&nbsp;F.) bestehenden Auskunftsanspruch tats&auml;chlich geltend macht oder mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf Betreiben des Einzelnen hin geltend machen w&uuml;rde. http://www.lawcommunity.de/volltext/309.html 14 C 591/03 AG Bonn 25.03.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/308.html Sun, 18 May 2008 23:37:13 +0200 LG Bonn: Auskunftsanspruch nach SMS-Werbung (Urteil v. 19.07.2004 - 6 S 77/04) <p>1.&nbsp;Die Versendung unverlangter SMS-Werbung ist als rechtswidrige Eigentumsbeeintr&auml;chtigung anzusehen, wenn nicht der Empf&auml;nger sein Einverst&auml;ndnis ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rt hat oder dieses im gesch&auml;ftlichen Verkehr ausnahmsweise zu vermuten ist.</p> <p>2.&nbsp;Der individuelle Auskunftsanspruch aus &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;1 UKlaG tritt nur dann gem. &sect;&nbsp;13a Abs.&nbsp;2 UKlaG zur&uuml;ck, wenn eine anspruchsberechtigte Stelle oder Einrichtung tats&auml;chlich bereits Auskunft verlangt hat.&nbsp;Das blo&szlig;e bestehen eines derartigen Auskunftsanspruch steht dem individuellen Auskunftsanspruch jedoch nicht entgegen.&nbsp;&nbsp;</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/308.html 6 S 77/04 LG Bonn 19.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/307.html Sat, 17 May 2008 13:18:49 +0200 LG Bückeburg: Missbräuchliche wettbewerbsrechtliche Abmahnung (Urteil v. 22.04.2008 - 2 O 62/08) <p>1.&nbsp;Eine i. S. des &sect; 8 Abs. 4 UWG missbr&auml;uchliche Geltendmachung von Anspr&uuml;chen kann vorliegen,&nbsp;wenn in einem anwaltlichen Abmahnschreiben der Ersatz von Rechtsanwaltskosten begehrt wird, die nach einem abenteuerlich &uuml;berh&ouml;hten Gegenstandswert &ndash; hier:&nbsp;100.000 &euro; &ndash; berechnet wurden.</p> <p>2.&nbsp;Es spricht einiges daf&uuml;r, dass entgegen der bisher vorherrschenden Rechtsprechung bei einer fehlerhaften Widerrufsbelehrung in der Regel ein den Wettbewerb i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;3 UWG nur unerheblich beeintr&auml;chtigender Versto&szlig; anzunehmen ist. Der Verwender einer unrichtigen Widerrufsbelehrung schadet n&auml;mlich nicht in erster Linie seinen Kunden oder Mitbewerbern, sondern sich selbst, da eine nicht ordnungsgem&auml;&szlig; erteilte Widerrufsbelehrung nach &sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 BGB dazu f&uuml;hrt, dass der Verbraucher das Rechtsgesch&auml;ft unbefristet, also auch noch nach Ablauf der Gew&auml;hrleistungsfrist widerrufen kann.</p> <p>3.&nbsp;Bei einstweiligen Verf&uuml;gungsverfahren in Wettbewerbssachen, in denen es um die Untersagung einer unrichtigen Widerrufsbelehrung geht, ist regelm&auml;&szlig;ig von einem Streitwert von 3.000&nbsp;&euro; auszugehen (im Anschluss an {doklink id=279}).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/307.html 2 O 62/08 LG Bückeburg 22.04.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/305.html Wed, 14 May 2008 18:52:35 +0200 OLG Hamburg: Kein Pflichtfax im Fernabsatzhandel (Beschluss v. 05.07.2007 - 5 W 77/07) Ein&nbsp;Unternehmer, der einen Fernabsatzvertrag abschlie&szlig;en m&ouml;chte, ist mangels gesetzlicher Vorgaben nicht verpflichtet, ein Telefax anzuschaffen und dieses st&auml;ndig betriebsbereit zu halten. http://www.lawcommunity.de/volltext/305.html 5 W 77/07 OLG Hamburg 05.07.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/304.html Wed, 14 May 2008 18:00:04 +0200 LG Braunschweig: Beginn der fernabsatzrechtlichen Widerrufsfrist (Urteil v. 06.11.2007 - 21 O 1899/07) Die Frist f&uuml;r einen fernabsatzrechtlichen Widerruf beginnt am Tag des fristausl&ouml;senden Ereignisses, nicht erst&nbsp;am folgenden Tag. http://www.lawcommunity.de/volltext/304.html 21 O 1899/07 LG Braunschweig 06.11.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/303.html Sat, 10 May 2008 18:03:10 +0200 LG Essen: Kontaktformular statt E-Mail-Adresse (Urteil v. 19.09.2007 - 44 O 79/07) <p>1.&nbsp;Die Regelungen des &sect; 5 TMG sind im Interesse des Verbrauchers erlassene Schutzvorschriften, die das Marktverhalten regeln sollen. Eine Verletzung dieser Vorschrift indiziert deshalb das Vorliegen eines wettbewerbswidrigen Verhaltens.</p> <p>2.&nbsp;&sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 TMG verlangt nicht lediglich das Bereitstellen eines Kontaktformulars, sondern &quot;Angaben&quot;, die eine schnelle elektronische Kontaktaufnahme erm&ouml;glichen. Dies ist typischerweise die E-Mail-Anschrift. Allein das Bereitstellen eines Kontaktformulars gen&uuml;gt deshalb den Anforderungen des &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 TMG nicht.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/303.html 44 O 79/07 LG Essen 19.09.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/301.html Sat, 10 May 2008 13:27:35 +0200 LG Hamburg: Internethandel – Eingangsbestätigung oder Annahmeerklärung? (Urteil v. 09.07.2004 - 317 S 130/03) Eine E-Mail, die dem Kunden im Anschluss an eine Online-Bestellung &uuml;bersandt wird, und in der es hei&szlig;t: &quot;Wir haben Ihre Bestellung wie folgt aufgenommen:&quot; stellt aus der ma&szlig;geblichen Sicht eines objektiven Empf&auml;ngers lediglich eine Empfangsbest&auml;tigung dar, wie sie &sect;&nbsp;312e Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 BGB f&uuml;r den elektronischen Gesch&auml;ftsverkehr vorsieht. Das Angebot auf Abschluss eines Kaufvertrages, welches in der Bestellung durch den Kunden zu sehen ist, wird dadurch nicht angenommen. http://www.lawcommunity.de/volltext/301.html 317 S 130/03 LG Hamburg 09.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/299.html Sat, 10 May 2008 12:43:36 +0200 LG Hamburg: Vertragsschluss im Internet – Eingangsbestätigung oder Annahmeerklärung? (Urteil v. 15.11.2004 - 328 S 24/04) Eine automatisch erstellte Best&auml;tigung des Eingangs einer Bestellung, die ersichtlich erfolgte, um der gesetzlichen Verpflichtung aus &sect;&nbsp;312e Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 BGB nachzukommen, stellt keine Annahme eines Angebots dar und ist auch keine Willens&auml;u&szlig;erung des Versenders. http://www.lawcommunity.de/volltext/299.html 328 S 24/04 LG Hamburg 15.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/297.html Sat, 10 May 2008 00:23:07 +0200 OLG Koblenz: Unverlangte E-Mail-Werbung (Beschluss v. 10.06.2003 - 1 W 342/03) <p>1.&nbsp;Die &Uuml;bersendung unerw&uuml;nschten Werbematerials im Wege des elektronischen Rechtsverkehrs (u.&nbsp;a. E-Mail) ist grunds&auml;tzlich rechtswidrig.</p> <p>2.&nbsp;Allein die dem Adressaten einger&auml;umte M&ouml;glichkeit, die Zusendung weiterer E-Mails durch Anklicken eines&nbsp;Links zu unterbinden, kann den Unterlassungsanspruch grunds&auml;tzlich nicht zu Fall bringen, zumal f&uuml;r den Empf&auml;nger des Werbematerials v&ouml;llig unklar ist, welche Folgen sich aus dem Anklicken des Links ergeben (Speicherung in Dateien, Weitergabe der E-Mail-Adresse u.&nbsp;a.).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/297.html 1 W 342/03 OLG Koblenz 10.06.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/295.html Mon, 05 May 2008 18:08:19 +0200 LG Hamburg: Telefonwerbung gegenüber einem Rechtsanwalt (Beschluss v. 04.09.2006 - 312 T 6/06) Ein Anruf zu Werbezwecken&nbsp;bei einem Unternehmer ohne dessen zumindest mutma&szlig;liche Einwilligung stellt nach der Wertung des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;2 UWG grunds&auml;tzlich einen Eingriff in das &quot;Recht am Unternehmen&quot; dar, gegen den sich der Unternehmer nach &sect;&sect;&nbsp;823 Abs. 1, 1004 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB analog zur Wehr setzen kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/295.html 312 T 6/06 LG Hamburg 04.09.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/294.html Sat, 03 May 2008 22:32:07 +0200 AG Krefeld: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 02.11.2006 - 2 C 187/06) <p>1.&nbsp;Die unverlangte Zusendung werbender E-Mails kann die Privatsph&auml;re einer Person, die als Teil des allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrecht durch &sect;&nbsp;823 Abs. 1 BGB gesch&uuml;tzt ist, verletzen, sodass der Empf&auml;nger einen Unterlassungsanspruch (&sect;&nbsp;1004 Abs. 1 Satz&nbsp;2 BGB analog) hat.</p> <p>2.&nbsp;Es ist dem Empf&auml;nger von unverlangten Werbemails nicht zuzumuten,&nbsp;einen darin enthaltenen &quot;Abbestell-Link&quot; anzuklicken. Denn damit gibt der Empf&auml;nger zu erkennen, dass es sich bei seiner E-Mail-Adresse um eine aktive Adresse handelt, und die dorthin gerichteten Mitteilungen gelesen werden. Aus Sicht des Empf&auml;ngers besteht damit die Gefahr, dass seine E-Mail-Adresse weitergegeben wird, und im Ergebnis noch mehr Werbemails auch anderer Absender an die Adresse gesendet werden. Auf diese Gefahr muss er sich nicht einlassen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/294.html 2 C 187/06 AG Krefeld 02.11.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/292.html Tue, 29 Apr 2008 17:44:02 +0200 OLG Hamm: Verkauf ausschließlich an Gewerbetreibende -- Ausschluss des Widerrufsrechts (Urteil v. 28.02.2008 - 4 U 196/07) <p>1.&nbsp;Die Notwendigkeit, Verbraucher &uuml;ber&nbsp;ihr gesetzliches Widerrufsrecht nach &sect;&sect;&nbsp;312d, 355&nbsp;BGB zu unterrichten,&nbsp;entf&auml;llt nicht schon dadurch, dass der Unternehmer im Rahmen seines Internetauftritts (hier: an versteckter Stelle) darauf hinweist, dass er &quot;ausschlie&szlig;lich an Gewerbetreibende&quot; verkauft.&nbsp;Dadruch wird ein Verkauf an Verbraucher nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen. </p> <p>2. Es ist einem Verbraucher nur dann nach Treu und Glauben verwehrt, sich gegen&uuml;ber einem Unternehmer auf verbrauchersch&uuml;tzende Vorschriften zu berufen, wenn f&uuml;r ihn&nbsp;deutlich war, dass der Unternehmer zu einem Vertragsschluss mit einem Verbraucher nicht bereit ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/292.html 4 U 196/07 OLG Hamm 28.02.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/290.html Tue, 15 Apr 2008 23:16:37 +0200 OLG Franfurt a. M.: Unternehmerische Verkaufstätigkeit bei eBay (Beschluss v. 04.07.2007 - 6 W 66/07) Eine Verkaufst&auml;tigkeit &uuml;ber die Handelsplattform eBay ist regelm&auml;&szlig;ig als gewerblich einzustufen, wenn der Anbieter als &quot;PowerSeller&quot; registriert ist.&nbsp;&nbsp;Die (freiwillige) Registrierung als &quot;PowerSeller&quot; ist jedoch umgekehrt keine notwendige Voraussetzung f&uuml;r die Bewertung einer Internet-Verkaufst&auml;tigkeit als unternehmerisch. Diese Einstufung kann sich vielmehr auch aus anderen Umst&auml;nden des Einzelfalls ergeben, wobei der Dauer und dem Umfang der Verkaufst&auml;tigkeit, aber auch deren gesch&auml;ftsbezogener Ausgestaltung eine wesentliche Bedeutung zukommt. http://www.lawcommunity.de/volltext/290.html 6 W 66/07 OLG Franfurt a. M. 04.07.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/289.html Mon, 24 Mar 2008 13:34:03 +0100 AG Bremen: Anfechtung bei Sofortkauf statt Auktion (Urteil v. 25.05.2007 - 9 C 142/07) Bietet ein Verk&auml;ufer einen Artikel innerhalb einer Internet-Auktionsplattform&nbsp;irrt&uuml;mlich zum Sofortkauf an, obwohl ein Verkauf zum H&ouml;chstpreis (&quot;Auktion&quot;) beabsichtigt war, so kann ihn dies zur Anfechtung wegen eines Erkl&auml;rungsirrtums (&sect;&nbsp;119 Abs. 1, 2. Fall BGB) berechtigen. http://www.lawcommunity.de/volltext/289.html 9 C 142/07 AG Bremen 25.05.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/288.html Wed, 19 Mar 2008 11:14:03 +0100 LG Berlin: Keine Pflicht zur Kostentragung bei fehlender Abmahnung (Urteil v. 22.01.2008 - 27 O 992/07) Veranlassung zur Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens gibt in der Regel nur der St&ouml;rer, der einer vorgerichtlichen Abmahnung nicht nachgekommen ist. Eine abweichende Beurteilung kann gerechtfertigt sein, wenn eine Abmahnung aus Zeitgr&uuml;nden nicht mehr m&ouml;glich erscheint, oder der Verletzte aufgrund des bisherigen Verhaltens des Sch&auml;digers oder sonstiger Umst&auml;nde davon ausgehen durfte, er werde ohne Inanspruchnahme des Gerichts ohnehin nicht zu seinem Recht kommen. http://www.lawcommunity.de/volltext/288.html 27 O 992/07 LG Berlin 22.01.2008 http://www.lawcommunity.de/volltext/286.html Tue, 11 Mar 2008 14:33:27 +0100 OLG Düsseldorf: Streitwert bei Verstoß gegen fernabsatzrechtliche Informationspflichten (Beschluss v. 05.07.2007 - I-20 W 15/07) Bei der Bewertung des Interesses, das ein Mitbewerber daran hat, dass ein anderer Mitbewerber die gesetzlichen Informationspflichten bei Fernabsatzgesch&auml;ften erf&uuml;llt und sich keinen Wettbewerbsvorsprung durch Rechtsbruch verschafft, spielt eine Rolle,&nbsp;inwieweit sich der ger&uuml;gte Wettbewerbsversto&szlig; gerade im Verh&auml;ltnis der Parteien zueinander auswirkt. Daf&uuml;r kommt es wiederum auf die Gr&ouml;&szlig;e des Marktes und die Vielzahl der vergleichbaren Marktteilnehmer an. http://www.lawcommunity.de/volltext/286.html I-20 W 15/07 OLG Düsseldorf 05.07.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/284.html Tue, 11 Mar 2008 13:56:53 +0100 OLG Hamburg: Bitte um Frankierung von Rücksendungen (Beschluss v. 20.04.2007 - 3 W 83/07) Eine Klausel in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedinungen eines Versandh&auml;ndlers, die lautet &quot;Bitte frankieren Sie das Paket ausreichend, um Strafporto zu vermeiden. Wir erstatten Ihnen den Portobetrag dann umgehend zur&uuml;ck.&quot;&nbsp;&nbsp;t&auml;uscht den Verbraucher nicht dar&uuml;ber,&nbsp;dass bei einem fernabsatzrechtlichen Widerruf der Unternehmer die Kosten f&uuml;r die R&uuml;cksendung der Ware zu tragen hat (&sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BGB). Sie ist deshalb nicht wettbewerbswidrig. http://www.lawcommunity.de/volltext/284.html 3 W 83/07 OLG Hamburg 20.04.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/282.html Fri, 07 Mar 2008 23:04:52 +0100 LAG Baden-Württemberg [Stuttgart]: Außerordentliche Kündigung eines Handelsvertreters nach Forumsbeiträgen (Urteil v. 07.05.2007 - 4 Sa 1/07) &Auml;u&szlig;ert sich ein Handelsvertreter in einem Internetforum in ehrverletzender Weise &uuml;ber den Unternehmer, oder duldet er als Inhaber des Forums, dass beleidigende Beitr&auml;ge in das Forum eingestellt werden, so liegt darin jeweils ein wichtiger Grund i. S. des &sect; 89a Abs. 1 HGB, der an sich eine au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigung des Handelsvertreterverh&auml;ltnisses rechtfertigen kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/282.html 4 Sa 1/07 LAG Baden-Württemberg [Stuttgart] 07.05.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/279.html Fri, 22 Feb 2008 23:23:57 +0100 OLG Celle: Streitwert bei fehlerhafter Widerrufsbelehrung (Beschluss v. 19.11.2007 - 13 W 112/07) Bei einstweiligen Verf&uuml;gungsverfahren in Wettbewerbssachen, in denen die Verwendung einer nicht den Anforderungen der &sect;&sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1, 355 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BGB entsprechenden Widerrufsbelehrung untersagt werden soll, kann bei der Bemessung des Streitwerts von einem Richtwert von 3.000&nbsp;&euro; ausgegangen werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/279.html 13 W 112/07 OLG Celle 19.11.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/278.html Sat, 16 Feb 2008 15:22:35 +0100 OLG Düsseldorf: Störerhaftung durch Betrieb eines ungesicherten WLAN-Netzes (Beschluss v. 27.12.2007 - I-20 W 157/07) Dem Anschlussinhaber hat bei Betrieb eines WLAN-Netzes zumindest die Sicherungsma&szlig;nahmen&nbsp;zu treffen,&nbsp;die eine Standardsoftware erlaubt. Er kann etwa f&uuml;r die verschiedenen Nutzer seines Computers Benutzerkonten mit eigenem Passwort installieren, sodass einem aus diesem Kreis stammenden Verletzer von Urheberrechten wenigstens der Schutz der Anonymit&auml;t genommen wird.&nbsp;Das Risiko eines von au&szlig;en unternommenen Zugriffs auf das WLAN-Netz&nbsp;kann der Anschlussinhaber&nbsp;durch Verschl&uuml;sselung minimieren, die eine Vielzahl von WLAN-Routern als m&ouml;gliche Einstellung standardm&auml;&szlig;ig vorsehen. http://www.lawcommunity.de/volltext/278.html I-20 W 157/07 OLG Düsseldorf 27.12.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/276.html Wed, 13 Feb 2008 14:50:31 +0100 KG: Rechtsmissbräuchliche Ausnutzung des fliegenden Gerichtsstands (Beschluss v. 25.08.2007 - 5 W 371/07) <p>1.&nbsp;Die Ausnutzung des &quot;fliegenden&quot; Gerichtsstands nach &sect; 14 Abs. 2 UWG ist grunds&auml;tzlich keine unzul&auml;ssige Rechtsaus&uuml;bung, weil die Gerichtswahl nach &sect; 35 ZPO grunds&auml;tzlich keine Einschr&auml;nkung kennt. Insbesondere ist es grunds&auml;tzlich nicht missbr&auml;uchlich i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;8 Abs. 4 UWG, wenn ein Kl&auml;ger das Gericht ausw&auml;hlt, welches&nbsp;ihm im Hinblick auf die dort vorherrschende Rechtsprechung zur Erreichung seines Prozessziels am meisten Erfolg versprechend erscheint.</p> <p>2.&nbsp;Rechtsmissbr&auml;uchlich ist jedoch die unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Ausnutzung des &quot;fliegenden&quot; Gerichtsstands, die insbesondere vorliegen kann, wenn&nbsp;stets ein dem jeweiligen Gegner ortsfernes Gericht ausgew&auml;hlt wird, um den Gegner mit zus&auml;tzlichen Kosten f&uuml;r die Rechtsverteidigung &ndash; vor allem mit Reisekosten &ndash;&nbsp;zu belasten oder in Anbetracht der auf&nbsp;ihn zukommenden Kosten einzusch&uuml;chtern.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/276.html 5 W 371/07 KG 25.08.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/275.html Thu, 07 Feb 2008 22:45:06 +0100 AG Frankfurt a. M.: Hinweispflicht des Telefonanbieters auf mögliche Einwahlfehler (Urteil v. 02.11.2007 - 32 C 1949/07-48) Jede Vertragspartei trifft im Rahmen eines Dauerschuldverh&auml;ltnisses die F&uuml;rsorgepflicht, Schaden von der anderen Partei m&ouml;glichst abzuwenden. Ein Telefonanbieter kann deshalb verpflichtet sein, einen Kunden kurzfristig auf m&ouml;gliche Fehler bei der Einwahl und damit zusammenh&auml;ngende &uuml;berh&ouml;hte Kosten hinweisen. http://www.lawcommunity.de/volltext/275.html 32 C 1949/07-48 AG Frankfurt a. M. 02.11.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/273.html Mon, 04 Feb 2008 14:19:28 +0100 KG: Hinweis auf Wertersatzpflicht in Widerrufsbelehrung (Beschluss v. 09.11.2007 - 5 W 304/07) Der Hinweis in einer Widerrufsbelehrung &quot;Im &Uuml;brigen k&ouml;nnen Sie die Wertersatzpflicht vermeiden, indem Sie die Sache nicht wie ein Eigent&uuml;mer in Gebrauch nehmen und alles unterlassen, was deren Wert beeintr&auml;chtigt&quot; gibt die Befugnisse des Verbrauchers, mit der Ware zu verfahren, nur korrekt wieder, wenn der Verbraucher sp&auml;testens bei Vertragsschluss in Textform auf die Verpflichtung, Wertersatz im Fall der bestimmungsgem&auml;&szlig;en Ingebrauchnahme zu leisten, und eine M&ouml;glichkeit, dies zu vermeiden, hingewiesen worden ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/273.html 5 W 304/07 KG 09.11.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/272.html Thu, 31 Jan 2008 14:57:49 +0100 AG Plön: Unterlassungsanspruch bei angedrohter SCHUFA-Meldung (Urteil v. 10.12.2007 - 2 C 650/07) Eine &quot;SCHUFA&quot;-Meldung stellt einen schweren Eingriff in das Pers&ouml;nlichkeitsrecht des Schuldners dar. Sie darf deshalb nur bei vertragswidrigem Verhalten des Schuldners und nur nach Abw&auml;gung der betroffenen Interessen erfolgen. Dies f&uuml;hrt in aller Regel dazu, dass&nbsp;&nbsp;mit gewichtigen Argumenten bestrittene Zahlungsverpflichtungen nicht gemeldet werden d&uuml;rfen. http://www.lawcommunity.de/volltext/272.html 2 C 650/07 AG Plön 10.12.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/270.html Tue, 29 Jan 2008 12:02:43 +0100 OLG München: Fehlerhafte Preisangaben bei Online-Flugbuchung (Beschluss v. 15.11.2002 - 19 W 2631/02) Wer im Rahmen einer Onlinebuchung die auf einem Irrtum beruhende falsche Angabe des Preises f&uuml;r einen Flug offensichtlich ausnutzt, um den Anbieter wegen seines Fehlers zur Zahlung einer &quot;Vergleichssumme&quot; zu veranlassen, handelt rechtsmissbr&auml;uchlich. http://www.lawcommunity.de/volltext/270.html 19 W 2631/02 OLG München 15.11.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/268.html Tue, 22 Jan 2008 13:39:20 +0100 OLG Düsseldorf: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung – Fristbeginn bei der Lieferung von Waren (Urteil v. 30.10.2007 - I-20 U 107/07) Eine Widerrufsbelehrung, wonach die Widerrufsfrist &quot;fr&uuml;hestens mit Erhalt einer in Textform noch gesondert mitzuteilenden Widerrufsbelehrung&quot; beginnt,&nbsp;ist zwar insoweit zutreffend, als die Frist jedenfalls nicht vor dem Erhalt einer in Textform erfolgten Widerrufsbelehrung beginnt. Sie ist aber falsch, weil nach &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BGB die Frist bei der Lieferung von Waren nicht vor dem Tages ihres Eingangs beim Empf&auml;nger beginnt. http://www.lawcommunity.de/volltext/268.html I-20 U 107/07 OLG Düsseldorf 30.10.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/267.html Sun, 20 Jan 2008 01:25:25 +0100 AG Köln: Fernabsatzrechtliches Widerrufsrecht bei apothekenpflichtigem Medikament (Urteil v. 31.05.2007 - 111 C 22/07) Ein Medikament, gleich ob apothekenpflichtig oder nicht,&nbsp;weist keine Beschaffenheit auf, die es i.&nbsp;S. von&nbsp;&sect;&nbsp;312d Abs. 4 Nr.&nbsp;1 BGB f&uuml;r eine R&uuml;cksendung ungeeignet macht. http://www.lawcommunity.de/volltext/267.html 111 C 22/07 AG Köln 31.05.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/266.html Tue, 15 Jan 2008 15:29:47 +0100 LG Dortmund: Keine pauschale Wertminderung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (Urteil v. 14.03.2007 - 10 O 14/07) <p>1.&nbsp;Nach den allgemeinen Regeln hat der Unternehmer im Einzelfall die Voraussetzungen f&uuml;r einen Wertersatzanspruch nach &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;3 BGB zu beweisen. Er muss demnach den Nachweis f&uuml;hren, dass durch die bestimmungsgem&auml;&szlig;e Ingebrauchnahme der Kaufsache eine Verschlechterung eingetreten und es dadurch zu einer Wertminderung in einer bestimmten H&ouml;he gekommen ist.</p> <p>2.&nbsp;Eine Klausel in Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen,&nbsp;die die H&ouml;he des Wertersatzes pauschal f&uuml;r jeden Einzelfall mit 100&nbsp;% des Verkaufspreises festlegt und es dem Verbraucher &uuml;berl&auml;sst nachzuweisen, dass keine oder nur eine wesentlich geringere Wertminderung eingetreten ist, verst&ouml;&szlig;t gegen &sect;&nbsp;305c Abs. 1&nbsp;und &sect;&nbsp;309 Nr.&nbsp;12 BGB und ist deshalb unwirksam.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/266.html 10 O 14/07 LG Dortmund 14.03.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/265.html Sun, 13 Jan 2008 17:05:19 +0100 LG Berlin: Redaktionsversehen bei Musterwiderrufsbelehrung (Urteil v. 02.08.2007 - 96 O 138/07) <p>1.&nbsp;Dass der &quot;Gestaltungshinweis&quot; in der Fu&szlig;note&nbsp;7&nbsp;der Musterwiderrufsbelehrung (Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;14 BGB-InfoV)&nbsp;&nbsp;die in &sect;&nbsp;357 Abs. 2 Satz&nbsp;2 BGB zu Gunsten des Verbrauchers getroffene Regelung zur Gefahrtragung nicht erw&auml;hnt,&nbsp;ist ein offensichtliches Redaktionsversehen.</p> <p>2.&nbsp;Die in Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;14 BGB-InfoV enthaltene Musterwiderrufsbelehrung gilt nur f&uuml;r die nach Vertragsschluss in Textform geschuldete Information gem. &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;2 BGB, nicht dagegen f&uuml;r die ohne Einhaltung der Textform m&ouml;gliche vorvertragliche Unterrichtung des Verbrauchers.</p> <p>3.&nbsp;Das Fehlen einer Angabe zur Gefahrtragung bei R&uuml;cksendung einer Sache nach Aus&uuml;bung des Widerrufsrechts in der dem Verbraucher vor Vertragsschluss zu erteilenden Belehrung ist nicht geeignet, den Wettbewerb mehr als nur unerheblich zu beeintr&auml;chtigen. Ausreichend ist die nach Vertragsschluss erfolgende Belehrung, die vom Unternehmer in Textform und in einer hervorgehobenen und deutlich gestalteten Form geschuldet ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/265.html 96 O 138/07 LG Berlin 02.08.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/263.html Wed, 09 Jan 2008 07:32:24 +0100 OLG Franfurt a. M.: Keine Überwachungspflicht des Internet-Anschlussinhabers (Beschluss v. 20.12.2007 - 11 W 58/07) <p>1.&nbsp;Den Inhaber eines Internetanschlusses der diesen Anschluzss dritten Personen &uuml;berl&auml;sst, kann ihn die Pflicht treffen, die Nutzer zu instruieren und zu &uuml;berwachen, sofern damit zu rechnen ist, dass sie eine Urheberrechtsverletzung begehen k&ouml;nnten. Eine Pflicht, die Benutzung seines Internetanschlusses zu &uuml;berwachen oder gegebenenfalls zu verhindern, besteht jedoch nur, wenn der Anschlussinhaber konkrete Anhaltspunkte daf&uuml;r hat, dass&nbsp;ein Nutzer den Anschluss zu Rechtsverletzungen missbrauchen wird. Solche Anhaltspunkte bestehen grunds&auml;tzlich nicht, solange dem Anschlussinhaber keine fr&uuml;heren Verletzungen dieser Art durch den Nutzer oder andere Hinweise auf eine Verletzungsabsicht bekannt sind oder h&auml;tten bekannt sein k&ouml;nnen. </p> <p>2.&nbsp;Zur Glaubhaftmachung i.&nbsp;S. von &sect;&nbsp;294 ZPO k&ouml;nnen auch schriftliche Erkl&auml;rungen von Zeugen, unbeglaubigte Kopien oder Urkundenabschriften verwertet werden.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/263.html 11 W 58/07 OLG Franfurt a. M. 20.12.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/261.html Tue, 08 Jan 2008 17:55:24 +0100 LAG Hamm: Keine wirksame Kündigung per SMS (Urteil v. 17.08.2007 - 10 Sa 512/07) Einer K&uuml;ndigung per SMS mangelt es an der erforderlichen Schriftform. Auch ein Aufl&ouml;sungsvertrag kann nicht durch wechselseitige SMS formwirksam abgeschlossen werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/261.html 10 Sa 512/07 LAG Hamm 17.08.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/260.html Mon, 07 Jan 2008 12:11:18 +0100 LG Berlin: Unternehmereigenschaft bei An- und Verkäufen über eBay (Urteil v. 05.09.2006 - 103 O 75/06) Die Er&ouml;ffnung eines eBay-Shops l&auml;sst f&uuml;r sich genommen den Shopbetreiber nicht als Unternehmer i. S. des &sect; 14 BGB erscheinen. Die Anzahl und der Gebrauchszustand der eingestellten Artikel k&ouml;nnen jedoch&nbsp;&nbsp;auf eine nebenberufliche gewerbliche T&auml;tigkeit hinweisen, die &uuml;ber gelegentliche Verk&auml;ufe im Rahmen der privaten Haushaltsf&uuml;hrung hinausgeht. http://www.lawcommunity.de/volltext/260.html 103 O 75/06 LG Berlin 05.09.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/259.html Sat, 05 Jan 2008 23:43:49 +0100 LG Berlin: Schutz der Privatsphäre in Internetforen (Urteil v. 25.10.2007 - 27 O 602/07) Wer in einem Internetforum sein Privatleben der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich macht, indem er sich anderen Forumsteilnehmern z.&nbsp;B. durch Nennung seines Vornamens und durch Fotover&ouml;ffentlichungen zu erkennen gibt, begibt sich damit des Schutzes eines Teils seiner Privatsph&auml;re. Er muss sich deshalb in der &ouml;ffentlichen Auseinandersetzung in dem Internetforum auch Kritik an seiner Person gefallen lassen, solange diese die Grenzen zur Schm&auml;hkritik nicht &uuml;berschreitet und nicht auf unwahren Tatsachenbehauptungen beruht. http://www.lawcommunity.de/volltext/259.html 27 O 602/07 LG Berlin 25.10.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/257.html Wed, 02 Jan 2008 22:03:19 +0100 OLG Naumburg: Keine Belehrung in Textform auf Internetseite (Beschluss v. 13.07.2007 - 10 U 14/07 (Hs)) Eine Widerrufsbelehrung &quot;in Textform&quot;, wie sie &sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 BGB verlangt, liegt nicht vor, wenn sich die Belehrung lediglich auf der Internetseite eines Unternehmers befindet. Zwar ist sie dort dem Vebraucher schon vor Vertragsschluss zug&auml;nglich; denn jeder Interessent hat die M&ouml;glichkeit, die Belehrung auf dem Bildschirm zu lesen.&nbsp;Dies gen&uuml;gt jedoch nicht,&nbsp;um die Textform i.&nbsp;S. der &sect;&sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1, 126b BGB zu wahren. http://www.lawcommunity.de/volltext/257.html 10 U 14/07 (Hs) OLG Naumburg 13.07.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/255.html Sun, 23 Dec 2007 16:59:19 +0100 BGH: Telefonsex ist nicht sittenwidrig (Urteil v. 08.11.2007 - III ZR 102/07) Entgeltforderungen f&uuml;r die Erbringung, Vermittlung und Vermarktung von so genannten Telefonsexdienstleistungen kann seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Regelung der Rechtsverh&auml;ltnisse der Prostituierten vom 20.12.2001 (BGBl.&nbsp;I S.&nbsp;3983) nicht mehr mit Erfolg der Einwand der Sittenwidrigkeit entgegengehalten werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/255.html III ZR 102/07 BGH 08.11.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/254.html Thu, 22 Nov 2007 22:09:11 +0100 LG Köln: Anwaltliche Abmahnung ohne Vollmachtsurkunde (Urteil v. 06.06.2007 - 28 O 384/06) <p>1.&nbsp;Auf ein anwaltliches Abmahnschreiben, das die Aufforderung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserkl&auml;rung enth&auml;lt, ist &sect;&nbsp;174 BGB weder direkt noch analog anwendbar. Denn die Aufforderung zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserkl&auml;rung&nbsp; ist ein Angebot zum Abschluss eines Unterlassungsvertrages&nbsp;oder eine Aufforderung zur Abgabe eines entsprechenden Angebotes. Dabei handelt es sich nicht um ein &quot;einseitiges Rechtsgesch&auml;ft&quot;, auf das &sect;&nbsp;174 BGB Anwendung finden k&ouml;nnte.</p> <p>2.&nbsp;Bei Einlegung eines blo&szlig;en Kostenwiderspruchs er&uuml;brigt sich eine Pr&uuml;fung, ob die einstweilige Verf&uuml;gung zu Recht ergangen ist, weil der Kostenwiderspruch als bindender Verzicht auf den Widerspruch in der Sache anzusehen ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/254.html 28 O 384/06 LG Köln 06.06.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/252.html Fri, 16 Nov 2007 03:54:43 +0100 BGH: Keine Terminsgebühr bei Beschluss nach § 91a ZPO (Beschluss v. 25.09.2007 - VI ZB 53/06) Bei Kostenentscheidungen gem. &sect;&nbsp;91a ZPO f&auml;llt keine Terminsgeb&uuml;hr des Rechtsanwalts an, wenn nicht ausnahmsweise eine m&uuml;ndliche Verhandlung stattfindet. http://www.lawcommunity.de/volltext/252.html VI ZB 53/06 BGH 25.09.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/250.html Thu, 01 Nov 2007 18:26:53 +0100 OLG Düsseldorf: Zurückweisung einer Abmahnung mangels Vollmachtsurkunde (Urteil v. 21.11.2006 - I-20 U 22/06) Eine&nbsp;wettbewerbsrechtliche Abmahnung ist eine einseitige rechtsgesch&auml;fts&auml;hnliche Handlung, auf die &sect;&nbsp;174 BGB auch dann entsprechende Anwendung findet,&nbsp;wenn die Abmahnung zugleich das Angebot zum Abschluss eines strafbewehrten Unterlassungsvertrags enth&auml;lt.&nbsp;Eine wegen Nichtvorlage der Vollmachtsurkunde&nbsp;unverz&uuml;glich zur&uuml;ckgewiesene Abmahnung ist deshalb unwirksam. Ein Anspruch auf Erstattung der Kosten f&uuml;r die unwirksame Abmahnung besteht nicht. http://www.lawcommunity.de/volltext/250.html I-20 U 22/06 OLG Düsseldorf 21.11.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/249.html Tue, 09 Oct 2007 15:22:18 +0200 LG Hamburg: Störerhaftung bei ungesichertem Funknetz (Urteil v. 26.07.2006 - 308 O 407/06) Die Verwendung einer ungesch&uuml;tzten WLAN-Verbindung f&uuml;r den Zugang ins Internet birgt&nbsp;die keinesfalls unwahrscheinliche M&ouml;glichkeit, dass unbekannte&nbsp;Dritte diese Verbindung nutzen, um eine Urheberrechtsverletzung zu begehen. Das l&ouml;st Pr&uuml;f- und gegebenenfalls Handlungspflichten des Anschlussinhabers aus, um der M&ouml;glichkeit solcher Rechtsverletzungen vorzubeugen. Entlasten kann den Anschlussinhaber insoweit weder sein fehlendes technisches Verst&auml;ndnis noch sein fehlendes Bewusstsein, dass&nbsp;Dritte eine ungesicherte WLAN-Verbindung unbefugt benutzen k&ouml;nnen. http://www.lawcommunity.de/volltext/249.html 308 O 407/06 LG Hamburg 26.07.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/248.html Tue, 09 Oct 2007 13:24:57 +0200 LG Frankfurt a. M.: Filesharing über ungesicherte WLAN-Verbindung (Urteil v. 01.02.2007 - 2/3 O 771/06) Die Verwendung einer ungesch&uuml;tzten WLAN-Verbindung f&uuml;r den Zugang ins Internet birgt die keinesfalls unwahrscheinliche M&ouml;glichkeit, dass unbekannte&nbsp;Dritte diese Verbindung nutzen. Das l&ouml;st Pr&uuml;fungs- und ggf. Handlungspflichten des Anschlussinhabers aus, um der M&ouml;glichkeit einer Rechtsverletzung vorzubeugen, etwa durch Einrichtung eines Passwortschutzes, Auschalten des Routers bei Abwesenheit oder Verschl&uuml;sselung der Kommunikation zwischen Router und PC. http://www.lawcommunity.de/volltext/248.html 2/3 O 771/06 LG Frankfurt a. M. 01.02.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/246.html Thu, 04 Oct 2007 15:56:12 +0200 OLG Karlsruhe: Keine Hinsendekosten bei vollständigem Widerruf (Urteil v. 05.09.2007 - 15 U 226/06) Macht ein Verbraucher hinsichtlich aller in einem einheitlichen Bestellvorgang bestellten Waren von seinem fernabsatzrechtlichen Widerrufs- oder R&uuml;ckgaberecht (&sect;&sect;&nbsp;355, 356 BGB) Gebrauch, so sind die Kosten f&uuml;r den Versand der Ware zum Verbraucher (&quot;Hinsendekosten&quot;) von dem&nbsp;Unternehmer zu tragen. http://www.lawcommunity.de/volltext/246.html 15 U 226/06 OLG Karlsruhe 05.09.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/244.html Wed, 03 Oct 2007 14:08:47 +0200 OLG Hamburg: Wertersatzklausel bei eBay (Beschluss v. 19.06.2007 - 5 W 92/07) Die Regelungen zur Widerrufsbelehrung im Fernabsatz (&sect; 312c Abs. 1, Abs. 2 BGB) sind als Spezialregelungen zum Zeitpunkt und zur Art und Weise der Belehrung &uuml;ber die Rechtsfolgen des Widerrufs anzusehen und gehen in ihrem Anwendungsbereich &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB vor. Deshalb kann sich der Unternehmer bei diesen Vertr&auml;gen seinen&nbsp;&uuml;ber &sect;&nbsp;346 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr.&nbsp;3 BGB hinausgehenden&nbsp;Wertersatzanspruch erhalten, indem er den Verbraucher noch bis zur Lieferung der Ware in Textform informiert. http://www.lawcommunity.de/volltext/244.html 5 W 92/07 OLG Hamburg 19.06.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/242.html Wed, 03 Oct 2007 12:38:16 +0200 OLG Hamburg: Widerrufsbelehrung bei eBay (Beschluss v. 12.09.2007 - 5 W 129/07) Es stellt zumindest keinen erheblichen Wettbewerbsversto&szlig; i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;3 UWG dar, wenn die Belehrung &uuml;ber den Beginn der Widerrufsfrist dem Mustertext des Gesetzgebers folgt (&quot;Die Frist&nbsp;beginnt fr&uuml;hestens mit Erhalt dieser Belehrung&quot;), selbst wenn dieser unvollst&auml;ndig ist. Es w&auml;re ein &Uuml;berspannung der Pflichten eines Gewerbebetreibenden, wenn man verlangen wollte, dass er in dem &uuml;beraus komplizierten und verschachtelten Fernabsatzrecht kl&uuml;ger sein soll als der Gesetzgeber. http://www.lawcommunity.de/volltext/242.html 5 W 129/07 OLG Hamburg 12.09.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/241.html Tue, 02 Oct 2007 15:55:49 +0200 AG Krefeld: Gerichtsstand der unerlaubten Handlung (Urteil v. 14.02.2007 - 4 C 305/06) Erfolgsort i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;32 ZPO ist nicht jeder Ort in der Bundesrepublik oder weltweit, an dem eine Internet-Ver&ouml;ffentlichung abgerufen werden konnte. Die Annahme eines weltweit f&uuml;r den Gesch&auml;digten w&auml;hlbaren Gerichtsstandes verst&ouml;&szlig;t gegen das Willk&uuml;rverbot und das Gebot des gesetzlichen Richters (Art. 101 GG). http://www.lawcommunity.de/volltext/241.html 4 C 305/06 AG Krefeld 14.02.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/240.html Tue, 02 Oct 2007 14:47:43 +0200 LG Krefeld: Gerichtsstand der unerlaubten Handlung (Urteil v. 14.09.2007 - 1 S 32/07) Der Ausuferung des &quot;fliegenden Gerichtsstandes&quot; bei im Internet begangenen unerlaubten Handlungen ist dadurch Einhalt zu geben, dass darauf abgestellt wird, ob sich die Verletzungshandlung, das hei&szlig;t die Internetseite mit dem rechtsverletzenden Inhalt, im Bezirk des angerufenen Gerichts im konkreten Fall bestimmungsgem&auml;&szlig; habe auswirken sollen. http://www.lawcommunity.de/volltext/240.html 1 S 32/07 LG Krefeld 14.09.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/238.html Wed, 12 Sep 2007 00:18:30 +0200 OLG Köln: Widerrufsbelehrung bei eBay (Urteil v. 24.08.2007 - 6 U 60/07) <p>1.&nbsp;Vertr&auml;ge &uuml;ber die Internet-Handelsplattform eBay kommen grunds&auml;tzlich ohne besondere Annahmeerkl&auml;rung des Unternehmers zustande. Bis zu seiner den Vertragsschluss bewirkenden Annahmeerkl&auml;rung wird dem eBay-Kunden allerdings die Widerrufsbelehrung des Anbieters regelm&auml;&szlig;ig nicht in Textform mitgeteilt; denn Angaben auf einer eBay-Angebotsseite wahren die Textform nicht. Nach den f&uuml;r Vertragsschl&uuml;sse &uuml;ber eBay typischen Umst&auml;nden endet die Widerrufsfrist deshalb erst nach einem Monat (&sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BGB).</p> <p>2.&nbsp;Der Satz &quot;Die Frist beginnt fr&uuml;hestens mit Erhalt der Ware und dieser Belehrung&quot; belehrt den Verbraucher hinreichend klar und verst&auml;ndlich dar&uuml;ber, dass die Widerrufsfrist nicht zu laufen beginnt, bevor er die Ware und die Belehrung erhalten hat. Denn damit ist einerseits klargestellt, dass es f&uuml;r den Fristbeginn keinesfalls auf den Zeitpunkt der erstmaligen Kenntnisnahme der Belehrung auf der Angebotsseite des Verk&auml;ufers im Internet ankommt. Andererseits wird dem Verbraucher zutreffend mitgeteilt, dass er neben der Ware eine Belehrung erhalten muss, damit die Frist in Gang gesetzt wird.</p> <p>3.&nbsp;Die Auffassung, dass &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 Nr. 2 BGB f&uuml;r Fernabsatzvertr&auml;ge eine dem &sect;&nbsp;357 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB vorgehende Spezialregelung enthalte, ist unzutreffend; ein Spezialit&auml;tsverh&auml;ltnis zwischen den Vorschriften d&uuml;rfte eher umgekehrt bestehen. </p> http://www.lawcommunity.de/volltext/238.html 6 U 60/07 OLG Köln 24.08.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/236.html Wed, 22 Aug 2007 23:35:43 +0200 AG München: Kündigung eines DSL-Anschlusses bei Umzug (Urteil v. 20.03.2007 - 271 C 32921/06) Der Inhaber eines DSL-Anschlusses ist zur K&uuml;ndigung des dem Anschluss zu Grunde liegenden Vertrages berechtigt, wenn er umzieht, und der Telekommunikationsdiensteanbieter die von ihm geschuldeten Vertragsleistungen am neuen Wohnort des Kunden nicht erbringen kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/236.html 271 C 32921/06 AG München 20.03.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/234.html Wed, 01 Aug 2007 07:27:17 +0200 OLG Brandenburg: Keine Abmahnung bei fehlenden Pflichtangaben in Geschäftsbriefen (Urteil v. 10.07.2007 - 6 U 12/07) Der Umstand, dass ein Gewerbetreibender entgegen &sect; 15b Abs.&nbsp;1 GewO in einem seiner Gesch&auml;ftsbriefe nicht seinen&nbsp;Familiennamen mit mindestens einem ausgeschriebenem Vornamen angibt, ist nicht geeignet, den Wettbewerb zu beeinflussen. http://www.lawcommunity.de/volltext/234.html 6 U 12/07 OLG Brandenburg 10.07.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/232.html Sun, 22 Jul 2007 15:04:16 +0200 LG Frankfurt a. M.: Schadensersatz wegen unrichtiger Artikelbeschreibung bei eBay (Urteil v. 31.01.2007 - 2-16 S 3/06) Artikelbeschreibungen innerhalb der Auktionsplattform eBay m&uuml;ssen &ndash; wie sich auch aus &sect; 8 Nr. 4 der allgemeinen Grunds&auml;tze von eBay ergibt &ndash; vollst&auml;ndig und richtig sein. Wird ein Artikel fahrl&auml;ssig falsch beschrieben, so steht dem K&auml;ufer ein Schadensersatzanspruch aus &sect;&sect; 434, 437 Nr. 3, 281 BGB zu, der auf sein positives Interesse gerichtet ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/232.html 2-16 S 3/06 LG Frankfurt a. M. 31.01.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/231.html Sat, 14 Jul 2007 12:10:18 +0200 LG Hanau: Dauer der Widerrufsfrist bei eBay (Urteil v. 12.06.2007 - 5 O 34/07) Eine Widerrufsbelehrung auf einer Angebotsseite bei eBay&nbsp;ist keine Belehrung in Textform (&sect;&nbsp;126b BGB). Daran &auml;ndert nichts, dass die Internetseite bei Aufruf f&uuml;r eine gewisse Zeit automatisch auf dem Computer des Adressaten zwischengespeichert wird, und dass der Empf&auml;nger die Seite manuell&nbsp;dauerhaft auf seiner Festplatte speichern k&ouml;nnte. Ebenso ist die Angebotsseite nicht deshalb als zur dauerhaften Wiedergabe in Schriftzeichen geeignet anzusehen, weil eBay sie f&uuml;r einen gewissen Zeitraum in unver&auml;nderter Form zum erneuten Aufruf bereith&auml;lt. http://www.lawcommunity.de/volltext/231.html 5 O 34/07 LG Hanau 12.06.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/230.html Sat, 16 Jun 2007 08:48:57 +0200 OLG Köln: Keine Zustellung eines Verfügungsbeschlusses durch Übermittlung per Telefax (Beschluss v. 04.07.2006 - 6 W 81/06) Die durch das Zustellungsreformgesetz von 2001&nbsp;geschaffene M&ouml;glichkeit, eine Zustellung auch durch Telekopie oder elektronische Mittel vorzunehmen (&sect;&nbsp;174 Abs.&nbsp;2 und 3 ZPO), hat nichts daran ge&auml;ndert, dass zwischen dem Zugang eines Schriftst&uuml;ckes und dessen Zustellung strikt zu unterscheiden ist, und unabdingbares Erfordernis f&uuml;r eine Zustellung&nbsp; die unzweifelhafte &Auml;u&szlig;erung des Willens ist, das Schriftst&uuml;ck zur Zustellung anzunehmen. http://www.lawcommunity.de/volltext/230.html 6 W 81/06 OLG Köln 04.07.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/228.html Wed, 30 May 2007 13:46:32 +0200 BGH: Umfang der verbraucherrechtlichen Widerrufsbelehrung (Urteil v. 12.04.2007 - VII ZR 122/06) Eine Widerrufsbelehrung, die lediglich &uuml;ber die Pflichten des Verbrauchers im Falle des Widerrufs, nicht jedoch &uuml;ber dessen wesentliche Rechte informiert, entspricht nicht den Anforderungen des Gesetzes. http://www.lawcommunity.de/volltext/228.html VII ZR 122/06 BGH 12.04.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/226.html Fri, 18 May 2007 12:34:16 +0200 LG Stendal: Anforderungen an Telefonrechnung bei Mehrwertdiensten (Urteil v. 18.08.2005 - 22 S 51/05) Ein Telekommunikationsunternehmen, das den Kunden auf Bezahlung sog. Mehrwertdienste in Anspruch nimmt, muss dem Kunden eine Rechnung vorlegen, die&nbsp;ihn in die Lage versetzt, den Inhalt der Rechnung qualifiziert zu bestreiten. Daf&uuml;r ist die Angabe, dass eine bestimmte Rufnummer zu einer bestimmten Zeit angew&auml;hlt wurde, unzureichend. Aus der Telefonrechnung m&uuml;ssen vielmehr der Mehrwertdienstanbieter, die von ihm erbrachte Leistung und der daf&uuml;r geschuldete Tarif erkennbar sein. http://www.lawcommunity.de/volltext/226.html 22 S 51/05 LG Stendal 18.08.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/225.html Fri, 27 Apr 2007 08:57:33 +0200 LG Augsburg: Darlegungs- und Beweislast für Inanspruchnahme von Mehrwertdiensten (Urteil v. 24.04.2007 - 3 O 678/06) <p>1.&nbsp;Die Darlegungs- und Beweislast f&uuml;r die Inanspruchnahme von Leistungen, insbesondere die Herstellung einer Verbindung, tr&auml;gt grunds&auml;tzlich der Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen (<em>BGH,</em> NJW 2004, 3183).</p> <p>2.&nbsp;Ein Telekommunikationsunternehmen, das den Kunden auf Bezahlung sog. Mehrwertdienste in Anspruch nimmt, muss eine Telefonrechnung vorlegen, die den Kunden in die Lage versetzt, den Inhalt der Rechnung qualifiziert zu bestreiten.</p> <p>3.&nbsp;Aus dem Rechtsgedanken des &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 TKV ist zu entnehmen, dass das Risiko der unbemerkten Herstellung von Verbindungen nicht der Anschlusskunde zu tragen hat.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/225.html 3 O 678/06 LG Augsburg 24.04.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/224.html Thu, 19 Apr 2007 19:36:10 +0200 AG Hamburg: Double-Opt-In-Verfahren: Darlegungs- und Beweislast (Urteil v. 11.10.2006 - 6 C 404/06) <p>1.&nbsp;Der Versender einer Werbemail muss darlegen und beweisen, dass eine Einwilligung des Empf&auml;ngers der E-Mail vorliegt. Daf&uuml;r gen&uuml;gt es nicht, dass sich der Versender pauschal auf ein angeblich ordnungsgem&auml;&szlig;es &quot;Double Opt-In&quot;-Verfahren beruft. Er muss vielmehr darlegen, ob und ggf. wie er die Identit&auml;t des Empf&auml;ngers au&szlig;erhalb der M&ouml;glichkeiten der virtuellen Welt &uuml;berpr&uuml;ft, den Empf&auml;nger der Aktivierungsmail mit dem Inhaber der E-Mail-Anschrift in Relation gesetzt und die als zwingend dargestellte Personenidentit&auml;t verifiziert hat.</p> <p>2.&nbsp;&sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UWG ist die die Wertung zu entnehmen, dass schon die erste unverlangt zugesendete Werbe-E-Mail als unzumutbare Bel&auml;stigung anzusehen ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/224.html 6 C 404/06 AG Hamburg 11.10.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/223.html Wed, 11 Apr 2007 20:21:39 +0200 AG München: Double-Opt-In-Verfahren (Urteil v. 30.11.2006 - 161 C 29330/06) <p>Allein die per E-Mail &uuml;bersandte Aufforderung zur Best&auml;tigung einer E-Mail-Adresse im Rahmen des Double-Opt-In-Verfahrens l&ouml;st mangels unzumutbarer Bel&auml;stigung noch keinen Unterlassungsanspruch aus.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/223.html 161 C 29330/06 AG München 30.11.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/222.html Fri, 09 Mar 2007 20:06:04 +0100 LG Kleve: Widerrufsfrist bei eBay-Auktion (Urteil v. 02.03.2007 - 8 O 128/06) <p>1.&nbsp;Ein Angebot bei eBay, bei dem Text und Abbildung so voneinander abweichen, dass nicht eindeutig ist, ob zu dem angegebenen Kaufpreis f&uuml;nf oder sechs Gegenst&auml;nde (hier: K&ouml;der f&uuml;r das Sportfischen) angeboten werden, ist wettbewerbswidrig.</p> <p>2.&nbsp;Die Frist f&uuml;r einen fernabsatzrechtlichen Widerruf betr&auml;gt bei &uuml;ber eBay geschlossenen Vertr&auml;gen nicht zwei&nbsp;Wochen, sondern einen Monat.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/222.html 8 O 128/06 LG Kleve 02.03.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/220.html Wed, 07 Mar 2007 04:51:17 +0100 KG: Keine Berufung des Unterlassungsschuldners bei E-Mail-Werbung (Urteil v. 26.01.2007 - 9 U 52/06) <p>1.&nbsp;Bereits die Zusendung einer einzigen E-Mail werbenden Inhalts&nbsp;stellt einen Eingriff in das allgemeine Pers&ouml;nlichkeitsrecht bzw. in den eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb dar. Dem&nbsp;Empf&auml;nger steht bei Vorliegen einer Wiederholungsgefahr ein Unterlassungsanspruch aus &sect;&sect;&nbsp;823 Abs.&nbsp;1, 1004 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB analog zu.</p> <p>2.&nbsp;Die Berufung gegen ein Urteil, dass den Werbenden dazu verpflichtet, die Zusendung weiterer E-Mails zu unterlassen, ist unzul&auml;ssig. Denn&nbsp;sein auf die Unterlassungsverpflichtung bezogenes Abwehrinteresse wird allein durch den Aufwand und die Kosten bestimmt, die damit verbunden sind, dem titulierten Unterlassungsanspruch nachzukommen. Aufwand und Kosten &uuml;bersteigen aber keinesfalls 600&nbsp;&euro;, weil der Werbende lediglich&nbsp;eine E-Mail-Adresse aus seiner Verteilerliste l&ouml;schen muss.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/220.html 9 U 52/06 KG 26.01.2007 http://www.lawcommunity.de/volltext/219.html Sun, 04 Mar 2007 18:56:04 +0100 LG Köln: Kein Anscheinsbeweis für Identität des Käufers bei eBay-Kauf (Urteil v. 27.10.2005 - 8 O 15/05) <p>1.&nbsp;Grunds&auml;tzlich tr&auml;gt jede Partei die Beweislast daf&uuml;r, dass der Tatbestand&nbsp;einer ihr g&uuml;nstigen Rechtsnorm erf&uuml;llt ist. Eine abweichende Verteilung der Beweislast aus Billigkeitsgr&uuml;nden ist auch in Hinblick auf die Gefahrenbereiche, die einem Vertragsschluss im Rahmen einer Internetauktion eigen sind, nicht geboten.</p> <p>2.&nbsp;Im Hinblick auf den derzeitigen Sicherheitsstandard der im Internet verwendeten Passw&ouml;rter kann nicht der Schluss gezogen werden, dass der Verwender eines Passworts nach der Lebenserfahrung auch derjenige ist, auf den dieses Passwort ausgestellt wurde oder zumindest jemand, dem er die Kenntnis dieses Passworts erm&ouml;glicht hat.<br /></p> http://www.lawcommunity.de/volltext/219.html 8 O 15/05 LG Köln 27.10.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/217.html Fri, 02 Mar 2007 15:08:37 +0100 OLG Hamm: Kein Anscheinsbeweis für Identität des Käufers bei eBay-Kauf (Urteil v. 16.11.2006 - 28 U 84/06) Der Sicherheitsstandard im Internet ist derzeit nicht ausreichend, um i.&nbsp;S. eines Anscheinsbeweises aus der Verwendung eines geheimen Passworts auf denjenigen als Verwender zu schlie&szlig;en, dem dieses Passwort urspr&uuml;nglich zugeteilt worden ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/217.html 28 U 84/06 OLG Hamm 16.11.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/214.html Tue, 27 Feb 2007 16:47:18 +0100 OLG Koblenz: Streitwert bei E-Mail-Werbung (Beschluss v. 29.09.2006 - 14 W 590/06) <p>1.&nbsp;Bei unverlangter E-Mail-Werbung&nbsp;handelt sich um ein &Auml;rgernis, dessen finanziellem Anreiz nur durch eine entsprechende Streitwertfestsetzung angemessen begegnet werden kann.</p> <p>2.&nbsp;Bei einer&nbsp;421&nbsp;kB gro&szlig;en E-Mail an einen Rechtsanwalt, deren&nbsp;werbender Inhalt sich erst nach&nbsp;der Lekt&uuml;re weiter Passagen der Mitteilung erschlie&szlig;t, ist ein Streitwert von 10.000&nbsp;&euro; angemessen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/214.html 14 W 590/06 OLG Koblenz 29.09.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/213.html Thu, 22 Feb 2007 11:11:07 +0100 BGH: Sachverständigenbeweis bei Vorhandensein eines "Trojaners" (Urteil v. 23.11.2006 - III ZR 65/06) Ist zwischen einem Telefonanschlussinhaber und seinem Teilnehmernetzbetreiber strittig, ob und gegebenenfalls in welcher Weise sich ein auf dem Heimcomputer des Anschlussinhabers vorgefundenes Schadprogramm auf das Telefonentgeltaufkommen ausgewirkt hat, ist &uuml;ber die widerstreitenden Behauptungen ein Sachverst&auml;ndigengutachten einzuholen, es sei denn das Gericht verf&uuml;gt ausnahmsweise &uuml;ber eigene besondere Sachkunde und legt diese im Urteil und in einem vorherigen Hinweis an die Parteien dar. http://www.lawcommunity.de/volltext/213.html III ZR 65/06 BGH 23.11.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/211.html Tue, 20 Feb 2007 21:17:05 +0100 LG Gießen: Erhalt nicht bestellter Ware nach Internet-Bestellung (Urteil v. 04.06.2003 - 1 S 413/02) Auch im Internethandel ist nach der Verkehrssitte nicht zu erwarten, dass die Annahme einer E-Mail-Bestellung (Vertragsofferte) dem Besteller gegeg&uuml;ber mitgeteilt wird. Eine Annahme nach &sect;&nbsp;151 Satz&nbsp;1 BGB liegt allerdings nicht vor, wenn andere als die bestellten Waren zugesandt werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/211.html 1 S 413/02 LG Gießen 04.06.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/210.html Sat, 17 Feb 2007 13:45:12 +0100 AG Hamburg-Altona: Unwirksame Forderungsabtretung von Netzbetreiber an Inkassobüro (Urteil v. 08.08.2006 - 316 C 59/06) Ein Telekommunikationsdiensteanbieter kann Entgeltforderungen jedenfalls dann nicht wirksam an ein Inkassounternehmen abtreten, wenn die Abtretungsvereinbarung die &Uuml;bermittlung von Verbindungsdaten an den Zessionar zul&auml;sst. Zumindest in diesem Fall verst&ouml;&szlig;t die Abtretung gegen das Fernmeldegeheimnis (&sect;&nbsp;206 Abs.&nbsp;1 StGB i.&nbsp;V. mit &sect;&nbsp;88 TKG) und ist deshalb nach &sect;&nbsp;134 BGB nichtig. http://www.lawcommunity.de/volltext/210.html 316 C 59/06 AG Hamburg-Altona 08.08.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/209.html Wed, 31 Jan 2007 14:06:21 +0100 LG Dortmund: Keine Versiegelung i. S. von § 312d Abs. 4 Nr. 2 durch Tesafilm-Streifen (Urteil v. 26.10.2006 - 16 O 55/06) Bei einer CD-&nbsp;oder DVD-H&uuml;lle, die lediglich mit einem Tesafilm-Streifen verklebt ist, damit die CD oder DVD w&auml;hrend des Versandes nicht aus der H&uuml;lle f&auml;llt und zerst&ouml;rt wird, kann von einer Versiegelung i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;4 Nr. 2 BGB keine Rede sein. http://www.lawcommunity.de/volltext/209.html 16 O 55/06 LG Dortmund 26.10.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/208.html Tue, 23 Jan 2007 21:17:47 +0100 LG Paderborn: Textform der Verbraucherinformationen bei eBay-Angeboten (Urteil v. 28.11.2006 - 6 O 70/06) Bei Fernabsatzvertr&auml;gen, die &uuml;ber&nbsp;Auktionsplattform eBay geschlossen werden, gen&uuml;gt&nbsp;ein Unternehmer seinen Informations- und Belehrungspflichten gegen&uuml;ber Verbrauchern &uuml;ber das&nbsp;Bestehen des Widerrufs- oder R&uuml;ckgaberechts, wenn die notwendigen Informationen im Rahmen des Angebots zur Verf&uuml;gung gestellt werden und der Verbraucher die M&ouml;glichkeit hat, sie zu speichern und auszudrucken. http://www.lawcommunity.de/volltext/208.html 6 O 70/06 LG Paderborn 28.11.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/206.html Mon, 08 Jan 2007 18:55:07 +0100 BGH: Unverlangte Telefax-Werbung - Telefax-Werbung II (Urteil v. 01.06.2006 - I ZR 167/03) Der Umstand, dass Telefaxsendungen immer h&auml;ufiger unmittelbar auf einen PC geleitet und nicht mit einem herk&ouml;mmlichen Faxger&auml;t ausgedruckt werden, &auml;ndert nichts daran, dass eine per Telefax unaufgefordert &uuml;bermittelte Werbung auch gegen&uuml;ber Gewerbetreibenden grunds&auml;tzlich als wettbewerbswidrig anzusehen ist (im Anschluss an BGH, Urt. v. 25.10.1995 &ndash; I&nbsp;ZR&nbsp;255/93, GRUR 1996, 208 = WRP 1996, 100 &ndash; Telefax-Werbung&nbsp;I). http://www.lawcommunity.de/volltext/206.html I ZR 167/03 BGH 01.06.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/205.html Wed, 03 Jan 2007 11:56:14 +0100 KG: Einmonatige Widerrufsfrist bei eBay-Verkäufen (Beschluss v. 05.12.2006 - 5 W 295/06) <p>1.&nbsp;Bei Kaufvertr&auml;gen, die &uuml;ber die Plattform eBay geschlossen werden, betr&auml;gt die Frist f&uuml;r einen fernabsatzrechtlichen Widerruf gem. &sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;2 BGB einen Monat, weil bei eBay&nbsp;eine Widerrufsbelehrung in Textform nicht vor Vertragsschluss&nbsp;&ndash; der regelm&auml;&szlig;ig&nbsp;bereits mit Abgabe des H&ouml;chstgebotes erfolgt&nbsp;&ndash; erteilt werden kann. Denn bei Texten, die nur&nbsp;ins Internet eingestellt worden sind, ist die Textform nur gewahrt, wenn es tats&auml;chlich zur Perpetuierung (Ausdruck, Download) beim abrufenden Verbraucher kommt.</p> <p>2.&nbsp;Da eine Widerrufsbelehrung in Textform mit einer (nur) ins Internet gestellten Belehrung noch nicht erfolgt ist, beginnt die Widerrufsfrist nicht bereits mit Erhalt &quot;dieser&quot;&nbsp;&ndash; im Internet verf&uuml;gbaren&nbsp;&ndash; Belehrung, sondern fr&uuml;hestens mit Erhalt einer in Textform noch gesondert mitzuteilenden Widerrufsbelehrung zu laufen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/205.html 5 W 295/06 KG 05.12.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/204.html Wed, 29 Nov 2006 23:22:46 +0100 LG Bonn: Formularmäßig Einwilligung von Verbrauchern in Telefonwerbung (Urteil v. 31.10.2006 - 11 O 66/06) <p>1.&nbsp;Eine formularm&auml;&szlig;ig eingeholte Einwilligung von Verbrauchern, die zu uneingeschr&auml;nkter telefonischer Werbung berechtigen soll, verst&ouml;&szlig;t gegen &sect;&sect; 4, 41 BDSG und ist unwirksam.</p> <p>2.&nbsp;Eine ohne sachlichen Zusammenhang in AGB eingebaute Einwilligungsklausel verst&ouml;&szlig;t gegen das Transparenzgebot (&sect;&nbsp;307 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;2 BGB).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/204.html 11 O 66/06 LG Bonn 31.10.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/202.html Tue, 28 Nov 2006 16:10:43 +0100 BGH: Eingescannte Unterschrift unter bestimmendem Schriftsatz (Beschluss v. 10.10.2006 - XI ZB 40/05) Eine eingescannte Unterschrift des Prozessbevollm&auml;chtigten in einem bestimmenden Schriftsatz gen&uuml;gt nicht den Formerfordernissen des &sect;&nbsp;130 Nr. 6 ZPO, wenn der Schriftsatz mithilfe eines normalen Faxger&auml;tes und nicht unmittelbar aus dem Computer versandt wurde. http://www.lawcommunity.de/volltext/202.html XI ZB 40/05 BGH 10.10.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/201.html Wed, 25 Oct 2006 16:38:44 +0200 AG Bad Kissingen: Vorzeitige Beendigung einer eBay-Auktion (Urteil v. 28.09.2006 - 1 C 0122/06) Zur vorzeitigen Beendigung&nbsp;einer eBay-Auktion ist der Verk&auml;ufer nur berechtigt, wenn er&nbsp; &uuml;ber einen Anfechtungsgrund verf&uuml;gt und nach Ma&szlig;gabe der &sect;&sect;&nbsp;119&nbsp;ff. BGB die Anfechtung auch erkl&auml;rt. http://www.lawcommunity.de/volltext/201.html 1 C 0122/06 AG Bad Kissingen 28.09.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/199.html Sat, 14 Oct 2006 12:04:50 +0200 OLG Nürnberg: Versandkostenanteil bei Ausübung des Rückgabe- oder Widerrufrechts (Hinweisbeschluss v. 05.10.2004 - 3 U 2464/04) Es verst&ouml;&szlig;t nicht gegen &sect;&sect;&nbsp;312b-d BGB, von einem Verbraucher im Falle der R&uuml;ckgabe der bestellten Ware die Bezahlung anteiliger Versandkosten (&quot;Hinsendekosten&quot;) zu verlangen. http://www.lawcommunity.de/volltext/199.html 3 U 2464/04 OLG Nürnberg 05.10.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/198.html Fri, 13 Oct 2006 13:35:36 +0200 AG Schönebeck: Löschung einer negativen eBay-Bewertung (Urteil v. 28.11.2005 - 4 C 525105 (I)) Die&nbsp;Parteien eines &uuml;ber eBay geschlossenen Kaufvertrags trifft aus dem Vertragsverh&auml;ltnis die Pflicht, die Kommentare &uuml;ber den jeweiligen Vertragspartner sachlich zu gestalten und auch nur auf wahre Umst&auml;nde zu gr&uuml;nden. http://www.lawcommunity.de/volltext/198.html 4 C 525105 (I) AG Schönebeck 28.11.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/197.html Fri, 13 Oct 2006 12:29:05 +0200 LG Bad Kreuznach: Kein Eilrechtsschutz gegen eBay-Bewertung (Beschluss v. 13.07.2006 - 2 O 290/06) Die f&uuml;r einen Unterlassungsanspruch erforderliche Wiederholungsgefahr ergibt sich nicht ohne Weiteres aus einer vorausgegangenen negativen &Auml;u&szlig;erung im Rahmen einer Bewertung auf der im Internet betriebenen Plattform von eBay. http://www.lawcommunity.de/volltext/197.html 2 O 290/06 LG Bad Kreuznach 13.07.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/195.html Sun, 08 Oct 2006 23:53:41 +0200 LG Frankfurt a. M.: Allgemeine Geschäftsbedingungen der T-Online International AG (Urteil v. 21.07.2006 - 2/2 O 404/05) Eine Klausel in Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen, nach der es dem&nbsp;Kunden obliegt, die Ware in der Originalverpackung samt Innenverpackung zur&uuml;ckzusenden, ist unwirksam, weil sie bei kundenfeindlicher Auslegung den Eindruck erweckt, dass damit das bei Fernabsatzvertr&auml;gen einzur&auml;umende R&uuml;ckgaberecht &uuml;ber die in &sect; 312d Abs. 4 BGB genannten F&auml;lle hinaus eingeschr&auml;nkt wird. http://www.lawcommunity.de/volltext/195.html 2/2 O 404/05 LG Frankfurt a. M. 21.07.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/194.html Sun, 08 Oct 2006 22:50:12 +0200 AG Bensheim: Widerrufsrecht bei Internet-Auktion (Urteil v. 04.11.2004 - 6 C 763/04) <p>1.&nbsp;Allein die Tatsache, dass jemand bei vielen Transaktionen &uuml;ber eBay als Verk&auml;ufer aufgetreten ist, kann seine Unternehmereigenschaft nicht begr&uuml;nden.</p> <p>2.&nbsp;Die Abgabe einer sachlichen und wahrheitsgem&auml;&szlig;en Bewertung stellt eine vertragliche Nebenpflicht des im Rahmen einer Internetauktion zustande gekommenen Kaufvertrages dar, deren Verletzung einen Schadensersatzanspruch ausl&ouml;sen kann.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/194.html 6 C 763/04 AG Bensheim 04.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/193.html Fri, 06 Oct 2006 18:59:36 +0200 LG Düsseldorf: Kein Unterlassungsanspruch gegen negative eBay-Bewertung (Urteil v. 18.02.2004 - 12 O 6/04) 1.&nbsp;Der Informationsaustausch im Bewertungssystem und die Weitergabe von Erfahrungen mit Handelspartnern an andere Interessenten bildet eine wesentliche Grundlage in einem zum Teil anonymisierten Handel bei eBay. <p>2.&nbsp;Wer sich mit Produkten, die er zum Verkauf anbietet, in die &Ouml;ffentlichkeit begibt, muss auch negative Kritik hinnehmen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/193.html 12 O 6/04 LG Düsseldorf 18.02.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/192.html Fri, 06 Oct 2006 16:27:56 +0200 AG Peine: Unterlassung einer unwahren eBay-Bewertung (Urteil v. 15.09.2004 - 18 C 234/04) <p>1.&nbsp;Jedem Vertragsteil eines bei eBay geschlossenen Vertrages obliegt es als Nebenpflicht i.&nbsp;S. von &sect;&nbsp;241 Abs.&nbsp;2 BGB, bei Benutzung des Bewertungssystems ausschlie&szlig;lich wahrheitsgem&auml;&szlig;e Angaben zu machen, das Gebot der Sachlichkeit zu beachten und sich der Schm&auml;hkritik zu enthalten.</p> <p>2.&nbsp;Versto&szlig;en K&auml;ufer oder Verk&auml;ufer bei der Abgabe einer Bewertung gegen diese Verhaltensregeln, kann der andere Vertragsteil aus dem Gesichtspunkt des Schadenersatzes Naturalrestitution in Form der Unterlassung der fortdauernden Beeintr&auml;chtigung durch die beanstandete Bewertung verlangen.</p> <p>3.&nbsp;Verlangt der Verk&auml;ufer die Unterlassung einer in der Bewertung des K&auml;ufers enthaltenen Tatsachenbehauptung mit der Begr&uuml;ndung, diese Behauptung enthalte wahrheitswidrige Angaben, muss der Verk&auml;ufer f&uuml;r die Unwahrheit der Tatsachenbehauptung den vollen Beweis f&uuml;hren.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/192.html 18 C 234/04 AG Peine 15.09.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/190.html Fri, 29 Sep 2006 19:43:13 +0200 OLG Celle: Kein Schadenersatz wegen Nichteintragung ins Telefonbuch (Urteil v. 07.09.2006 - 8 U 99/06) <p>1.&nbsp;Einem Gewerbetreibenden steht mangels betriebsbezogenen Eingriffs gem. &sect;&nbsp;823&nbsp;Abs.&nbsp;1 BGB kein Schadensersatzanspruch wegen Eingriffs in den eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb zu, wenn infolge eines Versehens der <em>Deutschen Telekom AG</em> f&uuml;r ein Jahr die Eintragung in ein &ouml;rtliches Telefonbuch unterbleibt.</p> <p>2.&nbsp;Ein Schadensersatzanspruch kommt ferner nicht nach &sect;&nbsp;823 Abs.&nbsp;2 BGB i.&nbsp;V. mit &sect;&nbsp;21 Abs.&nbsp;1, 3 TKV in Betracht, wenn zwar durch ein fahrl&auml;ssiges Versehen der <em>Deutschen Telekom&nbsp;AG</em> die Eintragung des Gewerbetreibenden in das &ouml;rtliche Telefonbuch unterbleibt, dieser aber f&uuml;r den fraglichen Zeitraum in das &uuml;ber&ouml;rtliche Telefonbuch eingetragen ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/190.html 8 U 99/06 OLG Celle 07.09.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/189.html Thu, 28 Sep 2006 22:07:50 +0200 LG Flensburg: Belehrung über Wertersatzpflicht bei eBay-Kauf (Urteil v. 23.08.2006 - 6 O 107/06) <p>1.&nbsp;Zur Erf&uuml;llung seiner Informations- und Belehrungspflichten &uuml;ber das Bestehen des Widerrufs- oder R&uuml;ckgaberechts kann ein Unternehmer das in &sect; 14 BGB-lnfoV bestimmte Muster verwenden.&nbsp;Die Musterbelehrung gen&uuml;gt den Anforderungen des &sect;&nbsp;355 Abs.&nbsp;2 BGB und erf&uuml;llt damit&nbsp;&ndash; trotz ihrer inhaltlich vagen Informationen&nbsp;&ndash; die Belehrungsvoraussetzungen, die nach &sect; 357 Abs. 3 Satz 1 BGB erforderlich sind, um dem Verbraucher eine Wertersatzpflicht auch f&uuml;r Sch&auml;den zu &uuml;berb&uuml;rden, die durch bestimmungsgem&auml;&szlig;en Gebrauch der Kaufsache entstanden sind.</p> <p>2.&nbsp;Der Verbraucher hat grunds&auml;tzlich nur dann Wertersatz f&uuml;r eine durch die bestimmungsgem&auml;&szlig;e Ingebrauchnahme der Sache entstandene Verschlechterung zu leisten, wenn er sp&auml;testens bei Vertragsschluss in Textform auf diese Rechtsfolge und eine M&ouml;glichkeit hingewiesen worden ist, sie zu vermeiden (&sect;&sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;1, 357 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;1 BGB). Insoweit d&uuml;rften&nbsp;&ndash; entgegen der &uuml;berwiegenden Auffassung&nbsp;&ndash; die Voraussetzungen der Textform erf&uuml;llt sein, wenn die notwendigen Informationen im Rahmen&nbsp;eines Angebots zur Verf&uuml;gung gestellt werden und Verbraucher die M&ouml;glichkeit haben, sie zu speichern oder auszudrucken.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/189.html 6 O 107/06 LG Flensburg 23.08.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/187.html Fri, 22 Sep 2006 22:39:25 +0200 OLG Koblenz: Kein originärer Anspruch des Teilnehmernetzbetreibers bzgl. fremder Mehrwertdienste (Urteil v. 09.02.2006 - 2 U 42/05) Dem Teilnehmernetzbetreiber steht bei Anwahl einer 0190er-Nummer durch den Kunden kein eigener origin&auml;rer Anspruch auf das Entgelt f&uuml;r die Mehrwertdienste gegen den Kunden zu. Macht er solche Anspr&uuml;che gerichtlich im eigenen Namen geltend, muss er unter Angabe der konkreten Umst&auml;nde, wie zum Beispiel der Absprache und der beteiligten Personen, darlegen, worauf seine Berechtigung dazu beruht. http://www.lawcommunity.de/volltext/187.html 2 U 42/05 OLG Koblenz 09.02.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/185.html Mon, 11 Sep 2006 09:53:55 +0200 LG Münster: Wirksamkeit der Musterwiderrufsbelehrung nach § 14 BGB-InfoV (Urteil v. 02.08.2006 - 24 O 96/06) Da die BGB-InfoV durch das Gesetz zur &Auml;nderung der Vorschriften &uuml;ber Fernabsatzvertr&auml;ge bei Finanzdienstleistungen vom 02.12.2004 Gesetzesrang erhalten hat, steht&nbsp;&sect;&nbsp;14&nbsp;BGB-InfoV mit &sect;&sect;&nbsp;355, 312d Abs.&nbsp;2 BGB normenhierarchisch auf einer Ebene. Dies hat zur Folge, dass ein Gesetzesversto&szlig; in Bezug auf die Widerrufsbelehrung dann zu verneinen ist, wenn die verwendete Widerrufsbelehrung dem Muster der Anlage&nbsp;2 zu &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1, 3 BGB-InfoV entspricht. http://www.lawcommunity.de/volltext/185.html 24 O 96/06 LG Münster 02.08.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/183.html Wed, 06 Sep 2006 11:59:14 +0200 OLG Hamburg: Einmonatige Widerrufsfrist bei eBay (Urteil v. 24.08.2006 - 3 U 103/06) Sind Allgemeine Gesch&auml;ftsbedigungen eines Verk&auml;ufers lediglich auf der &quot;MICH&quot;-Seite bei eBay ver&ouml;ffentlicht, und kann danach der K&auml;ufer &quot;seine Vertragserkl&auml;rung innerhalb von 2&nbsp;Wochen&nbsp;&hellip; widerrufen&quot;, so widerspricht diese Regelung der tats&auml;chlichen Rechtslage zum Widerrufsrecht der Verbraucher. Demgem&auml;&szlig; verst&ouml;&szlig;t der Verk&auml;ufer gegen &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 BGB, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 BGB-InfoV. http://www.lawcommunity.de/volltext/183.html 3 U 103/06 OLG Hamburg 24.08.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/182.html Tue, 05 Sep 2006 22:32:52 +0200 AG Dannenberg: Verpflichtung zur Rücknahme einer eBay-Bewertung (Urteil v. 13.12.2005 - 31 C 452/05 (I)) Die Ver&ouml;ffentlichung einer falschen Behauptung im Rahmen einer eBay-Bewertung (hier: &quot;Qualit&auml;t minderwertig&quot;)&nbsp;beeintr&auml;chtigt den Betroffenen in seinem allgemeinen Pers&ouml;nlichkeitsrecht aus Art.&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 i.&nbsp;V.&nbsp;m. Art.&nbsp;2 Abs.&nbsp;1 GG. Auch das Grundrecht der Meinungs&auml;u&szlig;erungsfreiheit i.&nbsp;S. von Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG&nbsp;gibt nicht das Recht, falsche Tatsachenbehauptungen aufzustellen, sodass dem Betroffenen analog &sect;&nbsp;1004 Abs&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB ein Anspruch auf Widerruf zusteht. http://www.lawcommunity.de/volltext/182.html 31 C 452/05 (I) AG Dannenberg 13.12.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/181.html Thu, 31 Aug 2006 09:57:55 +0200 AG Gemünden am Main: Unternehmereigenschaft bei Online-Auktion (Urteil v. 13.01.2004 - 10 C 1212/03) Allein aus dem Umstand, dass ein Verk&auml;ufer bei der Auktionsplattform eBay etwa 150&nbsp;Beurteilungen erhalten hat, ergibt sich nicht zwingend, dass er als Unternehmer (&sect;&nbsp;14 BGB) t&auml;tig geworden ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/181.html 10 C 1212/03 AG Gemünden am Main 13.01.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/180.html Wed, 30 Aug 2006 20:42:09 +0200 AG Stollberg: Anfechtung einer eBay-Offerte wegen Irrtums (Urteil v. 30.03.2006 - 3 C 0535/05) Wird bei eBay aufgrund eines Eingabefehlers statt des gewollten Startpreises ein Festpreis eingegeben, so kann die Offerte wegen dieses Irrtums wirksam angefochten werden (&sect;&nbsp;119 Abs.&nbsp;1, 2.&nbsp;Alt. BGB). Dass die Willenserkl&auml;rung bei Kenntnis der Sachlage und verst&auml;ndiger W&uuml;rdigung des Falles nicht abgegeben worden w&auml;re, liegt auf der Hand, wenn ein Artikel mit einem Listenpreis von 69&nbsp;&euro; f&uuml;r 1&nbsp;&euro; angeboten wird. http://www.lawcommunity.de/volltext/180.html 3 C 0535/05 AG Stollberg 30.03.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/178.html Wed, 30 Aug 2006 18:25:29 +0200 KG: Streitwert bei E-Mail-Werbung (Beschluss v. 12.05.2006 - 5 W 93/06) Schon f&uuml;r ein Verf&uuml;gungsverfahren, in dem der Antragsteller die Unterlassung von E-Mail-Werbung begehrt, kann ein Streitwert von 7.500 &euro; angemessen sein, wenn die Kommunikation mittels E-Mail f&uuml;r den Antragsteller erkennbar von besonderer gesch&auml;ftlicher oder beruflicher Bedeutung ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/178.html 5 W 93/06 KG 12.05.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/177.html Fri, 18 Aug 2006 22:49:20 +0200 KG: Widerrufsbelehrung bei eBay (Beschluss v. 18.07.2006 - 5 W 156/06) <p>1.&nbsp;Die Belehrung im Rahmen des Internet-Auftritts eines Verk&auml;ufers, wonach der Verbraucher seine Vertragserkl&auml;rung &quot;innerhalb von zwei Wochen &hellip; widerrufen&quot; kann, ist keine Widerrufsbelehrung &quot;in Textform&quot;, die dem Verbraucher &quot;mitgeteilt&quot; wird.</p> <p>2.&nbsp;Werden gleichzeitig&nbsp;&ndash; wie bei eBay &ndash;&nbsp;Waren im Rechtssinne verbindlich angeboten, sodass mit Abgabe der entsprechenden Erkl&auml;rung des Verbrauchers ein Kaufvertrag zustande kommt, dann steht die&nbsp;Belehrung &quot;Sie k&ouml;nnen Ihre Vertragserkl&auml;rung innerhalb von zwei Wochen &hellip; widerrufen&quot; in Widerspruch zu &sect; 355 Abs. 2 Satz 2 BGB, wonach die Frist einen Monat betr&auml;gt, sofern eine Widerrufsbelehrung &nbsp;&quot;in Textform&quot; erst nach Vertragsschluss mitgeteilt wird. Dieser Versto&szlig; gegen &sect; 312c Abs. 1 Satz BGB (nebst Bezugsnormen) ist gem. &sect;&sect; 3, 4 Nr. 11 UWG unlauter.</p> <p>3.&nbsp;Eine Widerrufsbelehrung, in der es hei&szlig;t, die Frist zum Widerruf beginne &quot;fr&uuml;hestens mit Erhalt der Ware&quot;,&nbsp;ist zwar nicht falsch, aber&nbsp;entgegen entgegen &sect;&nbsp;312c Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 BGB, Art.&nbsp;240 EGBGB, &sect;&nbsp;1 Abs.&nbsp;1 Nr.&nbsp;10 BGB-InfoV nicht hinreichend klar und verst&auml;ndlich.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/177.html 5 W 156/06 KG 18.07.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/175.html Thu, 17 Aug 2006 20:59:11 +0200 LG Halle: Unwirksamkeit der Musterwiderrufsbelehrung nach § 14 BGB-InfoV (Urteil v. 13.05.2005 - 1 S 28/05) &sect;&nbsp;14 Abs.&nbsp;1 BGB-lnfoV und seine Anlage&nbsp;2 sind unwirksam, weil sie sich zum Nachteil des Verbrauchers nicht in den Grenzen der Verordnungserm&auml;chtigung des Art.&nbsp;245 EGBGB bewegen. http://www.lawcommunity.de/volltext/175.html 1 S 28/05 LG Halle 13.05.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/173.html Thu, 10 Aug 2006 12:36:02 +0200 OLG Hamm: Mitverschulden bei Datenverlust (Urteil v. 01.12.2003 - 13 U 133/03) Im gewerblichen Anwenderbereich geh&ouml;rt es heute zu den vorauszusetzenden Selbstverst&auml;ndlichkeiten, dass eine zuverl&auml;ssige, zeitnahe und umfassende Routine die Datensicherung gew&auml;hrleistet. Vor einem objektiv datengef&auml;hrdenden Eingriff muss sich der Werkunternehmer zwar danach erkundigen und gegebenenfalls dar&uuml;ber vergewissern, ob die vom Anwender vorgenommene Datensicherung dem aktuellen Stand entspricht. Zus&auml;tzliche &Uuml;berpr&uuml;fungspflichten bestehen jedoch nur dann, wenn ernsthafte Zweifel vorliegen, dass die Datensicherung nicht ordnungsgem&auml;&szlig; erfolgt ist oder das Sicherungssystem nicht funktioniert http://www.lawcommunity.de/volltext/173.html 13 U 133/03 OLG Hamm 01.12.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/172.html Sat, 05 Aug 2006 08:09:41 +0200 OLG Düsseldorf: Nachfragewerbung per E-Mail - FC Troschenreuth (Urteil v. 04.10.2005 - I-20 U 64/05) <p>1.&nbsp;&quot;Werbung&quot; i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UWG liegt nicht vor, wenn der Versender &ndash; auch nicht mittelbar &uuml;ber eine Anpreisung seines Unternehmens &ndash; keine Waren oder Dienstleistungen abzusetzen versucht, sondern um Dienstleistungen des Empf&auml;ngers &quot;wirbt&quot;,&nbsp;f&uuml;r die er selbst&nbsp;&nbsp;ein Entgelt zu entrichten bereit ist.</p> <p>2.&nbsp;Ein Sportverein, der eine Website betreibt,&nbsp;auf der er sich der &Ouml;ffentlichkeit pr&auml;sentiert und seine E-Mail-Adresse bekannt gibt, muss damit rechnen, dass ihn unter dieser E-Mail-Adresse Anfragen erreichen, die jedenfalls das typische Angebot eines Sportvereins betreffen. Das betrifft nicht nur Anfragen zum Spielangebot oder f&uuml;r Kartenverk&auml;ufe, sondern unter den heutigen Umst&auml;nden auch Anfragen zur Bannerwerbung.</p> <p>3.&nbsp;Ein Hinweis auf einer Website, in dem sinngem&auml;&szlig; darauf hingewiesen wird, dass Werbemails unerw&uuml;nscht sind, betrifft mangels besonderer Umst&auml;nde nur die Absatzwerbung, nicht die Nachfrage nach entgeltpflichtigen Dienstleistungen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/172.html I-20 U 64/05 OLG Düsseldorf 04.10.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/170.html Wed, 02 Aug 2006 10:25:03 +0200 OLG Koblenz: Aktivlegitimation des Teilnehmernetzbetreibers für Ansprüche aus Mehrwertdiensten (Urteil v. 09.02.2006 - 2 U 42/05) Dem Teilnehmernetzbetreiber steht bei Anwahl einer 0190er-Nummer durch den Kunden kein eigener origin&auml;rer Anspruch auf das Entgelt f&uuml;r die Mehrwertdienste gegen den Kunden zu. Macht er solche Anspr&uuml;che gerichtlich im eigenen Namen geltend, muss er unter Angabe der konkreten Umst&auml;nde, wie z.&nbsp;B. der Absprache und der beteiligten Personen, darlegen, worauf seine Berechtigung dazu beruht. http://www.lawcommunity.de/volltext/170.html 2 U 42/05 OLG Koblenz 09.02.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/168.html Thu, 27 Jul 2006 10:52:20 +0200 BGH: Fristwahrende Schriftsatzübermittlung per Telefax (Beschluss v. 25.04.2006 - IV ZB 20/05) F&uuml;r die Beurteilung der Rechtzeitigkeit des Eingangs eines per Telefax &uuml;bersandten Schriftsatzes kommt es allein darauf an, ob die gesendeten Signale noch vor Ablauf des letzten Tages der Frist vom Telefaxger&auml;t des Gerichts vollst&auml;ndig empfangen (gespeichert) worden sind. http://www.lawcommunity.de/volltext/168.html IV ZB 20/05 BGH 25.04.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/167.html Tue, 18 Jul 2006 17:25:27 +0200 LG Karlsruhe: Erstattung von Hinsendekosten (Urteil v. 19.12.2005 - 10 O 794/05) Es verst&ouml;&szlig;t gegen &sect;&sect; 357 Abs. 1 Satz 1, 346 Abs. 1, bei Fernabsatzgesch&auml;ften nach Aus&uuml;bung des Widerrufs- bzw. R&uuml;ckgaberechts (&sect;&sect;&nbsp;355, 356 BGB)&nbsp;eine Versandkostenpauschale (&quot;Hinsendekosten&quot;)&nbsp;in Rechnung zu stellen oder&nbsp;nicht zu erstatten. http://www.lawcommunity.de/volltext/167.html 10 O 794/05 LG Karlsruhe 19.12.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/165.html Thu, 15 Jun 2006 12:54:07 +0200 OLG Düsseldorf: Haftung des Forumsbetreibers für rechtsverletzende Inhalte (Urteil v. 07.06.2006 - I-15 U 21/06) <p>1.&nbsp;Der Betreiber eines Internetforums ist verpflichtet, ihm bekannt gewordene Beitr&auml;ge rechtsverletzender Art unverz&uuml;glich zu l&ouml;schen.&nbsp;Er hat hingegen keine allgemeinen &Uuml;berwachungs- oder Forschungspflichten dahin gehend, ob rechtswidrige Inhalte &uuml;berhaupt vorhanden sind.</p> <p>2.&nbsp;Die Verpflichtung des Forumsbetreibers, ehrverletzende Inhalte zu l&ouml;schen, entsteht erst mit der Kenntnisnahme von diesen &Auml;u&szlig;erungen. Die Beweislast f&uuml;r die Erf&uuml;llung der einmal entstandenen L&ouml;schungspflicht liegt beim Forumsbetreiber.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/165.html I-15 U 21/06 OLG Düsseldorf 07.06.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/163.html Sat, 27 May 2006 19:50:00 +0200 OLG Düsseldorf: Rechtsmittelauftrag per E-Mail (Beschluss v. 04.10.2002 - 23 U 92/02) <p>1.&nbsp;Der Mandant, der seinem erstinstanzlichen Prozessbevollm&auml;chtigten einen Rechtsmittelauftrag mit E-Mail zuleitet, handelt schuldhaft, wenn die E-Mail-Nachricht den Rechtsanwalt wegen eines Eingabefehlers nicht erreicht. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach &sect;&nbsp;233 ZPO wegen der Vers&auml;umung der Berufungsfrist ist in einem solchen Fall nicht zu gew&auml;hren.</p> <p>2.&nbsp;Auch bei einer korrekten Adressierung der E-Mail-Nachricht darf der Mandant nicht wegen der Absendung der E-Mail allein auf deren ordnungsgem&auml;&szlig;en Zugang beim Adressaten vertrauen. Vielmehr handelt nur derjenige nicht schuldhaft i.&nbsp;S. des &sect;&nbsp;233 ZPO, der zus&auml;tzliche Kontrollma&szlig;nahmen vornimmt, f&uuml;r die die Anforderungen allerdings nicht zu hoch angesetzt werden d&uuml;rfen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/163.html 23 U 92/02 OLG Düsseldorf 04.10.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/161.html Fri, 26 May 2006 13:12:54 +0200 OLG Nürnberg: Rechtsmittelauftrag per E-Mail (Beschluss v. 20.04.2006 - 5 U 456/06) Erteilt ein Mandant seinem Prozessbevollm&auml;chtigten einen Rechtsmittelauftrag per E-Mail, und erreicht die E-Mail den Bevollm&auml;chtigten nicht, so&nbsp;kann die M&ouml;glichkeit,&nbsp;&nbsp;dass dem&nbsp;Absender bei der Erstellung und Versendung der fraglichen E-Mail ein Fehler unterlaufen ist, nicht au&szlig;er Betracht bleiben. Eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der Vers&auml;umung der Berufungsfrist scheidet deshalb aus. http://www.lawcommunity.de/volltext/161.html 5 U 456/06 OLG Nürnberg 20.04.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/159.html Wed, 17 May 2006 02:20:06 +0200 BGH: Verträge über R-Gespräche (Urteil v. 16.03.2006 - III ZR 152/05) <p>1.&nbsp;Der Inhaber eines Telefonanschlusses wird aus den im Wege der Nutzung seines Netzzugangs durch Dritte geschlossenen Telekommunikationsdienstleistungsvertr&auml;gen&nbsp;&ndash; &uuml;ber die Grunds&auml;tze der Duldungs- und Anscheinsvollmacht hinausgehend &ndash; verpflichtet, wenn er die Inanspruchnahme des Anschlusses zu vertreten hat (&sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;3 Satz&nbsp;3 TKV).</p> <p>2.&nbsp;Den Inhaber eines Telefonanschlusses trifft keine Obliegenheit, durch technische Vorkehrungen die Entgegennahme von R-Gespr&auml;chen durch Dritte &uuml;ber seinen Netzzugang zu verhindern. Dies mag sich &auml;ndern, wenn er die M&ouml;glichkeit erh&auml;lt, sich durch Aufnahme in eine bei der Regulierungsbeh&ouml;rde gef&uuml;hrt Sperrliste, die R-Gespr&auml;chsanbietern zur Verf&uuml;gung steht, vor diesem Dienst zu sch&uuml;tzen.</p> <p>3.&nbsp;Ein Recht auf Widerruf der auf Abschluss eines Vertrages &uuml;ber die Herstellung eines R-Gespr&auml;chs gerichteten Willenserkl&auml;rung besteht gem. &sect;&nbsp;312d Abs.&nbsp;3 BGB nicht, wenn der Angerufene das Gespr&auml;ch durch Wahl einer Tastenkombination am Telefonapparat annimmt.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/159.html III ZR 152/05 BGH 16.03.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/158.html Mon, 15 May 2006 11:17:06 +0200 BGH: Inhaltliche Verantwortlichkeit für 0190-Sondernummern (Versäumnisurteil v. 22.11.2001 - III ZR 5/01) <p>1.&nbsp;Die inhaltliche Verantwortlichkeit f&uuml;r sog. Telefon- oder Sprachmehrwertdienste (0190-Sondernummern) trifft nach &sect;&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 und 3 TDG grunds&auml;tzlich nur den Diensteanbieter, nicht den die Verbindung zwischen dem Anrufer und dem Diensteerbringer herstellenden Netzbetreiber.</p> <p>2.&nbsp;Stellt ein Netzbetreiber auf der Grundlage eines bestehenden (wertneutralen) Telefondienstvertrags einem Kunden f&uuml;r die Inanspruchnahme von Telefon- oder Sprachmehrwertdiensten (0190-Sondernummern) das nach der geltenden Preisliste ermittelte Entgelt in Rechnung, so kann der Kunde nicht einwenden, die in der Rechnung aufgef&uuml;hrten 0190-Sondernummern seien zu dem Zweck angew&auml;hlt worden, (sittenwidrige) Telefonsex-Gespr&auml;che zu f&uuml;hren (Abgrenzung zu <em>BGH,</em> Urt. v. 09.06.1998&nbsp;&ndash; XI&nbsp;ZR&nbsp;192/97, NJW 1998, 2895).</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/158.html III ZR 5/01 BGH 22.11.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/157.html Mon, 15 May 2006 10:14:33 +0200 AG Freiburg: Keine Sittenwidrigkeit des Telekommunikationsvertrages bei Telefonsex (Urteil v. 08.02.2002 - 3 C 1782/01) Die m&ouml;gliche Sittenwidrigkeit von Sextelefonaten schl&auml;gt nicht auf den Telekommunikationsvertrag durch. Denn die T&auml;tigkeit des Telekommunikationsdiensteanbieters beschr&auml;nkt sich auf die Vermittlung von Gespr&auml;chen und die Erstellung von Rechnungen, ohne dass er im Einzelfall Kenntnis vom Inhalt der Gespr&auml;che hat. Eine entsprechende Kontrolle s&auml;mtlicher Servicenummern ist ihm auch nicht zuzumuten. Er f&uuml;hrt lediglich Hilfsgesch&auml;fte mit rechtlich neutralem Charakter aus, die nicht in derart engem Zusammenhang mit den angebotenen Telefondienstleistungen stehen, dass sie an deren Sittenwidrigkeit teilhaben. http://www.lawcommunity.de/volltext/157.html 3 C 1782/01 AG Freiburg 08.02.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/155.html Tue, 09 May 2006 19:12:20 +0200 OLG Oldenburg: Beseitigungsanspruch gegen eBay-Bewertung (Urteil v. 03.04.2006 - 13 U 71/05) Zu den Voraussetzungen eines Beseitigungsanspruchs wegen Verletzung von Pers&ouml;nlichkeitsrechten bei Ver&ouml;ffentlichung negativer Kritik innerhalb einer Internet-Verkaufsplattform. http://www.lawcommunity.de/volltext/155.html 13 U 71/05 OLG Oldenburg 03.04.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/154.html Tue, 09 May 2006 11:02:12 +0200 AG München: Veröffentlichung eines Urteils im Internet (Urteil v. 15.09.2004 - 161 C 17453/04) Einem Beklagten, der ein ihm g&uuml;nstiges Urteil ohne Hinweis auf die fehlende Rechtskraft auf seiner Homepage ver&ouml;ffentlicht, ist nach Vorliegen einer ihm ung&uuml;nstigen Entscheidung des Rechtsmittelgerichts eine angemessene Zeit zur &Uuml;berlegung zuzubilligen, ob und ggf. wie er die ab&auml;ndernde Entscheidung in seine Urteilsdatenbank aufnimmt. Als angemessen&nbsp;wird man einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen ansehen k&ouml;nnen. http://www.lawcommunity.de/volltext/154.html 161 C 17453/04 AG München 15.09.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/151.html Thu, 04 May 2006 10:57:38 +0200 AG Lahr: Erklärungsirrtum im Internet (Urteil v. 21.12.2004 - 5 C 245/04) Beruht eine Preisangabe in einem Online-Shop auf einem Tippfehler auf Verk&auml;uferseite, so ist ein auf dieser Grundlage evtl. geschlossener Kaufvertrag anfechtbar, obwohl der Fehler bereits in einem Stadium erfolgte, als rechtlich erst eine invitatio ad offerendum erstellt wurde. Denn entscheidend ist, dass der Fehler, der bei der Eingabe der Daten unterlaufen ist, in einer sp&auml;ter abgegebenen Annahmeerkl&auml;rung fortwirkt. http://www.lawcommunity.de/volltext/151.html 5 C 245/04 AG Lahr 21.12.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/150.html Sat, 22 Apr 2006 14:33:01 +0200 LG Hamburg: Haftung für Forenbeiträge (Urteil v. 02.12.2005 - 324 O 721/05) <p>1.&nbsp;Wer ein Internetforum betreibt, in dem Inhalte in pressem&auml;&szlig;iger Weise verbreitet werden, mu&szlig; Vorkehrungen dahin gehend treffen, dass &uuml;ber diese Einrichtungen keine rechtswidrigen Inhalte verbreitet werden.</p> <p>2.&nbsp;Die im MDStV oder im TDG vorgesehenen Haftungsprivilegien gelten nicht f&uuml;r die Verantwortlichkeit des zur Unterlassung verpflichteten St&ouml;rers.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/150.html 324 O 721/05 LG Hamburg 02.12.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/149.html Fri, 21 Apr 2006 16:22:05 +0200 LG Dortmund: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 30.08.2005 - 19 O 20/05) An sich unzul&auml;ssige E-Mail-Werbung wird nicht dadurch zul&auml;ssig, dass sie bereits in der Betreffzeile&nbsp;als Werbung zu erkennen ist oder ggf. durch&nbsp;&ndash; ohnehin nicht hundertprozentig sicher arbeitende &ndash; Filterprogramme aussortiert werden kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/149.html 19 O 20/05 LG Dortmund 30.08.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/148.html Thu, 13 Apr 2006 09:21:39 +0200 LG München I: Allgemeine Geschäftsbedingungen für Prepaid-Produkt (Urteil v. 26.01.2006 - 12 O 16098/05) Eine Klausel in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen f&uuml;r Prepaid-Dienstleistungen eines Mobilfunknetzbetreibers, nach der ein Guthaben, dessen &Uuml;bertragung auf das Guthabenkonto mehr als 365&nbsp;Tage zur&uuml;ckliegt, verf&auml;llt,&nbsp;sofern es nicht durch eine weitere Aufladung, die binnen eines Monats nach Ablauf der 365&nbsp;Tage erfolgen muss, wieder nutzbar gemacht wird, ist unwirksam. http://www.lawcommunity.de/volltext/148.html 12 O 16098/05 LG München I 26.01.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/147.html Mon, 27 Mar 2006 13:35:32 +0200 OLG Koblenz: Unternehmereigenschaft bei eBay-Auktion (Beschluss v. 17.10.2005 - 5 U 1145/05) Dem Verbraucher ist es praktisch nicht m&ouml;glich, einem Verk&auml;ufer, der die weit gehende Anonymit&auml;t der Internet-Plattform eBay nutzt, die Unternehmereigenschaft nachzuweisen. Diese den Internethandel &uuml;ber eBay kennzeichnende unzureichende Transparenz gebietet es, einem Anbieter, der sich vor Abschluss des betreffenden Vertrages bei eBay den Status eines Powersellers hat einr&auml;umen lassen, die Beweislast f&uuml;r die gleichwohl fehlende Unternehmereigenschaft aufzuerlegen. http://www.lawcommunity.de/volltext/147.html 5 U 1145/05 OLG Koblenz 17.10.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/145.html Sat, 18 Mar 2006 21:56:48 +0100 LG Bonn: Haftung des admin-c für Wettbewerbsverstoß (Urteil v. 23.02.2005 - 5 S 197/04) <p>1.&nbsp;Der &quot;admin-c&quot; einer Domain tr&auml;gt willentlich und ad&auml;quat kausal zu wettbewerbsrechtlichen St&ouml;rungen bei, welche von den Inhalten dieser Domain ausgehen. Er kann daher &ndash; da er auch rechtlich dazu in der Lage ist, Wettbewerbsverst&ouml;&szlig;e zu beseitigen &ndash; als Mitst&ouml;rer und wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsschuldner in Anspruch genommen werden.</p> <p>2.&nbsp;Eine Haftungsprivilegierung nach &sect;&sect;&nbsp;9-11 TDG, wonach eine Haftung des Diensteanbieters f&uuml;r fremde Dienste erst ab Kenntniserlangung von der rechtswidrigen Handlung in Frage kommen soll, scheitert an der mangelnden Vergleichbarkeit der Sachverhalte als Analogievoraussetzung.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/145.html 5 S 197/04 LG Bonn 23.02.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/144.html Sat, 18 Mar 2006 11:14:13 +0100 AG Bonn: Haftung des admin-c für Wettbewerbsverstoß (Urteil v. 24.08.2004 - 4 C 252/04) Der sog. &quot;admin-c&quot; einer Domain tr&auml;gt willentlich und ad&auml;quat kausal zu wettbewerbsrechtlichen St&ouml;rungen bei, welche von den Inhalten dieser Domain ausgehen. Er kann daher &ndash; da er auch rechtlich dazu in der Lage ist, Wettbewerbsverst&ouml;&szlig;e zu beseitigen &ndash; als Mitst&ouml;rer und wettbewerbsrechtlicher Unterlassungsschuldner in Anspruch genommen werden. Die Haftungsprivilegierungen des Teledienstegesetzes kommen ihm weder direkt noch analog zugute. http://www.lawcommunity.de/volltext/144.html 4 C 252/04 AG Bonn 24.08.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/142.html Fri, 17 Mar 2006 13:28:57 +0100 LG Trier: Vertragspartner und Leistungsumfang bei Verbindungsentgelten (Urteil v. 06.07.2004 - 1 S 104/04) Eine Pflicht zur Zahlung angefallener Verbindungsentgelte besteht nur, wenn f&uuml;r den Anrufer klar ist, wer sein Vertragspartner ist und f&uuml;r welche Leistungen Verbindungsentgelte verlangt werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/142.html 1 S 104/04 LG Trier 06.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/141.html Fri, 17 Mar 2006 13:01:23 +0100 AG München: SMS-Sonderdienste (Urteil v. 21.07.2004 - 114 C 29320/04) <p>1.&nbsp;Die Klage eines Mobilfunkanbieters auf Zahlung von SMS-Diensten (Logos/Klingelt&ouml;ne), die von Fremdanbietern erbracht wurden, ist nur schl&uuml;ssig, wenn substanziiert vorgetragen wird, wie die beklagte Partei sich zur Zahlung der Entgelte des Fremdanbieters verpflichtet haben soll.</p> <p>2.&nbsp;Einzelverbindungsnachweise begr&uuml;nden im Mobilfunkbereich jedenfalls dann nicht den Beweis des ersten Anscheines f&uuml;r die Richtigkeit der Entgeltforderung, wenn sie eine au&szlig;ergew&ouml;hnlich h&auml;ufige Nutzung von SMS-Sonderdiensten dokumentieren.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/141.html 114 C 29320/04 AG München 21.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/140.html Thu, 16 Mar 2006 18:05:39 +0100 OLG Brandenburg: Identitäsanmaßung bei Internetauktion (Urteil v. 16.11.2005 - 4 U 5/05) <p>1.&nbsp;Einem Unternehmen, das im Internet eine Plattform&nbsp;f&uuml;r Fremdversteigerungen betreibt, ist es nicht zuzumuten, jedes Angebot vor der Ver&ouml;ffentlichung auf eine m&ouml;gliche Rechtsverletzung hin zu untersuchen, da eine solche Obliegenheit das gesamte GeschGesch&auml;ftsmodell in Frage stellen w&uuml;rde.</p> <p>2.&nbsp;Da der Betreiber einer Internetauktionsplattform durch die ihm geschuldeten Provision im Ergebnis wirtschaftlich von Rechtsgutsverletzungen profitiert, ist er, wenn er auf eine klare Rechtsverletzung hingewiesen worden ist,&nbsp;nicht nur gehalten, das konkrete Angebot unverz&uuml;glich sperren. Er muss vielmehr auch Vorsorge treffen, dass es m&ouml;glichst nicht zu weiteren derartigen Rechtsgutsverletzungen kommt.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/140.html 4 U 5/05 OLG Brandenburg 16.11.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/139.html Thu, 16 Mar 2006 15:25:47 +0100 AG Potsdam: Identitätsklau bei Internet-Auktion (Urteil v. 03.12.2004 - 22 C 225/04) Dem Betreiber einer Internet-Auktion ist es grunds&auml;tzlich nicht zuzumuten, jede Transaktion, die &uuml;ber seine Plattform abl&auml;uft, zu beobachten. Er ist jedoch verpflichtet, Transaktionen von Teilnehmern zu verhindern, die unter dem Namen und der Anschrift eines anderen Nutzers vorgenommen werden, sobald er von einem Missbrauch Kenntnis erh&auml;lt. http://www.lawcommunity.de/volltext/139.html 22 C 225/04 AG Potsdam 03.12.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/138.html Wed, 15 Mar 2006 14:07:10 +0100 AG Bremen: Vertragsstrafe für Spaßbieter (Urteil v. 20.10.2005 - 16 C 168/05) <p>1.&nbsp;Eine Vertragsstrafenklausel im Rahmen einer Internetauktion,&nbsp;die&nbsp;der Sicherung des vertragskonformen Verhaltens dienen und Bieter abschrecken soll, die tats&auml;chlich nicht zur Erf&uuml;llung kaufvertraglicher Pflichten bereit sind (&quot;Spa&szlig;bieter&quot;), ist wirksam.</p> <p>2.&nbsp;Dass der Teilnehmer einer Internetauktion wegen der unzureichenden Zugangssicherung durch Benutzername und Passwort die Identit&auml;t seines Vertragspartners zu beweisen hat, steht einem hinreichenden Rechtsschein, auf den der Gesch&auml;ftsverkehr vertrauen darf, nicht entgegen. Ein eBay-Nutzer haftet deshalb auch dann, wenn er das Verhalten des unter seinem Namen Handelnden entweder kannte und trotz Verhinderungsm&ouml;glichkeiten duldete, oder wenn er es h&auml;tte kennen m&uuml;ssen und verhindern k&ouml;nnen, und der Dritte nach Treu und Glauben davon ausgehen durfte, dass der Namenstr&auml;ger selbst oder eine von ihm bestimmte Person handelt.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/138.html 16 C 168/05 AG Bremen 20.10.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/137.html Wed, 15 Mar 2006 01:09:35 +0100 AG Eisenach: Keine Anscheins- oder Duldungsvollmacht bei R-Gespräch (Urteil v. 01.03.2006 - 59 C 1440/04) <p>1.&nbsp;Nimmt ein Minderj&auml;hriger ohne Wissen seiner Eltern ein R-Gespr&auml;ch an, so kann dieses Verhalten den Eltern - sofern diese keine Sorgfaltspflichten verletzt haben - nicht nach den Grunds&auml;tzen der Anscheins- oder Duldungsvollmacht zugerechnet werden.</p> <p>2.&nbsp;Einen Minderj&auml;hrigen d&uuml;rfte es regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berfordern, wenn er die Ansage erh&auml;lt, dass ein R-Gespr&auml;ch entgegengenommen werden kann, wenn eine bestimmte Ziffernfolge gedr&uuml;ckt wird und dies Kosten von 1,50&nbsp;&euro;/Min. verursacht.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/137.html 59 C 1440/04 AG Eisenach 01.03.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/136.html Mon, 13 Mar 2006 20:45:27 +0100 AG Paderborn: Kein Anscheinsbeweis bei pauschaler Telefonrechnung (Urteil v. 10.04.2002 - 54 C 572/01) Der Verzicht des Kunden auf einen Einzelverbindungsnachweis &auml;ndert nichts an der dem Telekommunikationsdiensteanbieter obliegenden Darlegungs- und Beweislastlast, da &sect;&nbsp;16 TKV unabh&auml;ngig von der Erstellung eines Einzelverbindungsnachweises eine Pflicht des Anbieters zur Aufschl&uuml;sselung der Verbindungsdaten nach Verbindungspartner, Zeit, Dauer und dadurch ausgl&ouml;sten Einzelentgelten vorsieht. Ein Anscheinsbeweis f&uuml;r die Richtigkeit von pauschalen Telefonrechnungen besteht nicht. http://www.lawcommunity.de/volltext/136.html 54 C 572/01 AG Paderborn 10.04.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/135.html Mon, 13 Mar 2006 20:08:10 +0100 LG München I: Nachweis von Entgeltforderungen (Urteil v. 16.12.2004 - 26 O 10850/03) Eine nach &sect;&nbsp;16 TKV durchzuf&uuml;hrende technische Pr&uuml;fung kann jedenfalls dann nicht durch Heranziehung eines Gutachtens nach &sect;&nbsp;5 TKV ersetzt werden, wenn seit dessen Erstellung eine relevante &Auml;nderung der Sachlage eingetreten ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/135.html 26 O 10850/03 LG München I 16.12.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/134.html Mon, 13 Mar 2006 15:20:42 +0100 LG Memmingen: Beweislast bei Einzelverbindungsnachweis (Urteil v. 27.06.2001 - 1 S 297/01) Eine Beweislastumkehr zu Lasten des Kunden findet nicht statt, wenn der Kunde auf einen Einzelverbindungsnachweis verzichtet hat, ohne dass er deutlich auf die Konsequenzen einer m&ouml;glichen Beweislastumkehr hingewiesen wurde. http://www.lawcommunity.de/volltext/134.html 1 S 297/01 LG Memmingen 27.06.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/132.html Mon, 13 Mar 2006 14:38:29 +0100 BGH: Fingierte Genehmigung von Verbindungsentgelten (Urteil v. 24.06.2004 - III ZR 104/03) <p>1.&nbsp;Eine Klausel in Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen eines Anbieters von Telekommunikationsleistungen, durch die dem Kunden nach Ablauf einer achtw&ouml;chigen Frist ab Rechnungsdatum die Beweislast f&uuml;r Einwendungen, die in den Anwendungsbereich von &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 und 3 TKV fallen, aufgeb&uuml;rdet wird, ist unwirksam.</p> <p>2.&nbsp;Die Nachweispflicht des Anbieters f&uuml;r die berechneten Einzelverbindungen endet erst nach Ablauf der in &sect;&nbsp;6 Abs.&nbsp;3 TDSV 1996 (jetzt &sect;&nbsp;7 Abs.&nbsp;3 TDSV 2000) bestimmten L&ouml;schungsfrist, sofern der Kunde in der Rechnung auf diese Frist in drucktechnisch deutlich gestalteter Form hingewiesen wurde.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/132.html III ZR 104/03 BGH 24.06.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/130.html Fri, 10 Mar 2006 03:22:29 +0100 BAG: Außerordentliche Kündigung -- "Surfen am Arbeitsplatz" (Urteil v. 07.07.2005 - 2 AZR 581/04) Ein wichtiger Grund zur au&szlig;erordentlichen K&uuml;ndigung an sich kann vorliegen, wenn der Arbeitnehmer das Internet w&auml;hrend der Arbeitszeit zu privaten Zwecken in erheblichem zeitlichen Umfang ("ausschweifend") nutzt und damit seine arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt. http://www.lawcommunity.de/volltext/130.html 2 AZR 581/04 BAG 07.07.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/128.html Fri, 10 Mar 2006 02:12:46 +0100 LAG Rheinland-Pfalz [Mainz]: Private Internetnutzung am Arbeitsplatz (Urteil v. 12.07.2004 - 7 Sa 1243/03) Nutzt ein Arbeitnehmer das Internet entgegen einer einschl&auml;gigen Abmahnung oder eines ausdr&uuml;cklichen Verbots des Arbeitgebers f&uuml;r private Zwecke, so stellt dies eine arbeitsvertragliche Pflichtverletzung dar, die eine K&uuml;ndigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses rechtfertigen kann. Hat der Arbeitgeber dagegen die private Nutzung genehmigt bzw. &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum hinweg widerspruchslos geduldet, kommt eine K&uuml;ndigung nur in Ausnahmef&auml;llen in Betracht, n&auml;mlich dann, wenn die Nutzung in einem Ausma&szlig; erfolgt, von dem der Arbeitnehmer nicht mehr annehmen durfte, sie sei auch von dem Einverst&auml;ndnis des Arbeitgebers gedeckt. http://www.lawcommunity.de/volltext/128.html 7 Sa 1243/03 LAG Rheinland-Pfalz [Mainz] 12.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/127.html Mon, 06 Mar 2006 22:38:49 +0100 AG Starnberg: Anscheinsbeweis bei Internetverbindungen (Urteil v. 27.01.2005 - 2 C 1925/04) <p>1.&nbsp;Der f&uuml;r die Richtigkeit von Telefonrechnungen sprechende Anscheinsbeweis ist ersch&uuml;ttert, wenn der Access-Provider dem Kunden bereits vorprozessual mitgeteilt hat, dass der Netzbetreiber einige Verbindungen nicht getrennt hatte, und der Provider auch keine Dokumentation einer technischen Pr&uuml;fung (&sect;&nbsp;16 TKV) vorlegt.</p> <p>2.&nbsp;Eines gerichtichen Hinweises auf &sect;&nbsp;16 TKV bedarf es gegen&uuml;ber einem Telekommunikationsdiensteanbieter nicht, da ihm die TKV hinreichend bekannt sein d&uuml;rfte.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/127.html 2 C 1925/04 AG Starnberg 27.01.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/126.html Mon, 06 Mar 2006 20:38:40 +0100 OLG Düsseldorf: Kein Anscheinsbeweis bei volumenabhängiger Rechnung (Urteil v. 26.02.2003 - 18 U 192/02) Die Grunds&auml;tze des Anscheinsbeweises, wie sie f&uuml;r Rechnungen im Bereich der Festnetztelefonie gelten, greifen nicht zu Gunsten eines Internetproviders ein, der gegen&uuml;ber seinen Kunden nach Datenvolumen abrechnet. Hinsichtlich solcher traffic-abh&auml;ngigen Verg&uuml;tungsmodelle muss sich erst die allgemeine &Uuml;berzeugung gebildet haben, dass die Mess- und Aufzeichnungsverfahren einen &auml;hnlichen Sicherheitsstandard aufweisen wie die automatischen Z&auml;hl- und Auswertungsverfahren f&uuml;r den Zeittakt im Bereich der Festnetztelefonie. http://www.lawcommunity.de/volltext/126.html 18 U 192/02 OLG Düsseldorf 26.02.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/125.html Mon, 06 Mar 2006 15:50:32 +0100 LG Bonn: Kein Anscheinsbeweis bei Internet-Auktion (Urteil v. 19.12.2003 - 2 O 472/03) F&uuml;r die passwortgesch&uuml;tzte Teilnahme an einer Internetauktion besteht weder eine tats&auml;chliche Vermutung f&uuml;r die Identit&auml;t von Teilnehmer und Inhaber des Mitgliedsnamens noch eine Anscheinsvollmacht f&uuml;r ein Handeln unter fremdem Mitgliedsnamen. Dies gilt auch in dem Fall, dass ein haushaltsangeh&ouml;riges minderj&auml;hriges Kind des Inhabers des Mitgliedsnamens unbefugt dessen Passwort sich verschafft und zur Teilnahme an der Auktion unter dessen Mitgliedsnamen verwendet. http://www.lawcommunity.de/volltext/125.html 2 O 472/03 LG Bonn 19.12.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/124.html Mon, 06 Mar 2006 15:26:40 +0100 LG Konstanz: Darlegungs- und Beweislast bei Online-Auktion (Urteil v. 19.04.2002 - 2 O 141/01 A) Bestreitet der Beklagte, im Rahmen einer Internet-Auktion ein H&ouml;chstgebot abgegeben zu haben und besteht i.&nbsp;S. einer realen Gefahr die M&ouml;glichkeit, dass &uuml;ber einen Virus (&quot;Trojanisches Pferd&quot;) das Passwort des K&auml;ufers von einem Dritten missbraucht worden ist, ist der dem Kl&auml;ger obliegende Beweis f&uuml;r das Zustandekommen eines Kaufvertrages als nicht gef&uuml;hrt anzusehen. http://www.lawcommunity.de/volltext/124.html 2 O 141/01 A LG Konstanz 19.04.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/123.html Mon, 06 Mar 2006 12:49:44 +0100 AG Erfurt: Identitätsnachweis bei Internetauktion (Urteil v. 14.09.2001 - 28 C 2354/01) Wird unter Benutzung eines durch E-Mail-Adresse und Passwort gesch&uuml;tzten Accounts bei einer Internet-Auktion ein Gebot abgegeben, so ist dies kein ausreichendes Indiz daf&uuml;r, dass der wahre Accountinhaber dieses Gebot abgegeben hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/123.html 28 C 2354/01 AG Erfurt 14.09.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/122.html Mon, 06 Mar 2006 04:16:40 +0100 OLG Naumburg: Beweislast für Vertragsschluss bei Internetauktion (Urteil v. 02.02.2004 - 9 U 145/03) <p>1.&nbsp;Die Beweislast daf&uuml;r, dass im Rahmen einer Internetauktion ein Kaufvertrag tats&auml;chlich mit dem Beklagten geschlossen wurde, tr&auml;gt der klagende Verk&auml;ufer.</p> <p>2.&nbsp;Eine Beweislastumkehr zu Lasten des Beklagten tritt nicht ein, da die Nutzung des Internets mit Gefahren verbunden und es technisch m&ouml;glich ist, auch ein ordnungsgem&auml;&szlig; gesch&uuml;tztes Passwort &quot;auszusp&auml;hen&quot; und rechtswidrig zu Lasten des Inhabers zu nutzen.</p> <p>3.&nbsp;Die Gefahr, dass F&auml;lle von Kaufreue auf Seiten des K&auml;ufers ohne Folgen bleiben, rechtfertigt keine abweichende Verteilung der Beweislast, da der Verk&auml;ufer dieses Risiko bei der Nutzung einer Internetauktion in Kenntnis der Missbrauchsm&ouml;glichkeiten.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/122.html 9 U 145/03 OLG Naumburg 02.02.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/121.html Mon, 06 Mar 2006 03:46:22 +0100 LG Magdeburg: Keine Beweislastumkehr bei Online-Auktion (Urteil v. 21.10.2003 - 6 O 1721/03 (321)) <p>1.&nbsp;Allein das Unterhalten eines Kontos bei einem Internet-Auktionshaus f&uuml;hrt noch nicht dazu, dass der Inhaber die Missbrauchsgefahr zu tragen hat.</p> <p>2.&nbsp;Der Kontoinhaber muss daher die Behauptung, dass sein Passwort durch einen unbekannten Dritten ohne sein Wissen verwendet worden sei, nicht beweisen. Eine Beweislastumkehr nach Gefahrenkreisen kommt insbesondere deshalb nicht in Betracht, weil aufgrund des derzeit nicht ausreichenden Sicherheitsstandards im Internet aus der Verwendung eines geheimen Passwortes nicht ausreichend sicher geschlossen werden kann, dass das Passwort von demjenigen verwendet worden ist, dem es urspr&uuml;nglich zugeteilt wurde.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/121.html 6 O 1721/03 (321) LG Magdeburg 21.10.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/120.html Sun, 05 Mar 2006 19:27:13 +0100 LG Bonn: Beweislast für Vertragsschluss bei Online-Auktion (Urteil v. 07.08.2001 - 2 O 450/00) Ein Anscheinsbeweis daf&uuml;r, dass bei einer Internet-Auktion der Inhaber eines durch E-Mail-Adresse und Passwort gesch&uuml;tzten Accounts und nicht ein unbefugter Dritter ein Gebot abgegeben hat, besteht nicht. Eine Beweislastumkehr kommt nicht in Betracht. http://www.lawcommunity.de/volltext/120.html 2 O 450/00 LG Bonn 07.08.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/119.html Sun, 05 Mar 2006 12:47:59 +0100 OLG Köln: Beweislast für Vertragsschluss bei Online-Auktion (Urteil v. 06.09.2002 - 19 U 16/02) Es besteht kein Anscheinsbeweis daf&uuml;r, dass bei einer Internet-Auktion der Inhaber eines durch E-Mail-Adresse und Passwort gesch&uuml;tzten Accounts und nicht ein unbefugter Dritter ein Gebot abgegeben hat. http://www.lawcommunity.de/volltext/119.html 19 U 16/02 OLG Köln 06.09.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/117.html Sun, 05 Mar 2006 11:52:36 +0100 OLG Köln: Identität bei eBay-Auktion (Urteil v. 13.01.2006 - 19 U 120/05) Angesichts der&nbsp;nach wie vor unvermindert gegebenen Missbrauchsm&ouml;glichkeiten vermag die Einrichtung eines Kontos und eines Benutzerkennworts&nbsp;bei <em>eBay</em> keinen sch&uuml;tzenswerten Vertrauenstatbestand daf&uuml;r zu begr&uuml;nden, dass im Einzelfall unter dem insoweit gew&auml;hlten Mitgliedsnamen tats&auml;chlich der registrierte <em>eBay</em>-Nutzer&nbsp;gehandelt hat. Vielmehr muss das Handeln im Einzelfall dem Namenstr&auml;ger aufgrund konkreter Umst&auml;nde zugerechnet werden k&ouml;nnen, wof&uuml;r allein die Verwendung eines Passworts nicht ausreicht. http://www.lawcommunity.de/volltext/117.html 19 U 120/05 OLG Köln 13.01.2006 http://www.lawcommunity.de/volltext/116.html Thu, 02 Mar 2006 20:49:52 +0100 LG Frankfurt a. M.: Keine Vertragsumstellung durch Schweigen auf E-Mail (Urteil v. 15.12.2005 - 2/03 O 352/05) Eine Vertrags&auml;nderung&nbsp;kommt&nbsp;grunds&auml;tzlich&nbsp;nicht zustande,&nbsp;wenn ein Kunde auf die E-Mail eines Unternehmens, in der Vertrags&auml;nderungen angek&uuml;ndigt werden, nicht antwortet. http://www.lawcommunity.de/volltext/116.html 2/03 O 352/05 LG Frankfurt a. M. 15.12.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/114.html Mon, 27 Feb 2006 15:03:35 +0100 AG Hamburg: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 20.06.2005 - 5 C 11/05) <p>1.&nbsp;Auch die nur einmalige (unverlangte) Zusendung einer E-Mail werbenden Inhalts stellt einen Eingriff in den eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb dar.</p> <p>2. Insbesondere ein Rechtsanwalt ist f&uuml;r einen geordneten Kanzleibetrieb darauf angewiesen, drohende weitere Beeintr&auml;chtigungen seiner gesch&uuml;tzten Rechtsposition mit sofortiger Wirkung zu beseitigen. Deshalb besteht f&uuml;r den Erlass einer gegen unverlangte E-Mail-Werbung gerichteten Unterlassungsverf&uuml;gung nicht nur ein Verf&uuml;gungsanspruch, sondern auch ein&nbsp;Verf&uuml;gungsgrund.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/114.html 5 C 11/05 AG Hamburg 20.06.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/113.html Mon, 27 Feb 2006 02:41:31 +0100 AG Bergisch-Gladbach: Einverständnis eines Rechtsanwalts mit Telefonwerbung (Urteil v. 04.12.2003 - 61 C 168/03) Es ist davon auszugehen, dass ein Rechtsanwalt einem Anruf, der dazu dient, ihm die Mitgliedschaft in einem Mandantenvermittlungsdienst anzubieten, zu &uuml;blichen Gesch&auml;ftszeiten aufgeschlossen gegen&uuml;bersteht. http://www.lawcommunity.de/volltext/113.html 61 C 168/03 AG Bergisch-Gladbach 04.12.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/112.html Mon, 27 Feb 2006 02:08:42 +0100 AG Bonn: Darlegungslast bei 0190-Rufnummer (Urteil v. 10.03.2003 - 11 C 717/02) Verlangt der Kl&auml;ger von dem Beklagten das Entgelt f&uuml;r die Inanspruchnahme eines Premium-Rate-Services, so muss er vortragen, dass der Beklagte vor dem Einw&auml;hlen erkannte, dass er eine 0190-Nummer in Anspruch nahm und welche Kosten anfielen. http://www.lawcommunity.de/volltext/112.html 11 C 717/02 AG Bonn 10.03.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/110.html Mon, 27 Feb 2006 01:31:25 +0100 LG Hanau: Veröffentlichung einer Telefonnummer ohne Einwilligung (Urteil v. 04.04.2003 - 2 S 395/02) In der von der <em>Deutschen Telekom AG</em> ohne Einwilligung des Kunden &ndash; auch wiederholt &ndash; vorgenommenen Ver&ouml;ffentlichung pers&ouml;nlicher Daten in &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Verzeichnissen liegt keine derart schwere Verletzung des Pers&ouml;nlichkeitsrechts, dass die Zuerkennung einer Geldentsch&auml;digung gerechtfertigt w&auml;re. http://www.lawcommunity.de/volltext/110.html 2 S 395/02 LG Hanau 04.04.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/108.html Sat, 25 Feb 2006 18:14:38 +0100 LG Landau i. d. Pfalz: Beweislast für die Richtigkeit einer Telefonrechnung (Urteil v. 23.11.2004 - 1 S 104/04) Ist die Richtigkeit einer Telefonrechnung streitig, tr&auml;gt grunds&auml;tzlich das Telefonunternehmen die Darlegungs-, Substanziierungs- und Beweislast f&uuml;r die Richtigkeit der in Ansatz gebrachten Einzelgespr&auml;che. http://www.lawcommunity.de/volltext/108.html 1 S 104/04 LG Landau i. d. Pfalz 23.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/107.html Sat, 25 Feb 2006 17:41:38 +0100 AG Düsseldorf: Beweislast für sittenwidrige 0190-Verbindungen (Urteil v. 21.07.2000 - 21 C 2629/00) Wurde vertragsgem&auml;&szlig; ein Einzelverbindungsnachweis mit verk&uuml;rzten Zielrufnummern erstellt, besteht kein Anscheinsbeweis daf&uuml;r, dass hinter angerufenen &quot;0190&quot;-Anschl&uuml;ssen Telefonsex-Anbieter stehen. Die Beweislast f&uuml;r einen ggf. sittenwidrigen Inhalt dieser Gespr&auml;che tr&auml;gt, wer sich auf die Sittenwidrigkeit beruft. http://www.lawcommunity.de/volltext/107.html 21 C 2629/00 AG Düsseldorf 21.07.2000 http://www.lawcommunity.de/volltext/106.html Sat, 25 Feb 2006 17:08:43 +0100 AG Düsseldorf: Außerordentliche Kündigung eines Mobilfunkvertrags (Urteil v. 15.10.1998 - 39 C 8762/98) Die au&szlig;erordentliche K&uuml;ndigung eines Mobilfunkvertrages kann nicht auf einzelne nicht oder nur schlecht herstellbare Verbindungen gest&uuml;tzt werden. Der Vertrag kommt &ndash; von ausdr&uuml;cklichen Vereinbarungen oder Zusicherungen abgesehen &ndash; von vorneherein mit der Einschr&auml;nkung zustande, dass keine fl&auml;chendeckende l&uuml;ckenlose Versorgung besteht. Insoweit trifft den Anbieter keine besondere Aufkl&auml;rungspflicht. http://www.lawcommunity.de/volltext/106.html 39 C 8762/98 AG Düsseldorf 15.10.1998 http://www.lawcommunity.de/volltext/105.html Sat, 25 Feb 2006 12:41:09 +0100 AG Frankfurt (Oder): Fristlose Kündigung eines Mobilfunkvertrages (Urteil v. 14.07.2000 - 2.2 C 307/00) Ein Kunde kann zur au&szlig;erordentlichen K&uuml;ndigung eines Mobilfunkvertrages berechtigt sein, wenn bereits die ersten beiden Abrechnungen mit Fehlern behaftet sind, und wenn der Kunde auf eine zuk&uuml;nftig ordnungsgem&auml;&szlig;e Abrechnung nicht vertrauen kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/105.html 2.2 C 307/00 AG Frankfurt (Oder) 14.07.2000 http://www.lawcommunity.de/volltext/104.html Sat, 25 Feb 2006 12:26:39 +0100 AG Osnabrück: Fristlose Kündigung nach Handydiebstahl (Urteil v. 14.04.1997 - 14 C 40/97) <p> Ein wichtiger Grund f&uuml;r die fristlose K&uuml;ndigung eines Mobilfunkvertrages liegt vor, wenn dem Kunden das bei Vertragsschluss subventionierte Mobiltelefon ohne eigenes Verschulden abhanden kommt und ihm ein Ersatzger&auml;t nur zu einem wesentlich h&ouml;heren als dem urspr&uuml;nglichen Preis angeboten wird.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/104.html 14 C 40/97 AG Osnabrück 14.04.1997 http://www.lawcommunity.de/volltext/103.html Thu, 23 Feb 2006 22:14:46 +0100 AG Charlottenburg: Löschung von Verbindungsdaten (Urteil v. 09.12.2005 - 234 C 40/05) <p>Der Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen ist nur dann nach &sect;&nbsp;16 Abs.&nbsp;2 Satz&nbsp;1 TKV vom Nachweis f&uuml;r die Herstellung der berechneten Einzelverbindungen entlastet, wenn der Kunde in der jeweiligen Rechnung auf die nach den gesetzlichen Bestimmungen geltenden Fristen f&uuml;r die L&ouml;schung gespeicherter Verbindungsdaten in drucktechnisch deutlich gestalteter Form hingewiesen wurde. Diese Belehrung muss drucktechnisch in nicht zu &uuml;bersehender Weise herausgehoben sein, und zwar durch eine andere Farbe, gr&ouml;&szlig;ere Lettern oder Fettdruck.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/103.html 234 C 40/05 AG Charlottenburg 09.12.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/102.html Sun, 19 Feb 2006 19:50:28 +0100 AG Meppen: Allgemeine Geschäftsbedingungen bei Internet-Auktion (Urteil v. 26.07.2004 - 8 C 742/04) Die Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen von <em>eBay</em> entfalten nur zwischen dem Plattform-Anbieter und seinen Kunden Wirksamkeit, nicht aber im Rechtsverh&auml;ltnis zwischen K&auml;ufer und Verk&auml;ufer. http://www.lawcommunity.de/volltext/102.html 8 C 742/04 AG Meppen 26.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/101.html Sun, 19 Feb 2006 15:47:45 +0100 AG München: R-Gespräch trotz "Kuckuckston" (Urteil v. 14.10.2004 - 213 C 19481/04) <p>1.&nbsp;&quot;R-Gespr&auml;che&quot;, bei denen der Angerufene die Kosten f&uuml;r das Gespr&auml;ch &uuml;bernimmt, k&ouml;nnen nicht dem Inhaber eines M&uuml;nzfernsprechers berechnet werden, auf dem diese Gespr&auml;che empfangen wurden. Denn M&uuml;nzfernsprecher entsenden einen sog. &quot;Kuckuckston&quot;, an dem ein Operator den M&uuml;nzfernsprecher erkennen k&ouml;nnte.</p> <p>2.&nbsp;Das Risiko, dass in einem automatisierten Vermittlungssystem der Telefongesellschaft der &quot;Kuckuckston&quot; nicht erkennbar ist, tr&auml;gt die Gesellschaft.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/101.html 213 C 19481/04 AG München 14.10.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/100.html Sun, 19 Feb 2006 15:36:59 +0100 AG München: Schadensersatz für Werbe-E-Mail (Urteil v. 24.11.2003 - 213 C 29365/03) Die Zusendung einer Werbe-E-Mail ist eine Bel&auml;stigung, aber kein Eingriff in den eingerichteten und ausge&uuml;bten Gewerbebetrieb. Schadensersatzanspr&uuml;che des Empf&auml;ngers scheiden daher aus. http://www.lawcommunity.de/volltext/100.html 213 C 29365/03 AG München 24.11.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/98.html Sat, 04 Feb 2006 09:40:28 +0100 LAG Köln: Private Nutzung von Internet und Telefon des Arbeitgebers (Urteil v. 11.02.2005 - 4 Sa 1018/04) Ob und in welchem Umfang die Benutzung betrieblicher Kommunikationseinrichtungen wie Internet und Telefon zu privaten Zwecken arbeitsvertragswidrig ist, richtet sich prim&auml;r nach den arbeitsvertraglichen Regelungen. Fehlt eine solche Regelung, so kann der Arbeitnehmer i.&nbsp;d.&nbsp;R. berechtigterweise von der Duldung derartiger Handlungen in angemessenem Umfang ausgehen. http://www.lawcommunity.de/volltext/98.html 4 Sa 1018/04 LAG Köln 11.02.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/96.html Thu, 02 Feb 2006 14:04:14 +0100 ArbG Aachen: Fristlose Kündigung eines Systemadministrators (Urteil v. 16.08.2005 - 7 Ca 5514/04) Der unbefugte Zugriff auf fremde E-Mails durch einen Systemadministrator rechtfertigt dessen fristlose K&uuml;ndigung, ohne dass es zun&auml;chst einer Abmahnung bedarf. http://www.lawcommunity.de/volltext/96.html 7 Ca 5514/04 ArbG Aachen 16.08.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/95.html Sat, 14 Jan 2006 23:42:07 +0100 AG Regensburg: Keine Anscheinsvollmacht bei R-Gesprächen (Urteil v. 30.11.2004 - 4 C 3681/04) R-Gespr&auml;che sind noch nicht derart &uuml;blich, dass jeder Anschlussinhaber mit derartigen Anrufen rechnen m&uuml;sste oder gar davon ausgegangen werden k&ouml;nnte, dass er allein dadurch, dass weitere Personen zu seinem Anschluss Zugang haben, bereits den Anschein erwecken w&uuml;rde, dass diese Personen R-Gespr&auml;che in seinem Namen annehmen d&uuml;rften. http://www.lawcommunity.de/volltext/95.html 4 C 3681/04 AG Regensburg 30.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/94.html Sat, 14 Jan 2006 22:56:26 +0100 AG Rostock: E-Cards im Wahlkampf (Urteil v. 28.01.2003 - 43 C 68/02) <p>1.&nbsp;Wenn eine Partei mittels eines &quot;Newsletters&quot; &uuml;ber ihre Aktivit&auml;ten und Ziele informiert, wirbt sie f&uuml;r ihre Politik.</p> <p>2.&nbsp;Das Interesse des Einzelnen, von unerbetener Wahlwerbung per E-Mail verschont zu bleiben, ist schon deshalb h&ouml;her zu bewerten als das aus Art.&nbsp;21 Abs.&nbsp;1 Satz&nbsp;1 GG folgende Recht der politischen Parteien auf politische Werbung auch per Internet, weil E-Mail-Werbung f&uuml;r den Empf&auml;nger mit Kosten verbunden ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/94.html 43 C 68/02 AG Rostock 28.01.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/93.html Sat, 14 Jan 2006 22:29:22 +0100 AG Dillenburg: Zahlungspflicht trotz 0190-Dialer (Urteil v. 13.09.2002 - 5 C 286/02) Es ist ausschlie&szlig;lich Sache des Computer- bzw. Internetnutzers, Vorkehrungen zu treffen, die die Installation von Anw&auml;hlprogrammen (Dialern) verhindern oder zumindest erheblich erschweren. http://www.lawcommunity.de/volltext/93.html 5 C 286/02 AG Dillenburg 13.09.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/92.html Fri, 13 Jan 2006 23:46:31 +0100 AG Fürth: Beweislast bei 0190-Dialer (Urteil v. 22.08.2002 - 310 C 572/02) <p>1.&nbsp;Der Anbieter einer &uuml;ber eine &quot;0190-Nummer&quot; abgerechneten Dienstleistung tr&auml;gt die Beweislast daf&uuml;r, dass mit dem Nutzer ein Vertrag &uuml;ber eine entgeltliche Dienstleistung geschlossen, zuvor das geforderte Entgelt genannt und die Dienstleistung auch erbracht worden ist.</p> <p>2.&nbsp;Dem Anbieter ist es zumutbar, hierf&uuml;r eine Datensicherung &uuml;ber Einzelverbindungen vorzunehmen und diese aufzubewahren.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/92.html 310 C 572/02 AG Fürth 22.08.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/91.html Fri, 13 Jan 2006 23:14:42 +0100 AG Nidda: Mitstörerhaftung bei unverlangter Telefax-Werbung (Urteil v. 11.01.2002 - 1 C 376/01 (72)) Ein Telekommunikationsunternehmen, das Dritten 0190-Faxabrufnummern &uuml;berl&auml;sst, die durch unverlangt &uuml;bersandte Werbefaxschreiben beworben werden, haftet als Mitst&ouml;rer gem. &sect; 1 UWG, &sect; 823 BGB i. V. m. &sect; 1004 BGB analog auf Unterlassung. http://www.lawcommunity.de/volltext/91.html 1 C 376/01 (72) AG Nidda 11.01.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/90.html Sun, 25 Dec 2005 13:27:12 +0100 AG Siegburg: Verbrauchereigenschaft bei Internetkauf (Urteil v. 23.02.2005 - 117 C 262/04) <p>1.&nbsp;Ma&szlig;geblich f&uuml;r die &ndash; ex ante zu beurteilende &ndash; Abgrenzung zwischen privatem und unternehmerischen Handelns ist nicht der innere Wille, sondern der durch Auslegung zu ermittelnde Inhalt des Rechtsgesch&auml;fts.</p> <p>2.&nbsp;Die Beweislast f&uuml;r ein Handeln zu privaten Zwecken tr&auml;gt derjenige, der sich auf die Anwendbarkeit von Verbraucherschutznormen beruft.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/90.html 117 C 262/04 AG Siegburg 23.02.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/89.html Tue, 13 Dec 2005 16:44:40 +0100 AG Hannover: Zurückbehaltungsrecht bis zur Vorlage eines Prüfberichtes (Urteil v. 24.02.2005 - 551 C 15010/04) Bis zur Vorlage eines Pr&uuml;fberichtes&nbsp;gem. &sect;&nbsp;16 TKV steht dem Kunden ein Zur&uuml;ckbehaltungsrecht hinsichtlich der streitigen Entgeltforderungen eines Telekommunikationsdiensteanbieters zu. http://www.lawcommunity.de/volltext/89.html 551 C 15010/04 AG Hannover 24.02.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/87.html Tue, 06 Dec 2005 11:46:25 +0100 OLG Düsseldorf: Telefax-Werbung (Urteil v. 18.01.2005 - 4 U 126/04) Das Verbot der eigenm&auml;chtigen Telefaxwerbung begegnet auch angesichts der ge&auml;nderten Rechtslage keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. http://www.lawcommunity.de/volltext/87.html 4 U 126/04 OLG Düsseldorf 18.01.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/83.html Sun, 20 Nov 2005 02:05:26 +0100 LAG Hessen [Frankfurt a. M.]: Privattelefonate auf Kosten des Arbeitgebers (Urteil v. 25.11.2004 - 5 Sa 1299/04) Es gibt Extremf&auml;lle, in denen der Missbrauch eines zu dienstlichen Zwecken &uuml;berlassenen Mobiltelefons f&uuml;r Privatgespr&auml;che eine K&uuml;ndigung auch vor Ausspruch einer einschl&auml;gigen Abmahnung sozial rechtfertigen kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/83.html 5 Sa 1299/04 LAG Hessen [Frankfurt a. M.] 25.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/80.html Fri, 18 Nov 2005 13:59:41 +0100 AG Frankfurt a. M.: Anscheinsbeweis bei T-Vote-Call-Verbindungen (Urteil v. 03.03.2005 - 31 C 79/05-83) <p>1.&nbsp;Ein Anscheinsbeweis f&uuml;r Richtigkeit einer Rechnung &uuml;ber Telekommunikationsdienstleistungen setzt voraus, dass der Anbieter der Leistungen substanziiert darlegt und ggf. beweist, dass seine Geb&uuml;hrenerfassung einschlie&szlig;lich der daf&uuml;r notwendigen Software im f&uuml;r die Rechnung relevanten Zeitraum v&ouml;llig fehlerfrei gearbeitet hat.</p> <p>2.&nbsp;In Anbetracht der allgemein bekannten Missbr&auml;uche mit Mehrwertdiensten im Telekommunikationssektor muss das Gericht im Interesse eines effektiven Verbraucherschutzes auf einen entsprechend substanziierten Kl&auml;gervortrag bestehen. Die Argumentation, was in der Rechnung steht, werde auch stimmen, reicht nicht aus.</p> <p>3.&nbsp;Einem Anscheinsbeweis zu Gunsten des Anbieters von Telekommunikationsdienstleistungen kann die exorbitante Anzahl der angeblich gew&auml;hlten Verbindungen entgegenstehen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/80.html 31 C 79/05-83 AG Frankfurt a. M. 03.03.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/78.html Fri, 18 Nov 2005 13:10:32 +0100 OLG Koblenz: Anscheinsbeweis zu Gunsten der Deutschen Telekom AG (Urteil v. 14.11.2003 - 8 U 824/02) Der Beweis des ersten Anscheins f&uuml;r die zutreffende Erfassung angefallener Geb&uuml;hreneinheiten und die Richtigkeit der Telefonrechnungen streitet jedenfalls dann f&uuml;r die <em>Deutsche Telekom AG</em>, wenn eine nachtr&auml;gliche Z&auml;hler&uuml;berpr&uuml;fung ergeben hat, dass die Geb&uuml;hrenerfassungseinrichtung keine technischen Fehler aufweist. http://www.lawcommunity.de/volltext/78.html 8 U 824/02 OLG Koblenz 14.11.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/77.html Thu, 17 Nov 2005 21:04:57 +0100 AG Starnberg: Sperrung eines Telefonanschlusses (Urteil v. 14.08.2002 - 2 C 1479/01) Da Telekommunikationsverbindungen softwarem&auml;&szlig;ig simuliert werden k&ouml;nnen, spricht der Beweis des ersten Anscheins auch dann nicht mehr f&uuml;r die Richtigkeit einer pl&ouml;tzlich gegen&uuml;ber fr&uuml;heren Rechnungen weit &uuml;berh&ouml;hten Telefonrechnung, wenn Hardware-Manipulationen Dritter auszuschlie&szlig;en sind. Insofern n&auml;mlich besteht kein Sachverhalt mehr, der nach der Lebenserfahrung regelm&auml;&szlig;ig auf einen bestimmten Verlauf hinweist. http://www.lawcommunity.de/volltext/77.html 2 C 1479/01 AG Starnberg 14.08.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/76.html Thu, 17 Nov 2005 13:11:11 +0100 AG Elmshorn: Anscheinsbeweis für SMS-Versand (Urteil v. 12.10.2005 - 49 C 144/05) <p>1.&nbsp;Ein Einzelverbindungsnachweis begr&uuml;ndet einen Anscheinsbeweis f&uuml;r seine Richtigkeit. Die Vorlage des Inhalts von SMS ist ebenso wenig erforderlich wie die Wiedergabe des Inhalts von Telefongespr&auml;chen bei Telefonverbindungen.</p> <p>2.&nbsp;Ein Schreiben, wonach die Einzugserm&auml;chtigung widerrufen und die Angelegenheit einem Rechtsanwalt &uuml;bergeben werde, ist nicht als K&uuml;ndigung auszulegen, da ein K&uuml;ndigungswille des Verfassers&nbsp;diesen Formulierungen nicht mit hinreichender Klarheit zu entnehmen ist.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/76.html 49 C 144/05 AG Elmshorn 12.10.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/75.html Thu, 17 Nov 2005 00:04:51 +0100 AG Dachau: Nachberechnung von SMS-Nachrichten (Urteil v. 06.04.2004 - 3 C 1275/03) <p>1.&nbsp;Sehen die allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen eines Mobilfunkanbieters vor, dass diesem zustehende Anspr&uuml;che monatlich in Rechnung gestellt werden, ist damit ein Vertrauenstatbestand dahin geschaffen, dass alle innerhalb eines Monats aus der Nutzung des Mobiltelefons entstandenen Kosten vollst&auml;ndig abgerechnet werden.</p> <p>2.&nbsp;F&uuml;r die Richtigkeit pauschaler Geb&uuml;hrenberechnungen streitet kein Anscheinsbeweis.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/75.html 3 C 1275/03 AG Dachau 06.04.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/74.html Wed, 16 Nov 2005 23:47:52 +0100 AG Lünen: Nachforderung von Telekommunikationsentgelten (Urteil v. 29.05.2000 - 7 C 851/99) Ein Mobilfunkanbieter ist an eine Vereinbarung gebunden, wonach s&auml;mtliche Leistungen mit ihrer Erbringung zur Zahlung f&auml;llig und monatlich abgerechnet werden. Mit einer sp&auml;teren Berechnung von Fremdkosten braucht der Kunde nicht zu rechnen. http://www.lawcommunity.de/volltext/74.html 7 C 851/99 AG Lünen 29.05.2000 http://www.lawcommunity.de/volltext/73.html Tue, 15 Nov 2005 20:20:28 +0100 AG Kamen: Nachforderung von Telekommunikationsentgelten (Urteil v. 28.04.2000 - 12 C 609/99) Das Zeitmoment der Verwirkung bei der Geb&uuml;hrenforderung korrespondiert mit der Frist der (hier) monatlichen Abrechnung und der Einspruchsfrist von (hier) einem Monat. Daraus ist zu schlie&szlig;en, dass (im vorliegenden Fall) s&auml;mtliche gegebenenfalls nachforderbaren Geb&uuml;hren zwei Monate nach deren Entstehen verwirkt sind. http://www.lawcommunity.de/volltext/73.html 12 C 609/99 AG Kamen 28.04.2000 http://www.lawcommunity.de/volltext/72.html Tue, 15 Nov 2005 19:57:13 +0100 AG Aschaffenburg: Nachforderung von Telekommunikationsentgelten (Urteil v. 29.08.2001 - 33 C 0094/01) Vom erkennenden Gericht selbst als &quot;Grundsatzurteil&quot; bezeichnete Entscheidung zu der Frage, ob in den zu entscheidenden F&auml;llen das Versprechen, monatlich abzurechnen, einen Vertrauenstatbestand dahin schafft, dass Nachberechnungen nicht erfolgen werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/72.html 33 C 0094/01 AG Aschaffenburg 29.08.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/70.html Tue, 15 Nov 2005 19:09:04 +0100 LG Duisburg: Nachforderung von Telekommunikationsentgelten (Urteil v. 04.05.2004 - 13 S 77/04) Besteht eine vertragliche Pflicht eines Mobilfunkanbieters, die in einem bestimmten Monat erbrachten Leistungen mit der Abrechnung f&uuml;r diesen Monat abzurechnen, stellt eine Nachberechnung von Leistungen, die in einem bereits abgerechneten Monat in Anspruch genommen wurden, eine Verletzung dieser Pflicht dar. Hieraus folgt aber nicht, dass der Mobilfunkanbieter die nachberechnete Entgeltforderung verliert. http://www.lawcommunity.de/volltext/70.html 13 S 77/04 LG Duisburg 04.05.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/69.html Mon, 14 Nov 2005 21:28:57 +0100 AG Köln: Nachvollziehbarkeit eines Einzelentgeltnachweises (Urteil v. 15.08.2002 - 122 C 149/02) Anhand von Einzelentgeltnachweise, die f&uuml;r SMS-Nachrichten neben der Nummer der Kurzmitteilungszentrale (SMSC) nicht auch die Rufnummer des angew&auml;hlten Partners im Mobilfunknetz ausweisen, ist dem Kunden eine &Uuml;berpr&uuml;fung der versendeten SMS-Nachrichten nicht m&ouml;glich. http://www.lawcommunity.de/volltext/69.html 122 C 149/02 AG Köln 15.08.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/68.html Mon, 14 Nov 2005 21:09:30 +0100 AG Aachen: Anscheinsbeweis für SMS-Versand (Urteil v. 07.05.2004 - 81 C 629/03) Ergibt sich aus einer Verbindungs&uuml;bersicht, dass in einem bestimmten Zeitraum nahezu permanent Premium-SMS-Nummern angew&auml;hlt worden sein sollen, so ist dies so unwahrscheinlich, dass hierdurch der Beweis des ersten Anscheins f&uuml;r die Richtigkeit der Abrechnung eines Mobilfunkanbieters ersch&uuml;ttert wird. http://www.lawcommunity.de/volltext/68.html 81 C 629/03 AG Aachen 07.05.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/67.html Mon, 14 Nov 2005 12:37:30 +0100 AG Hamburg-St. Georg: Erstanruf zu Marktforschungszwecken (Urteil v. 27.10.2005 - 918 C 413/05) Unaufgeforderte Telefonanrufe zu Zwecken der Meinungsforschung sind ohne einen Versto&szlig; gegen einen vorangehend ausdr&uuml;cklich erkl&auml;rten Willen des Angerufenen nicht rechtswidrig. http://www.lawcommunity.de/volltext/67.html 918 C 413/05 AG Hamburg-St. Georg 27.10.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/66.html Sun, 13 Nov 2005 10:07:10 +0100 AG Eggenfelden: Löschung einer eBay-Bewertung (Urteil v. 16.08.2004 - 1 C 196/04) Zum Anspruch auf L&ouml;schung von Tatsachenbehauptungen, die im Bewertungsforum eines Online-Auktionshauses aufgestellt werden und vom wirklichen Geschehen nicht gedeckt sind. http://www.lawcommunity.de/volltext/66.html 1 C 196/04 AG Eggenfelden 16.08.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/63.html Sat, 12 Nov 2005 21:04:43 +0100 LG Paderborn: Zahlungspflicht für R-Gespräch (Beschluss v. 30.11.2004 - 5 S 142/04) <p>1.&nbsp;Eine Klausel in den Allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen eines Telefondiensteanbieters, wonach der Anschlussinhaber verpflichtet ist, die Kosten f&uuml;r R-Gespr&auml;che zu zahlen, die er von seinem Anschluss aus in zurechenbarer Weise gef&uuml;hrt oder erm&ouml;glicht hat, ist auch insoweit wirksam, als dadurch eine Zahlungspflicht f&uuml;r Kosten begr&uuml;ndet wird, die ein im Haushalt lebender Minderj&auml;hriger verursacht hat.</p> <p>2.&nbsp;Auf die Annahme eines R-Gespr&auml;chs sind die Vorschriften &uuml;ber den Fernabsatzvertrag nach &sect;&nbsp;312b BGB nicht anwendbar.</p> <p>3.&nbsp;Der f&uuml;r die Richtigkeit abgerechneter Telefonverbindungen streitende Anscheinsbeweis wird nicht dadurch ersch&uuml;ttert, dass nach Durchf&uuml;hrung einer technischen Pr&uuml;fung einzelne Gespr&auml;chsverbindungen, deren Richtigkeit nicht garantiert werden konnte, aus der Rechnung entnommen worden sind. F&uuml;r die &uuml;brigen Verbindungen bleibt der Anscheinsberweis nach wie vor bestehen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/63.html 5 S 142/04 LG Paderborn 30.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/62.html Sat, 12 Nov 2005 16:51:20 +0100 LG Coburg: Stornierung eines eBay-Angebotes (Urteil v. 06.07.2004 - 22 O 43/04) Die Freischaltung einer eBay-Angebotsseite stellt nicht lediglich eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes (invitatio ad offerendum) dar, obwohl eBay die technische M&ouml;glichkeit bereith&auml;lt, Angebote und Gebote zu stornieren, und nicht &uuml;berpr&uuml;ft, ob die in Bezug auf diese M&ouml;glichkeit geltenden Regeln eingehalten werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/62.html 22 O 43/04 LG Coburg 06.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/60.html Sat, 12 Nov 2005 15:44:34 +0100 OLG Oldenburg: Stornierung eines Auktionsangebots bei eBay (Urteil v. 28.07.2005 - 8 U 93/05) <p>1.&nbsp;Das Einstellen eines Warenangebots auf der Webseite von eBay zwecks Durchf&uuml;hrung einer Online-Auktion begr&uuml;ndet ein verbindliches Angebot.</p> <p>2.&nbsp;Die Wirksamkeit eines solchen verbindlichen Angebots wird durch die nach den eBay-Grunds&auml;tzen m&ouml;gliche vorzeitige Beendigung der Auktion nicht ber&uuml;hrt. Seine Willenserkl&auml;rung kann der Anbieter nur im Wege der Anfechtung beseitigen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/60.html 8 U 93/05 OLG Oldenburg 28.07.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/59.html Fri, 11 Nov 2005 12:18:46 +0100 AG Braunschweig: Widerrufsrecht bei R-Gespräch (Urteil v. 17.03.2004 - 114 C 5637/03) <p>1.&nbsp;Durch die Entgegennahme eines sog. &quot;R-Gespr&auml;chs&quot; kommt zwischen dem Diensteanbieter und dem Angerufenen ein Fernabsatzvertrag zustande, und es besteht grunds&auml;tzlich ein Widerrufsrecht nach &sect;&sect; 312&nbsp;d, 355 BGB.</p> <p>2.&nbsp;Dieses Widerrufsrecht erlischt gem. &sect;&nbsp;312&nbsp;d Abs.&nbsp;3 BGB nur, wenn der Unternehmer mit der Ausf&uuml;hrung der Dienstleistung mit ausdr&uuml;cklicher Zustimmung des Verbrauchers vor Ende der Widerrufsfrist begonnen hat. Diese ausdr&uuml;ckliche Zustimmung kann nicht allein in der Bet&auml;tigung einer Tatenkombination zur Entgegennahme eines R-Gespr&auml;ches gesehen werden.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/59.html 114 C 5637/03 AG Braunschweig 17.03.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/58.html Thu, 10 Nov 2005 16:11:25 +0100 AG Neuburg a. d. Donau: Gewährleistungsausschluss bei eBay (Urteil v. 07.09.2005 - 1 C 730/04) Die nach dem Verkauf eines als &quot;Oldtimer&quot; bezeichneten Fahrzeugs vom K&auml;ufer unterschriebene Erkl&auml;rung, das Fahrzeug sei bei eBay &quot;unter Ausschluss jeglicher Garantie versteigert worden&quot;, kann nach den Umst&auml;nden des Einzelfalls als wirksamer Gew&auml;hrleistungsausschluss zu werten sein. http://www.lawcommunity.de/volltext/58.html 1 C 730/04 AG Neuburg a. d. Donau 07.09.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/56.html Fri, 04 Nov 2005 20:26:11 +0100 LG Darmstadt: Schadensersatz bei verspäteter Rechnungsstellung (Urteil v. 20.04.2005 - 25 S 263/04) Hat sich ein Internetprovider verpflichtet, dem Kunden eine monatliche Rechnung zu erteilen, steht dem Kunden bei versp&auml;teter Rechnungsstellung grunds&auml;tzlich ein Schadensersatzanspruch auf Ersatz der durch einen versp&auml;teten Tarifwechsel entstandenen Mehrkosten zu. http://www.lawcommunity.de/volltext/56.html 25 S 263/04 LG Darmstadt 20.04.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/55.html Thu, 27 Oct 2005 08:52:19 +0200 AG Gelnhausen: Haftung des Server-Inhabers für DDoS-Angriff (Urteil v. 06.10.2005 - 51 C 202/05) Ein Access-Provider hat gegen seinen Vertragspartner Anspruch auf die vertraglich vereinbarte Verg&uuml;tung auch bzgl. desjenigen (erh&ouml;hten) Datentransfers, zu dem es aufgrund einer DDos-Attacke auf den Server des Kunden&nbsp;gekommen ist.&nbsp;&nbsp;Ein solcher&nbsp;Angriff liegt grunds&auml;tzlich im Risikobereich des Kunden. http://www.lawcommunity.de/volltext/55.html 51 C 202/05 AG Gelnhausen 06.10.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/52.html Sun, 23 Oct 2005 02:08:16 +0200 OLG Düsseldorf: Unverlangte E-Mail-Werbung (Urteil v. 22.09.2004 - 15 U 41/04) <p>1.&nbsp;Das Übersenden einer E-Mail zum Zwecke der Werbung ist als rechtswidriger Eingriff in das Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb zu qualifizieren, wenn das ausdrückliche oder auf Grund konkreter Umstände zu vermutende Einverständnis des Empfängers fehlt. Ein nur potenzielles, vom Versender der E-Mail nicht weiter hinterfragtes Interesse des Empfängers reicht zur Begründung derartiger konkreter Umstände nicht aus.</p> <p>2.&nbsp;Die Darlegungs- und Beweislast für das Vorliegen einer Einwilligung des Empfängers hat der Werbende (§&nbsp;7 Abs.&nbsp;2 Nr.&nbsp;3 UWG).</p> <p>3.&nbsp;An die Widerlegung der Wiederholungsgefahr durch den Störer sind hohe Anforderungen zu stellen. Das bloße Versprechen, die störende Handlung nicht zu wiederholen, kann die Wiederholungsgefahr nur ausräumen, wenn es in Verbindung mit einer Vertragsstrafe erklärt wird. </p> http://www.lawcommunity.de/volltext/52.html 15 U 41/04 OLG Düsseldorf 22.09.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/51.html Sat, 22 Oct 2005 23:43:58 +0200 OLG Hamm: Streitwert bei Telefaxwerbung (Beschluss v. 11.03.2005 - 1 Sbd 13/05) Der Streitwert einer Unterlassungsklage wegen Telefax-Werbung ist mit mehr als 5.000&nbsp;&euro;&nbsp; zu bemessen, sodass die Zust&auml;ndigkeit des Landgerichts&nbsp;gegeben ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/51.html 1 Sbd 13/05 OLG Hamm 11.03.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/50.html Mon, 17 Oct 2005 16:59:48 +0200 AG Kamen: Gewährleistungsausschluss bei Internet-Auktion (Urteil v. 03.11.2004 - 3 C 359/04) Eine Vertragsklausel in einer eBay-Auktion, wonach der Verk&auml;ufer &quot;nach dem EU-Recht keine Garantie&quot; &uuml;bernimmt, ist dahin auszulegen, dass vom Verk&auml;ufer der Ausschluss jeglicher Gew&auml;hrleistung gewollt ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/50.html 3 C 359/04 AG Kamen 03.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/49.html Mon, 17 Oct 2005 16:25:44 +0200 AG Aachen: Gewährleistungsausschluss bei aliud-Lieferung (Urteil v. 17.05.2005 - 10 C 69/05) <p>1.&nbsp;Ein Gewährleistungsausschluss&nbsp;ist nach Maßgabe von §§&nbsp;133, 242 BGB dahin auszulegen, dass er sich nur auf die eigentliche Beschaffenheit der Sache bezieht, die zum Kaufgegenstand i.&nbsp;S. von §&nbsp;433 BGB geworden ist.</p> <p>2.&nbsp;Die Vereinbarung eines auch die aliud-Lieferung einschließenden Gewährleistungsausschlusses ist zwar gem. §&nbsp;444 BGB zulässig; sie&nbsp;kann aber nur bei ausdrücklicher Vereinbarung zwischen den Parteien angenommen werden. Andernfalls wäre dem Verkäufer die Möglichkeit eröffnet, sanktionslos völlig andere, unter Umständen wertlose Sachen als Erfüllung versenden zu können.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/49.html 10 C 69/05 AG Aachen 17.05.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/48.html Fri, 14 Oct 2005 15:21:47 +0200 LAG Hamburg: Falsche Faxnummer in Kanzleisoftware (Urteil v. 29.04.2004 - 1 Sa 47/03) Eine Partei war nicht ohne Verschulden daran gehindert, die Berufungsbegründungsfrist einzuhalten, wenn ihr Prozessbevollmächtigter die Faxnummer des Berufungsgerichts einer in seinem Büro eingesetzten, nicht mehr auf dem neuesten Stand befindlichen Rechtsanwaltssoftware entnehmen lässt und durch Verwendung einer falschen Nummer die Berufungsbegründungsfrist versäumt wird. http://www.lawcommunity.de/volltext/48.html 1 Sa 47/03 LAG Hamburg 29.04.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/47.html Fri, 14 Oct 2005 15:03:39 +0200 OLG Hamburg: Umfang der Unterlassungspflicht bei rechtsverletzenden Metatags (Beschluss v. 09.09.2002 - 3 W 60/02) Nach vollständiger Löschung einer Internetseite darf sich ein Unterlassungsschuldner grundsätzlich auf eine regelmäßige Aktualisierung der Datenbanken von Suchmaschinen verlassen und muss nicht damit rechnen, dass eine von ihm bereits gelöschte Seite sich für längere Zeit weiterhin im Speicher eines dritten Servers befindet und von dort noch aufgerufen werden kann. http://www.lawcommunity.de/volltext/47.html 3 W 60/02 OLG Hamburg 09.09.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/46.html Fri, 14 Oct 2005 14:27:13 +0200 BGH: Falsche Faxnummer in Kanzleisoftware (Beschluss v. 26.04.2004 - VII ZB 35/03) Zur Ermittlung der Faxnummer eines Gerichts darf sich der Rechtsanwalt auf ein seit Jahren bewährtes EDV-Programm in der jeweils neuesten Fassung in der Regel verlassen. Eine organisatorische Anweisung des Anwalts an seine Bürokraft, eine Abgleichung der Faxnummer mit den Angaben in Anschreiben des Gerichts oder im Telefonbuch vorzunehmen, ist grundsätzlich nicht erforderlich. http://www.lawcommunity.de/volltext/46.html VII ZB 35/03 BGH 26.04.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/45.html Fri, 14 Oct 2005 14:15:06 +0200 OLG Hamm: Zuwiderhandlung gegen Verpflichtung zur Domainfreigabe (Beschluss v. 26.03.2002 - 4 W 151/01) Der Unterlassungsschuldner verstößt auch dann schuldhaft gegen die Verpflichtung, die Registrierung und Konnektierung einer bestimmten Domain zu unterlassen, wenn er gegenüber seinem Provider die Löschung der Domain ohne Erfolg beantragt. http://www.lawcommunity.de/volltext/45.html 4 W 151/01 OLG Hamm 26.03.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/44.html Tue, 11 Oct 2005 12:14:24 +0200 AG Frankfurt a. M.: ISDN-Anschluss bei DSL-Auftrag (Urteil v. 16.06.2005 - 31 C 3695/05-83) Ein Kunde, der einen DSL-Anschluss beauftragt, rechnet nicht damit, dass ihm nur ein Internetzugang &uuml;ber ISDN angeboten werden soll.&nbsp;Eine Klausel im Auftragsformular des Anbieters, die den Kunden bei Nichtverf&uuml;gbarkeit von DSL auf ISDN verweist, ist daher&nbsp;als &uuml;berraschende Klausel nach &sect;&nbsp;305c Abs.&nbsp;1 BGB unwirksam. http://www.lawcommunity.de/volltext/44.html 31 C 3695/05-83 AG Frankfurt a. M. 16.06.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/43.html Tue, 11 Oct 2005 11:53:22 +0200 BGH: Streitwert bei E-Mail-Werbung (Beschluss v. 30.11.2004 - VI ZR 65/04) Die Streitwertfestsetzung in Verfahren wegen unaufgefordert versandter E-Mail-Werbung orientiert sich nicht an einem etwaigen volkswirtschaftlichen Gesamtschaden durch unerlaubte E-Mail-Werbung, sondern an dem Interesse des Klägers im Einzelfall, durch die entsprechende Werbung nicht belästigt zu werden. http://www.lawcommunity.de/volltext/43.html VI ZR 65/04 BGH 30.11.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/42.html Mon, 10 Oct 2005 02:37:31 +0200 LG Köln: Annahmeerklärung mittels "Auto-Reply" (Urteil v. 16.04.2003 - 9 S 298/02) <p>1. Eine Erkl&auml;rung, die automatisiert aufgrund vorheriger Programmierung abgegeben wird (&quot;Auto-Reply&quot;), ist so zu behandeln, als sei sie ohne Einsatz der Auto-Reply-Programmierung zu Stande gekommen. Denn der eingesetzte Rechner f&uuml;hrt nur Befehle aus, die zuvor mittels Programmierung von Menschenhand festgelegt wurden. Die Erkl&auml;rung hat deshalb ihren Ursprung in einer von einem Menschen veranlassten und auf seinen Willen zur&uuml;ck gehenden Handlung.</p> <p>2. Ein nach &sect;&sect;&nbsp;119 ff. BGB relevanter Irrtum, der einer den Vertragserkl&auml;rungen vorangegangenen invitatio ad offerendum anhaftet, wirkt nicht in rechtlich relevanter Weise auf eine Annahmeerkl&auml;rung fort.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/42.html 9 S 298/02 LG Köln 16.04.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/41.html Mon, 10 Oct 2005 02:32:20 +0200 OLG Franfurt a. M.: Anfechtung einer Online-Willenserklärung (Urteil v. 20.11.2002 - 9 U 94/02) <p>1.&nbsp;Auch eine automatisierte, von einem Computer erstellte Erkl&auml;rung, unterliegt den Regeln der Willenserkl&auml;rung und ist damit einer Anfechtung zug&auml;nglich.</p> <p>2.&nbsp;Der Verk&auml;ufer kann bei einem Kaufvertrag, der &uuml;ber das Internet geschlossen wurde, zur Anfechtung nach &sect;&nbsp;120 BGB berechtigt sein, wenn der eingeschaltete Provider die ihm zur Verf&uuml;gung gestellten Preise nicht korrekt weitergegeben und falsche Zahlen in die Homepage des Verk&auml;ufers eingestellt hat.</p> <p>3.&nbsp;Die Konstruktion der &quot;invitatio ad offerendum&quot; kann dem Verk&auml;ufer jedenfalls dann nicht zum Nachteil gereichen, wenn die Folgen einer unrichtigen &Uuml;bermittlung oder eines Irrtums bei einer &quot;invitatio&quot; unver&auml;ndert bei der Annahme noch fortwirken.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/41.html 9 U 94/02 OLG Franfurt a. M. 20.11.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/39.html Sun, 09 Oct 2005 19:52:19 +0200 BGH: Erklärungsirrtum im Internet (Urteil v. 26.01.2005 - VIII ZR 79/04) Zum Vorliegen eines Erklärungsirrtums im Falle einer falschen Kaufpreisauszeichnung im Internet, die auf einen im Bereich des Erklärenden aufgetretenen Fehler im Datentransfer zurückzuführen ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/39.html VIII ZR 79/04 BGH 26.01.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/38.html Sun, 09 Oct 2005 19:00:10 +0200 LG Görlitz: Verspätete Anmeldung einer Internetdomain (Urteil v. 31.08.2004 - 1 O 127/03) Ein Provider, der sich verpflichtet, den von einem Kunden gewünschten Domainnamen bei der <em>DENIC e.&nbsp;G.</em> anzumelden, hat die Anmeldung unverzüglich durchzuführen, um zu vermeiden, dass sich andere Interessenten die Domain reservieren lassen. Eine verspätete Anmeldung kann als Pflichtverletzung einen Schadensersatzanspruch des Kunden gem. §&nbsp;280 Abs.&nbsp;1 BGB auslösen. http://www.lawcommunity.de/volltext/38.html 1 O 127/03 LG Görlitz 31.08.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/37.html Sun, 09 Oct 2005 16:52:49 +0200 AG Kerpen: Rechtsbindungswille bei Internetauktion (Urteil v. 15.05.2001 - 21 C 53/01) Zur Verbindlichkeit einer Angebotsseite in einer Internetauktion, wenn dort nach dem Willen des Anbieters nicht geboten werden soll, und der Preis als &quot;VB&quot; bezeichnet wird. http://www.lawcommunity.de/volltext/37.html 21 C 53/01 AG Kerpen 15.05.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/36.html Sun, 09 Oct 2005 16:27:49 +0200 LG Stuttgart: Vergütungsanspruch für Veröffentlichung einer Website (Urteil v. 31.05.2001 - 20 O 401/00) Es besteht kein Vergütungsanspruch für das Einstellen einer gestalteten Website ins Internet, wenn dies ohne (ausdrückliche) Zustimmung des Auftraggebers erfolgt. Eine Klausel, die das Schweigen des Kunden nach einer Freigabeaufforderung einer Zustimmung gleichstellt, hält einer AGB-rechtlichen Kontrolle hier nicht Stand. http://www.lawcommunity.de/volltext/36.html 20 O 401/00 LG Stuttgart 31.05.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/34.html Sun, 09 Oct 2005 14:46:06 +0200 AG Detmold: Unternehmereigenschaft bei Internetauktion (Urteil v. 27.04.2004 - 7 C 117/04) Auch derjenige, der regelmäßig auf einer Auktionsplattform im Internet Waren anbietet, handelt damit nicht zugleich zwangsläufig dauerhaft und planmäßig am Markt. http://www.lawcommunity.de/volltext/34.html 7 C 117/04 AG Detmold 27.04.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/33.html Fri, 07 Oct 2005 15:39:18 +0200 LG Berlin: Haftung des admin-c für unverlangte E-Mail-Werbung (Beschluss v. 26.09.2005 - 16 O 718/05) <p>1.&nbsp;Unaufgeforderte E-Mail-Werbung stellt eine erhebliche, irn Ergebnis nicht hinnehmbare Belästigung des Empfängers dar, wobei es nicht darauf ankommt, ob der Empfänger Privatperson, Freiberufler oder Gewerbetreibender ist.</p> <p>2.&nbsp;Auf Unterlassung gemäß §§&nbsp;823 Abs.&nbsp;1, 1004 BGB kann der bei der <em>DENIC e.&nbsp;G.</em> registrierte admin-c einer Domain in Anspruch genommen werden, da er für die Inhalte eines von der Domain generierten Newsletters haftet.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/33.html 16 O 718/05 LG Berlin 26.09.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/32.html Wed, 28 Sep 2005 01:44:55 +0200 AG München: Keine Zahlungspflicht bei fehlendem Eklärungsbewusstsein (Urteil v. 25.07.2005 - 163 C 13423/05) Zur Begr&uuml;ndung einer Zahlungsverpflichtung nach Inanspruchnahme sog. &quot;Mehrwertdienste&quot; bedarf es einer bewussten Willenserkl&auml;rung des Nutzers. Hieran kann es nach der konkreten Gestaltung der Internetseite eines Anbieters im Einzelfall fehlen. http://www.lawcommunity.de/volltext/32.html 163 C 13423/05 AG München 25.07.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/31.html Tue, 27 Sep 2005 13:44:58 +0200 LG Mainz: Unternehmereigenschaft bei eBay-Auktion (Urteil v. 06.07.2005 - 3 O 184/04) Wer sich innerhalb der Auktionsplattform eBay als &quot;Powerseller&quot; bezeichnet, erweckt damit nach au&szlig;en den Anschein eines Profiverk&auml;ufers. In Verbindung mit einer hohen Anzahl von Verk&auml;ufen (hier: mindestens 252 in zwei Jahren und sieben Monaten) &nbsp;kann&nbsp;deshalb der Beweis des ersten Anscheins daf&uuml;r sprechen, dass der Verk&auml;ufer Unternehmer i.&nbsp;S. von &sect;&nbsp;14 BGB ist. http://www.lawcommunity.de/volltext/31.html 3 O 184/04 LG Mainz 06.07.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/27.html Sun, 25 Sep 2005 21:56:50 +0200 AG Radolfzell: Widerrufsrecht bei Internet-Auktion (Urteil v. 29.07.2004 - 3 C 553/03) Internet-Auktionen sind keine Versteigerungen im Rechtssinne des §&nbsp;383 Abs.&nbsp;3 BGB. http://www.lawcommunity.de/volltext/27.html 3 C 553/03 AG Radolfzell 29.07.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/26.html Sun, 25 Sep 2005 16:48:53 +0200 AG Hanau: Fälligkeit einer Mobilfunkrechnung (Urteil v. 29.08.2002 - 32 C 1848/02-12) Liefert ein Mobilfunkanbieter einen vertraglich geschuldeten Einzelverbindungsnachweis nicht, so ist eine entprechende Rechnung mangels Pr&uuml;ff&auml;higkeit durch den Kunden nicht f&auml;llig. Zur Pr&uuml;ff&auml;higkeit reicht es aus, dass der Anbieter &ndash; sofern er die vollst&auml;ndigen Verbindungsdaten bereits gel&ouml;scht hat &ndash; einen Einzelverbindungsnachweis unter verk&uuml;rzter Angabe der Zielrufnummern zur Verf&uuml;gung stellt. http://www.lawcommunity.de/volltext/26.html 32 C 1848/02-12 AG Hanau 29.08.2002 http://www.lawcommunity.de/volltext/25.html Sun, 25 Sep 2005 16:29:11 +0200 LG Trier: Abschluss eines Mobilfunkvertrages durch Betreuten (Urteil v. 27.11.2003 - 3 S 89/03) Der Abschluss eines Mobilfunkvertrages, der eine Mindestlaufzeit von 24&nbsp;Monaten mit Grundpreisen von insgesamt 306,48&nbsp;EUR hat, ist keine lediglich geringfügige Angelegenheit des täglichen Lebens und daher nicht nach §&nbsp;1903 Abs.&nbsp;3 BGB einwilligungsfrei. http://www.lawcommunity.de/volltext/25.html 3 S 89/03 LG Trier 27.11.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/24.html Sun, 25 Sep 2005 13:11:56 +0200 AG Rudolstadt: Anscheinsbeweis für Telefax-Zugang (Urteil v. 30.03.2004 - 2 C 694/03) Durch einen Sendebericht mit OK-Vermerk ist der Beweis des ersten Anscheines daf&uuml;r erbracht, dass die Daten eines per Telefax versandten Schreibens dem Empf&auml;nger tats&auml;chlich zugegangen sind (entgegen <em>BGH,</em> Urt. v. 07.12.1994&nbsp;&ndash;&nbsp;VIII&nbsp;ZR&nbsp;153/93, NJW 1995, 665). http://www.lawcommunity.de/volltext/24.html 2 C 694/03 AG Rudolstadt 30.03.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/23.html Sun, 25 Sep 2005 12:45:34 +0200 AG Syke: "Sofort kaufen"-Option bei eBay (Urteil v. 27.09.2004 - 24 C 988/04) <p>1.&nbsp;Wer bei <em>eBay</em> Artikel zum "Sofortkauf" für 1&nbsp;EUR anbietet, obwohl der tatsächliche Wert der Artikel weit höher liegt, muss sich an diesem Angebot festhalten lassen. Ein versteckter Einigungsmangel liegt nicht vor, sodass §&nbsp;155 BGB unanwendbar ist.</p> <p>2.&nbsp;In der mit dem Verlangen eines höheren Kaufpreises verbundenen Weigerung des Verkäufers, die Waren an den Käufer auszuliefern, ist insbesondere dann keine Irrtumsanfechtung zu sehen, wenn der Verkäufer den Erwerber gleichzeitig auf die Möglichkeit hinweist, vom Kauf zurückzutreten.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/23.html 24 C 988/04 AG Syke 27.09.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/22.html Sun, 25 Sep 2005 11:01:16 +0200 AG Bad Kissingen: Unternehmereigenschaft bei eBay-Auktion (Urteil v. 04.04.2005 - 21 C 185/04) Wenn&nbsp;ein Verkäufer&nbsp;bei <em>eBay</em> den Status &quot;Powerseller&quot; hat,&nbsp;so ist dies ein Anhaltspunkt dafür, ihn als Unternehmer i.&nbsp;S. von §&nbsp;14 BGB anzusehen. http://www.lawcommunity.de/volltext/22.html 21 C 185/04 AG Bad Kissingen 04.04.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/21.html Sun, 25 Sep 2005 03:26:52 +0200 AG Völklingen: Haftung für R-Gespräch (Urteil v. 23.02.2005 - 5C C 575/04) R-Gespr&auml;che, die ein Minderj&auml;hriger entgegennimmt, k&ouml;nnen dem Anschlussinhaber insbesondere deshalb nicht nach den Grunds&auml;tze der Anscheinsvollmacht zugerechnet werden, weil ein minderj&auml;hriges Kind regelm&auml;&szlig;ig nicht erkennt, dass durch das Dr&uuml;cken einer kurzen Zahlenkombination ein Vertrag zu Stande kommt. http://www.lawcommunity.de/volltext/21.html 5C C 575/04 AG Völklingen 23.02.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/20.html Sun, 25 Sep 2005 00:49:28 +0200 AG Düsseldorf: Nachforderung von Telekommunikationsentgelten (Urteil v. 29.10.2001 - 56 C 10527/01) Verspricht ein Telekommunikationsdiensteanbieter eine &quot;grundsätzlich&quot; monatliche Abrechnung, ist er hieran gebunden und mit Nachforderungen für bereits abgerechnete Zeiträume ausgeschlossen. http://www.lawcommunity.de/volltext/20.html 56 C 10527/01 AG Düsseldorf 29.10.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/19.html Sun, 25 Sep 2005 00:20:21 +0200 OLG Koblenz: Klageerhebung per Telefax (Beschluss v. 10.12.2003 - 10 U 96/03) <p>1.&nbsp;In Anwaltsprozessen können bestimmende Schriftsätze formwirksam durch elektronische Übertragung einer Textdatei mit eingescannter Unterschrift auf ein Faxgerät des Gerichts übermittelt werden. Die Übermittlung eines bestimmenden Schriftsatzes per Normalfax ist dagegen nur zulässig, wenn das Original des Schriftsatzes mit der Unterschrift des Rechtsanwalts an das Gericht gefaxt wird.</p> <p>2.&nbsp;Diese Differenzierung verstößt nicht gegen den Gleichheitssatz des Art.&nbsp;3 GG.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/19.html 10 U 96/03 OLG Koblenz 10.12.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/18.html Sun, 25 Sep 2005 00:07:29 +0200 AG Burgdorf: Kündigung bei registriertem Call-by-Call (Urteil v. 08.05.2000 - 3 C 122/00) Ein &quot;Call-by-Call&quot;-Vertrag endet nicht automatisch, wenn der Kunde umzugsbedingt seinen Telefonanschluss bei der <em>Deutschen Telekom AG</em> kündigt. Werden Anschluss und Rufnummer von einem Nachmieter übernommen, und nutzt dieser ebenfalls die Dienste des &quot;Call-by-Call&quot;-Anbieters, so kann der Anbieter die Bezahlung der dadurch entstandenen Kosten vom Vormieter verlangen. http://www.lawcommunity.de/volltext/18.html 3 C 122/00 AG Burgdorf 08.05.2000 http://www.lawcommunity.de/volltext/17.html Sat, 24 Sep 2005 23:29:45 +0200 AG Leipzig: Fristlose Kündigung eines Mobilfunkvertrages (Urteil v. 19.02.2003 - 09 C 12621/02) Ein wichtiger Grund zur fristlosen Kündigung eines Mobilfunkvertrages ist gegeben, wenn über einen längeren Zeitraum wiederholt nicht behebbare Störungen auftreten, die dem Kunden das Telefonieren und den Versand von SMS-Nachrichten unmöglich machen. http://www.lawcommunity.de/volltext/17.html 09 C 12621/02 AG Leipzig 19.02.2003 http://www.lawcommunity.de/volltext/16.html Sat, 24 Sep 2005 22:38:24 +0200 AG Winsen/Luhe: Haftung des Betreibers eines Internetforums (Beschluss v. 06.06.2005 - 23 C 155/05) Der Betreiber eines Internetforums, in das Diskussionsbeitr&auml;ge einstellt werden k&ouml;nnen, ist verpflichtet, daf&uuml;r zu sorgen, dass beleidigende &Auml;u&szlig;erungen gegen&uuml;ber Dritten aus dem Forum entfernt werden. Insoweit hat er in kurzen regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden Kontrollen durchzuf&uuml;hren. http://www.lawcommunity.de/volltext/16.html 23 C 155/05 AG Winsen/Luhe 06.06.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/15.html Thu, 22 Sep 2005 15:44:15 +0200 AG Cochem: Vorlagepflicht bzgl. der Dokumentation einer technischen Überprüfung (Urteil v. 21.12.2004 - 2 C 449/04) Die Dokumentation einer technischen Überprüfung kann der Kunde nach dem Rechtsgedanken des §&nbsp;6 TDSV mehr als zwei Jahre, nachdem der Anbieter ihm mitgeteilt hat, die technische Überprüfung habe keine Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Abrechnung ergeben, nicht mehr verlangen. http://www.lawcommunity.de/volltext/15.html 2 C 449/04 AG Cochem 21.12.2004 http://www.lawcommunity.de/volltext/14.html Thu, 22 Sep 2005 14:51:15 +0200 AG Waiblingen: Verspätete technische Überprüfung (Urteil v. 15.09.2005 - 8 C 2472/04) <p>1.&nbsp;Grundsätzlich besteht ein Anscheinsbeweis für das technisch einwandfreie Zustandekommen einer Telekommunikationsverbindung, wenn ein Überprüfungszertifikat i.&nbsp;S. des §&nbsp;5 TKV und ein Einzelverbindungsnachweis vorgelegt werden, und der Anbieter damit seiner Pflicht i.&nbsp;S. des §&nbsp;16 Abs. 1 TKV genügt.</p> <p>2.&nbsp;Wird eine technische Überprüfung i.&nbsp;S. des §&nbsp;16 Abs.&nbsp;1 TKV erst mehr als zwei Jahre nach der behaupteten Inanspruchnahme von Telekommunikationsdienstleistungen durchgeführt, sind&nbsp;die Ergebnisse nicht mehr verlässlich.&nbsp;Die Dokumentation einer derart verspäteten Prüfung gilt deshalb als nicht vorgelegt.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/14.html 8 C 2472/04 AG Waiblingen 15.09.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/13.html Sun, 18 Sep 2005 17:28:52 +0200 AG Bonn: Beweiswert einer E-Mail (Urteil v. 25.10.2001 - 3 C 193/01) E-Mail-Korrespondenz kommt bzgl. der Vereinbarung einer Provision ein Beweiswert nicht zu, da E-Mails - wie allgemein bekannt ist - vielfältig manipuliert werden können. http://www.lawcommunity.de/volltext/13.html 3 C 193/01 AG Bonn 25.10.2001 http://www.lawcommunity.de/volltext/7.html Sat, 17 Sep 2005 20:46:18 +0200 AG Darmstadt: Speicherung von IP-Daten bei Flatrate-Kunden (Urteil v. 30.06.2005 - 300 C 397/04) <p>1.&nbsp;Die Speicherung dynamischer IP-Adressen ist unzulässig, soweit sie nicht mehr für die Ermittlung der Abrechnungsdaten erforderlich ist. Einer weitergehenden Speicherung zum Nachweis der Richtigkeit der Abrechnung steht der klare Wortlaut des §&nbsp;97 Abs.&nbsp;3 TKG entgegen.</p> <p>2.&nbsp;Auch nach §&nbsp;6 Abs.&nbsp;4 TDDSG ist die Speicherung lediglich für die Zwecke der Abrechnung, also für die Erstellung der brechnung als solche, nicht aber für die Durchsetzbarkeit oder Beweisbarkeit der Richtigkeit der Abrechnung zugelassen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/7.html 300 C 397/04 AG Darmstadt 30.06.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/6.html Sun, 11 Sep 2005 18:00:45 +0200 BGH: Pfändung und Verwertung einer Internet-Domain (Beschluss v. 05.07.2005 - VII ZB 5/05) <p>1.&nbsp;Eine &quot;Internet-Domain&quot; stellt als solche kein anderes Vermögensrecht i.&nbsp;S. von §&nbsp;857 Abs.&nbsp;1 ZPO dar. Gegenstand zulässiger Pfändung nach §&nbsp;857 Abs.&nbsp;1 ZPO in eine &quot;Internet-Domain&quot; ist vielmehr die Gesamtheit der schuldrechtlichen Ansprüche, die dem Inhaber der Domain gegenüber der Vergabestelle aus dem der Domainregistrierung zu Grunde liegenden Vertragsverhältnis zustehen.</p> <p>2.&nbsp;Die Verwertung der gepfändeten Ansprüche des Domaininhabers gegen die Vergabestelle aus dem Registrierungsvertrag kann nach §§&nbsp;857 Abs. 1, 844 Abs.&nbsp;1 ZPO durch Überweisung an Zahlungs Statt zu einem Schätzwert erfolgen.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/6.html VII ZB 5/05 BGH 05.07.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/5.html Sun, 11 Sep 2005 08:32:45 +0200 OLG Franfurt a. M.: Telefonwerbung gegenüber privaten Versicherungsnehmern (Urteil v. 21.07.2005 - 6 U 175/04) <p>1.&nbsp;Versicherungsunternehmen dürfen bei ihren privaten Versicherungsnehmern zu Werbezwecken nur dann anrufen, wenn der Versicherungsnehmer dem Anruf zuvor ausdrücklich oder konkludent zugestimmt hat. Unter den Begriff der Werbung fallen dabei alle Anrufe, die darauf abzielen, über die Klärung von Fragen innerhalb des bereits bestehenden Versicherungsvertragsverhältnisses - etwa die Schadensabwicklung - hinaus den Versicherungsnehmer zum Abschluss eines neues Versicherungsvertrages oder zur inhaltlichen Änderung, insbesondere zur Verlängerung, Ausweitung oder Ergänzung des bestehenden Vertragsverhältnisses zu bewegen.</p> <p>2.&nbsp;Die erforderliche Einwilligung des Versicherungsnehmers in Werbeanrufe kann nicht darin gesehen werden, dass der Kunde bei Abschluss des Versicherungsvertrages ohne nähere Erläuterung seine Telefonnummer mitgeteilt hat. Denn hiermit bringt der Versicherungsnehmer regelmäßig nur sein Einverständnis zum Ausdruck, im Rahmen des bestehenden Versicherungsverhältnisses und des durch ihn begründeten Bereichs des Versicherungsschutzes angerufen zu werden.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/5.html 6 U 175/04 OLG Franfurt a. M. 21.07.2005 http://www.lawcommunity.de/volltext/1.html Thu, 25 Aug 2005 01:23:10 +0200 BGH: Dialer-Risiko liegt beim Telefonnetzbetreiber (Urteil v. 04.03.2004 - III ZR 96/03) 1.&nbsp;Der Telefonnetzbetreiber und nicht der Anschlussinhaber trägt das Risiko der heimlichen Installation eines automatischen Einwahlprogramms (so genannter Dialer) in einen Computer, das für den durchschnittlichen Anschlussnutzer unbemerkbar die Verbindungen in das Internet über eine Mehrwertdienstenummer herstellt, sofern der Anschlussnutzer dies nicht zu vertreten hat (Rechtsgedanke des § 16 Abs. 3 Satz 3 TKV). <p>2. Es obliegt dem Anschlussnutzer nicht, Vorkehrungen gegen so genannte Dialer zu treffen, solange kein konkreter Hinweis auf einen Missbrauch vorliegt.</p> http://www.lawcommunity.de/volltext/1.html III ZR 96/03 BGH 04.03.2004